Monatsarchive: Oktober 2012

Film „Zukunft pflanzen“, Christoph Fischer & Demo in München

DIE MUTBÜRGER HABEN EINE WEBSEITE: http://www.diemutbuerger.at/

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zivilcouragierte,

Vortrag in München
„Eisbären in der Wüste“ ist das Thema des Vortrags mit Christoph Fischer, der Initiator von Zivilcourage. Der Vortrag findet am Mittwoch, den 31.10.2012 um 19.30 Uhr in der Landeshauptstadt München im Pschorrsaal bei der Schrannenhalle statt. Wie unsere Gesellschaft unser Klima verändert, die Agrar-Industrie von der Politik die industrielle Landwirtschaft einfordert und wir diese Rechnung mit Verlust unserer Gesundheit und Lebensqualität durch kontaminierte und minderwertige Lebensmittel bezahlen.
Jeder Verbraucher trägt mit seinem Konsumverhalten zur Marktentwicklung bei: nur wer informiert ist, kann bewusst wählen und zu einer positiven Entwicklung in der Lebensmittelproduktion beitragen.
Fischer zeigt auch Alternativen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf und berichtet über vielversprechende und nachhaltige Methoden, die weltweit erfolgreich zur Anwendung kommen.
Im Rahmen des 6. Münchner Klimaherbstes lädt Sie die Zivilcourage München ein, sich über dieses brisante Thema in diesem kurzweiligen Vortrag zu informieren.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlichst eingeladen!
Infos zur Veranstaltung finden Sie hier: http://zivilcourage.ro/php/termine.php?eventID=86

„Zukunft pflanzen“- ein Film der Mut macht
Sehenswerter Film von Marie-Monique Robin (bekannt durch den Film“Monsanto mit Gift und Genen“)
Dienstag, 30.10.2012 auf ARTE um 10.35 Uhr „Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden“ und die Wiederholung am Donnerstag, 08.11.2012 auf ARTE um 14.10 Uhr

Für alle, die zu dieser Zeit nicht fernsehen können, gibt es alle Etappen dieser Dokumentation auch im Internet. Klicken Sie hier http://www.arte.tv/de/6815836.html

Demo in München am Freitag, den 30. November 2012
Die Lobby der AgroGentechnik-Konzerne hat den Markt Europa noch nicht aufgeben. Laufend werden im Europäischen Patentamt in München neue Patente eingereicht. Um auf diese haarsträubenden Versuche, die Macht über unsere Lebensgrundlagen zu erlangen, aufmerksam zu machen sind weitere Aktionen notwendig. Eine Möglichkeit, einen Beitrag für eine gesunde Entwicklung in unserer Gesellschaft zu leisten, ist die Demo gegen AgroGentechnik und Patente auf Leben am 30. November in München.

Auftakt: ab 11 Uhr, am Odeonsplatz in München
Abschlussaktion: 13 Uhr Europäisches Patentamt in München (Erhardtstr).

Veranstalter sind bisher: AbL, BDM, Bund Naturschutz, Kein Patent auf Leben und Zivilcourage.
Unter dem Motto: Wir blasen Euch den Marsch! fordern wir:
Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln!
Wir ziehen vom Odeonsplatz zum Europäischen Patentamt, wo ab 13 Uhr eine Abschlussaktion geplant ist.
Weitere Informationen zur Demo finden Sie hier: Aufruf_Demonstration_Patente_und_Gentechnik_30_11_2012_01 PDF

Die Zahl der Zivilcouragler wächst ständig. Wir freuen uns, viele von Ihnen bei den Veranstaltungen zu sehen.
Seien Sie aufdringlich! Informieren Sie sich eindringlich!

Herzliche Grüße
für die Zivilcourage
Christoph Fischer
(Initiator Zivilcourage)

http://www.pannonische.at/zeitungneu/?ausgabe=G%C3%BCssing%2FJennersdorf&page=zeitung.php?page_id=553

 

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„Mutbürger“ treten 2013 an

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1303011/Mutbuerger-treten-2013-an

                  Diashow von der Veranstaltung
Mutbürger Presseclub Concordia 18 10 2012

„Mutbürger“ treten 2013 an

18.10.2012 | 18:23 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Plattform mehrerer Gruppen bereitet sich auf Kandidatur im Bund und in Niederösterreich vor.

