Monatsarchive: Januar 2011

In Linz beginnt’s…

Eine Gratulation kommt heute aus Linz, die uns mit großer Freude erfüllt. Eine Sprecherin von ARS Electronica findet die Idee zu einem „Museum der Zivilcourage und engagierten Kunst“ sehr gut: „Gratulation zu der gelungenen Idee und der Umsetzung (online)“.

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Studenten-Video und ein erster Rückzieher

http://www.youtube.com/watch?v=DfpFw59crvs

Der Student Robert Zahrl bekommt 300 Euro Verwaltungsstrafe, weil der Rückspiegel bei seinem Auto fehlt. Aus Geldmangel nimmt er eine Ersatzarreststrafe an. Im Gefängnis lernt er Ousmane Camara kennen. Der Asylwerber aus dem westafrikanischen Guinea ist in Schubhaft.

Seltsames Erlebnis – zuerst Dank und Freude, dann kam eine Weisung von oben – und schwupp – sollte eine Eintragung wieder entfernt werden. Es handelte sich um ein Positivbespiel von Zivilcourage in der Steiermark, das seitens des Initiators lieber nicht zu viel Publicity bekommt. OK. Seltsam. Aber das ist selbstverständlich zu respektieren.

Die Kunst der Unzuständigkeit

„Die oberste Pflicht eines Beamten ist, wenn möglich seine Unzuständigkeit einzuwenden.“ So lernte ich es einst, als ich nahe daran war, im sicheren Hafen einer Beamtenkarriere zu landen. Schmunzelnd gedenke ich dieser eindringlichen Belehrung, wenn ich in Kontakt mit Beamten trete, denn dieser Spruch scheint in der Tat das oberste Beamten-Credo zu sein. So vehement wird diese Maxime verteidigt, dass im Kundenkontakt übersehen wird, dass der Kunde gar keine Amtshandlung begehrt, sondern nur schlicht und einfach zweckdienliche Hinweise benötigt. Und dennoch verblüffte mich ein Handy-Anruf eines Wiener Magistratsbeamten, der das Konzept in Händen hält. Mehr…>

Sondierungsgespräche in Wien

Lag’s am 13., am Föhneinbruch? Launisch empfing mich unsere schmucke Bundeshauptstadt. Erste Gespräche mit öffentlichen Stellen verliefen wie ein wechselwarmes Bad. Noch scheint ein kongenialer Ansprechpartner mit Unternehmergeist nicht gefunden zu sein, aber vielleicht war’s ja auch wirklich der falsche Ort dazu. In einer Bandbreite von spontanen, bemühten Auskünften bis zu gezielt-brüskem Missverstehen-Wollen erlebte ich als designierte Obfrau in zwei Stunden alles, was zwar dienstlich korrekt, aber für das Projekt nicht wirklich ein freundlicher Empfang war.

Jedenfalls werde ich allen Hinweisen folgen und alle Informationen aufgreifen, die mir in den diverse Unterabteilungen der Wiener Kulturabteilung zuteil wurden. Gesammelt hab‘ ich wie ein Eichhörnchen.

Es ist eigentlich fad: Unzählige Projekte mussten genau das durchlaufen – Skepsis, Unverständnis, Ablehnung,… Und irgendwann folgen Bewunderung, Begeisterung, Ehrungen… Hätten wir nicht Zivilcourage… Doch die haben wir, und darum kümmert uns weder das Eine noch das Andere.

Übrigens: das Konzept – aktueller Stand – ist auch in diesem Blog abrufbar. Wegen des Volumens schlicht und unbebildert, aber es ist da. Auch in PDF. >

In den Kinderschuhen…

Da und dort wachsen einige Eintragungen dazu, doch die Vision ist ganz anders: nicht Museumsstaub, sondern aktives Leben, Vitalität.

Dazu sind halt noch einige Vorbereitungen vonnöten. Erfreulicherweise hat sich das Kulturforum Eberau gleich angetragen, vorläufig als Expositur zu dienen. Nun, das bringt natürlich die Idee auf, dass es auch in anderen Bundesländern Exposituren geben könnte… Schlicht und einfach: WARUM NICHT?