Aus dem Archiv:

Wien. „Presse“-Kolumnistin Anneliese Rohrer hat 2011 den Anstoß gegeben – mit den damaligen „Wutbürger“-Stammtischen gegen die verkrusteten politischen Strukturen in Österreich. Ein Teil der Stammtischbesucher will nun selbst aktiv werden: Die „Mutbürger“-Plattform werde bei der Nationalratswahl im Herbst 2013 und bereits im März 2013 bei der niederösterreichischen Landtagswahl kandidieren. Das kündigten zentrale Vertreter wie Manfred Schärfinger vom „Mutbürger-innen“-Verein bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien an.

An der Plattform beteiligt sind weiters die „Gemeinschaft der Bürger-innen“, die „Generationen Partei Oesterreich“, der „Gemeindevertreter-Verband“, die Initiative „Human Way Österreich“, das „Bündnis Neutrales Freies Österreich“, die „Online-Partei Österreichs“ und die „Partei Österreich NEU“. Aus ihrem Kreis sollen etwa mit Internetumfragen die besten Kandidaten für die gemeinsamen Listen ausgewählt werden.

Zu den Zielen, die die Parteien und Initiativen einen, zählen mehr direkte Demokratie, mehr Selbstbestimmung, ein Ende des Klubzwangs und der Parteienherrschaft sowie der Kampf gegen Schattenwirtschaft und Korruption. Aber: „Bei uns sind viele Meinungen zulässig und sogar erwünscht“, sagt Schärfinger. Warum der Zusammenschluss? „Wenn jede Initiative mit Herzblut nur 0,2 oder 0,5 Prozent holt, ist es besser, die Kräfte zu bündeln“, so der Initiator. Gemeinsam könne man sowohl in Niederösterreich als auch im Bund rund fünf Prozent holen – und somit in Landtag und Nationalrat einziehen, meint Schärfinger.

Zur Konkurrenz durch Unternehmer Frank Stronach und sein Team Stronach sagte Robert Moser von der befreundeten Initiative „WERT impulse“, man befürworte deren Antreten: „Stronach hat das Feld für neue Gruppen eröffnet.“ Der Milliardär stehe auf zwei Beinen, „wir stehen auf vielen“ – man sei für zahlreiche weitere Partnerschaften offen. Als Nächstes will die „Mutbürger“-Plattform ihr Programm definieren.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 19.10.2012)

Danke der Presse für diesen erfreulich sachlichen und fundierten Artikel!

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1302796/Mutbuerger-wollen-bei-Nationalratswahl-antreten

„Mutbürger“ wollen bei Nationalratswahl antreten

18.10.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Mehr als zehn Parteien haben sich zu der Wahlplattform zusammengeschlossen. Die Partei von Frank Stronach sehen sie nicht als Konkurrenz, sondern als „Wegbereiter“.

„Die Mutbürger in Österreich“ nennt sich eine Wahlplattform, zu der sich mehr als zehn Parteien, Bürgerinitiativen und Bewegungen zusammengeschlossen haben. Sie will 2013 bei der Landtagswahl in Niederösterreich und bei der Nationalratswahl antreten. Am Programm wird noch gearbeitet. Jedenfalls sollen die Werte „Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Freiheit“ vertreten werden, angestrebt wird eine „neue politische Kultur“ mit breiter Bürgerbeteiligung, betonte Robert Moser am Donnerstag bei der Präsentation in Wien.

Mitglieder bzw. Partner der „Mutbürger“ sind unter anderem der suspendierte WU-Professor Franz Hörmann mit seiner Bürgerinitiative „Human Way“, die Generationenpartei, das Bündnis Neutrales Freies Österreich (NFÖ), die Onlinepartei Österreichs (OPÖ), die Partei Österreich NEU (Öneu), die Gemeinschaft der Bürger-innen, der Gemeindevertreter-Verband, der „Mutbürger-innen“-Verein, die Initiative „Recht auf professionelle Politik“, die Bürgerinitiative Kinderrechte und Willwaehlen.at.

Im Gespräch sei man auch mit der niederösterreichischen Piratenpartei, der Christlichen Partei Österreichs des 2010er-Präsidentschaftskandidaten Rudolf Gehring und „neos“ (Das neue Österreich), hieß es am Donnerstag.

„Miteinander Kräfte bündeln“

Zweck der „Mutbürger“ ist, „miteinander die Kräfte zu bündeln, um bei Wahlen zu gewinnen“ – und Bürgern die Möglichkeit zu geben, unabhängig von einer Parteimitgliedschaft zu kandidieren, erläuterte Moser. Dabei gab er sich zuversichtlich: Bei der Gemeinderatswahl in Krems am 7. Oktober habe man die Liste UBK (Unabhängige Bürger für Krems) unterstützt, die auf fast fünf Prozent und zwei Mandate kam.

Dies werde auch bei der NÖ-Landtagswahl im kommenden Frühjahr und bei der Nationalratswahl zu schaffen sein, so Moser. Wobei freilich als erste Hürde die Unterstützungserklärungen für einen Antritt – 50 in jedem der 21 Bezirke in NÖ, 2600 österreichweit für den Nationalrat – gesammelt werden müssen.

Stronach ist „Wegbereiter“, keine Konkurrenz

Die Stronach-Partei wollte Moser „nicht als große Konkurrenz“ sehen, sondern als Wegbereiter für neue Listen und möglichen Partner dafür, nach der Wahl Österreich gemeinsam neu zu gestalten. Stronach habe zwar mehr Geld, räumte er ein, aber dafür „nur zwei Beine, wir haben viele“.

Vorerst arbeiten die „Mutbürger“ noch an Programm und Strukturen, um die vielen Gruppierungen unter einen Hut zu bringen. Die große Meinungsvielfalt stört sie dabei nicht, „andere Meinungen sind zulässig, sogar erwünscht“, betonte Manfred Schärfinger vom Verein Mutbürger. So werde es auch keinen Klubzwang geben – und die Kandidatenlisten will man mit breiter Bürgerbeteiligung über ein Vorwahlsystem erstellen. Das Programm soll dann gemeinsam mit den Kandidaten erarbeitet werden.

(APA)

Danke der Presse für diesen erfreulich sachlichen und fundierten Artikel!

Joe Kreissl – Freeman

http://www.news.at/a/roland-dueringer-kein-handy-tv-konto

Kühn – einfach mal was zum Nachdenken…

Joe Kreissl – Freeman Austria



und weitere Beiträge auf Youtube und auf Facebook

26. Oktober & EU-Austritt


Das BGE
https://www.youtube.com/watch?v=jzSwkeHJuOM
Schau dich um auf meinem Kanal von NaBoR2punkt0
https://www.youtube.com/user/NaBoR2punkt0?feature=mhee
meine hochgeladenen Videos
https://www.youtube.com/user/NaBoR2punkt0/videos

Quelle der obigen Links: Y0uTube

Roland Düringer – Wir sind wütend!
https://www.youtube.com/watch?v=axvjKgV1XTA&hd=1
Rede von Severn Suzuki 1992 auf UN Earth Summit – Deutsche Synchronisation von Anna
https://www.youtube.com/watch?v=3XccMW0krLo
Christoph Schwager (aus seinem Film Die Futur kreativen)
Die Futur kreativen Gesamt 2012-04-05
https://www.youtube.com/watch?v=M0ipFisVbmA&feature=plcp

Die Unterschriftenaktion zum bedingungslosen Grundeinkommen
http://www.pro-grundeinkommen.at/

WIR für Pressbaum
http://www.wir-fuer-pressbaum.com/impressum.html

Attac Wienerwald
http://www.purkersdorf-online.at/attac/index.php

EU-Austrittspartei
https://www.youtube.com/user/DieRoteZorra
Wissensmanufaktur – Andreas Popp – Rico Albrecht
https://www.youtube.com/user/WissensmanufakturNET
KenFM 2012
https://www.youtube.com/user/KenFM2008
BüSoTV
https://www.youtube.com/user/buesojugend
Kanal von FreiwilligFrei
https://www.youtube.com/user/FreiwilligFrei
CompactMagazin
https://www.youtube.com/user/COMPACTTV
Kanal von LustAufNeuesGeld
https://www.youtube.com/user/LustAufNeuesGeld
NuoViso TV
https://www.youtube.com/user/NuoVisoTv
Kanal von Wege aus der Krise
https://www.youtube.com/user/WegeausderKrise
KOPP Verlag
https://www.youtube.com/user/koppverlag
Kanal von grundeinkommen
https://www.youtube.com/user/grundeinkommenberlin
Attac Österreich
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Attac Deutschland
https://www.youtube.com/user/AttacD
Das Breitbandmodell
http://www.bandbreitenmodell.de/
Mediale Gehirnwäsche
https://www.youtube.com/user/SchwarzWieMilch
Danistakratie
https://www.youtube.com/user/Danistakratie
Kanal von BGEinteraktiv
https://www.youtube.com/user/BGEinteraktiv
Hier noch mehr Links zu diesen Themen
http://www.wien-konkret.at/politik/eu/verfassung/rettet-oesterreich/
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http://www.attac.at
http://www.christian-felber.at
http://www.wege-aus-der-krise.at
http://www.wissensmanufaktur.net
http://www.woche-des-grundeinkommens.eu
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http://grundeinkommen.tv
http://www.pro-grundeinkommen.at
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Deutschland:
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Schweiz:
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http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b
http://www.wissensmanufaktur.net/steuerboykott
http://www.youtube.com/user/WissensmanufakturNET

Hedgefond-Manager „verdienen“ Milliarden:
http://www.foonds.com/article/12600//fullstory

Banken führen Krieg gegen die Völker
http://www.youtube.com/watch?v=jS4oXKky04k

Sahra Wagenknecht – ESM und Fiskalpakt
http://www.youtube.com/watch?v=Cs-iGIfPZ_Q

Fiskalpakt und ESM stoppen – Es ist 5 vor 12 !!!
http://www.youtube.com/watch?v=gKBbnldJXSs
http://www.youtube.com/watch?v=i5Sd6KPfGks
http://www.youtube.com/watch?v=Al4PjNRLtNc
Der Weg in die EU-Tyrannei
http://www.youtube.com/watch?v=WUqygPrjXXs
http://www.youtube.com/watch?v=E1uPV6L8iVE
http://www.youtube.com/watch?v=iBrdX61XutU
http://www.youtube.com/watch?v=UdKDgyFUBrs

Der 29.06.2012 wird das Leben grundlegend verändern:
http://www.youtube.com/watch?v=BPDl5eNc_lA
Widerstandsrecht gegen Fiskalpakt und ESM
http://www.youtube.com/watch?v=4dbui2BChsk
Des Wahnsinns fetteste Beute
http://www.youtube.com/watch?v=1YG69JSefJs
http://www.youtube.com/watch?v=r4crr-kX9zc
Von der IG-Farben zur EU
http://www.youtube.com/watch?v=xWDsYinl0-4

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/kaernten/Flick-gegen-Horten-Feinde-fuers-Leben/80157489
Erika Hochegger, Reifnitz – Mutbürgerin…

Tierschutz in die Verfassung
http://m.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,793566

Was feiern wir jedes Jahr am Nationalfeiertag?

Wohl nicht ohne Grund wird dies meist verschwiegen: Es geht um das österreichische Neutralitätsgesetz, das der Nationalrat am 26. Oktober 1955 beschlossen hat BGBl. Nr. 211/1955 . Doch seit dem EU-Vertrag von Lissabon ist Österreich nicht mehr neutral, wie der Völkerrechtler Manfred Rotter schon vor Jahren klargestellt hat http://derstandard.at/3087436 . Also „feiern“ wir etwas, was wir gar nicht mehr sind. Dabei hat Österreich 1955 mit der endlich erlangten Freiheit und der dazugehörigen Neutralität seinen Willen erklärt, „für alle Zukunft und unter allen Umständen seine Unabhängigkeit zu wahren und sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen“, um „als dauernd neutraler Staat einen wertvollen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten zu können“. So steht es im Bundesgesetz zum Nationalfeiertag http://tinyurl.com/3ftzlfa .

„Für alle Zukunft und unter allen Umständen seine Unabhängigkeit zu wahren“ – für „unsere“ Politiker dauerte „alle Zukunft“ aber nur bis zum EU-Beitritt 1995:
Die „Republik Österreich“ …

… wurde nicht nur an der Staatsgrenze zum sternenverhangenen Protektorat Österreich/Austria ohne Republik …

… sondern die Republik verschwand …
http://www.sagen.at/doku/briefmarken/briefmarken.html
Briefmarke 7 S, Republik Österreich, 2001

… mit der Euro-Einführung 2002 auch von den Briefmarken:

(26.01.2002)
http://euromuenzensammeln.de/diverses.htm

Der „dauernd neutrale Staat“, der „einen wertvollen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten“ soll, ist also offensichtlich nicht mehr.

Dabei bräuchten wir den Nationalstaat dringender als je zuvor – allen Unkenrufen zum Trotz. Wer das sagt? Z.B. der deklarierte „Linke“ Jean Ziegler, langjähriger UNO-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, erklärte in einem Interview mit der Zeitschrift „Junge Freiheit“ vom 9. August 2002:

Gegen den Manchester-Kapitalismus hat es Widerstand gegeben, etwa in Form der Gewerkschaften, der Sozialdemokratie oder der Nationalstaaten.
Nationalstaat als Widerstand gegen Kapitalismus?
Ziegler: Ja, sicher. Der Nationalstaat drückt den Volkswillen aus und gewährt seinen Bürgern soziale Sicherheit. Heute gibt es ihn als wirtschaftliches Subjekt leider nicht mehr.

Birgt dann demzufolge auch der Rückbau der Nationalstaaten in Europa die Gefahr einer noch hemmungsloseren Ausbreitung des Raubtierkapitalismus?
Ziegler: Aber absolut. Der Zerfall des Nationalstaates bringt den Zerfall des Gesellschaftsvertrages und die Atomisierung des Bürgers mit sich. Nicht zuletzt geht die Aufklärung zu Ende: Die republikanische Staatsform lebt ja vom souveränen Bürger, von den Grundwerten der Volkssouveränität, der Regierung durch Delegation. Wenn die Regierung keine Macht mehr hat, dann bleibt auch der Bürger ohnmächtig dem Raubtierkapitalismus ausgeliefert.
http://tinyurl.com/3b36zmg

Wenn uns Bürgerrechte, Neutralität und Frieden wirklich Anliegen sind, kann die Lösung wohl nur in einem Austritt aus der EU liegen. Denn die EU- und Euro-Politik folgt genau jenen Grundsätzen wie es der „Euro-Chef“ Jean Claude Juncker im Spiegel erläuterte:
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html

Ein Austritt wird nicht von heute auf morgen möglich sein, aber es gibt zwei neue Instrumente dafür: Die Unterstützungserklärung für das Volksbegehren zum EU-Austritt und die gerade gegründete EU-Austrittpartei mit dem Kürzel „EU-aus“ http://www.euaustrittspartei.at/ – siehe auch Anhang. Dass es wahr ist!

Herzliche Grüße,
Klaus Faißner

P.S.: Am Nationalfeiertag gibt es zwei (kleine) Kundgebungen von EU-aus – wer kommen will und kann ist natürlich herzlich willkommen:
* EU-aus Treffpunkt 1 um 11.30 – 13:00 Uhr vor dem Außenministerium, Minoritenplatz 1010 Wien
* EU-aus Treffpunkt 2 um 14:00 – 15:30 Uhr vor dem Parlament 1010 Wien (Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung)
http://www.euaustrittspartei.at/internes/termine/

Weiterleitung (wie fast immer) ausdrücklich erwünscht.

Joe Kreissl – Freeman Austria



und weitere Beiträge auf Youtube und auf Facebook

http://www.botschafterdeslichts.com

Basidemokratische Informationen zum freien Download!

Projekt Herz http://www.projekt-herz.com

Jean Ziegler: Unsere Zivilgesellschaft braucht euch junge Aktivisten

http://www.vol.at/%E2%80%9Eunsere-zivilgesellschaft-braucht-euch-junge-aktivisten%E2%80%9C/3371302

30. September 2012 08:04; Akt.: 30.09.2012 09:21

„Unsere Zivilgesellschaft braucht euch junge Aktivisten“

von Wann&WoSchwarzach – „Die massenmordende Finanzoligarchie, die Spekulationshaie und Bankenhalunken, korrupte Politik und die bestechlichen Banditen in ihren Präsidentenpalästen im Süden, die alles beherrschenden Großkonzerne wie Monsanto und Cargill – sie sind die Verbrecher, die aus purer Profitgier den Planeten zerstören und Leichenberge auftürmen!“ Wir trafen unseren Freund Jean Ziegler bei den Medientagen in Wien: „Auch wir kommen dran und werden ins Elend gestürzt! Leisten wir Widerstand!“

WANN & WO: Du beschreibst in deinem neuen Buch „Wir lassen sie verhungern …“ (Bertelsmann) die komplexen Mechanismen, die töten: etwa die Exportsubventionen der EU (wie billigste deutsche Schweinefüße aus Massentierhaltung auf afrikanischen Landmärkten, die lokale Kleinbauern ruinieren), das Agrardumping und den durch die Weltbank legitimierten Landraub im großen Stil in der südlichen Hemisphäre sowie die Spekulation auf Nahrungsmittel, die die Preise explosionsartig in die Höhe treibt und den Welthunger dramatisch verstärkt. Wie wird uns die Verelendung treffen?

Jean Ziegler: Das Einzige, was uns derzeit noch von diesen Opfern trennt, ist der Zufall der Geburt. Aber auch unsere Zivilgesellschaften werden von diesen Verbrechern ins Elend gestürzt. In Spanien sind heute weit mehr als zwei Millionen Kinder permanent unterernährt aufgrund der Sparpolitik Sparpolitik der aktuellen Regierung. Am schlimmsten ist die Situation in absoluten Zahlen gesehen in Asien, den höchsten Anteil an Hungernden in der Bevölkerung gibt es aber nach wie vor in Afrika. Auch die Kommissare in Brüssel fabrizieren den Hunger. Der Landraub an afrikanischen Bauern, deren Grund und Boden an sogenannte ausländische „Investoren“ (wie etwa an den saudischen Multimilliardär Mohamed Al-Amoudi – hunderttausende Hektar zur Gewinnung von Bioethanol für 90 Cent pro Hektar in Äthiopien) verschachert wird, treibt die Landbevölkerung in die Slums der großen Städte und einige an die europäischen Außengrenzen, wo die hoffnungslosen und ausgezehrten Menschen mit militärischen Mitteln abgewiesen werden. Die EU-Politiker sind Heuchler wenn sie argumentieren, dass die afrikanische Landwirtschaft mit ausländischen Investoren produktiver betrieben wird. Konzerne beuten Land und Leute gnadenlos aus und vernichten die Umwelt und die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Agrar-Exportsubventionen der Industrienationen macht es den lokalen Bauern unmöglich, auf dem Markt zu bestehen, weil sie gegen die künstlich niedrig gehaltenen Preise keine Chance haben. Und der Grund weshalb die Landwirtschaft in Entwicklungsländern nicht modernisiert werden kann, ist die gesteuerte Überschuldung der betroffenen Staaten, die keinerlei Spielraum für Investitionen lässt – für Investitionen in die regionale Landwirtschaft, NICHT in Landraub! Alles was in diesen ärmsten Ländern produziert wird, wird zur Schuldentilgung, zur Tilgung der Zinsen und Zinseszinsen eingesetzt – die Menschen verhungern. Dazu kommt noch die Käuflichkeit der korrupten Führungsriegen im Süden, die es auf die Reichtümer abgesehen haben, die ihnen von den Konzernen versprochen werden. Sie verschachern skrupellos wertvolle Natur und ihre eigenen Völker zu einem Spottpreis.

WANN & WO: Inzwischen ist wirklich allen in Zusammenhängen denkenden Menschen klar, dass die herrschende strukturelle Gewalt, diese mordende Weltwirtschaftsordnung, die Katastrophe der entfesselten Finanzmärkte, in sich zusammenbrechen müssen – allerdings tragischerweise in einem Meer von Blut von Milliarden völlig unschuldiger Opfer bzw. Verlierern des Systems. Die Politik scheint blind und taub zu sein – meist weil sie in dieses unselige Treiben verwickelt ist. Was lässt dich dennoch unermüdlich für Freiheit, Unabhängigkeit, Gerechtigkeit kämpfen?

Jean Ziegler: Es ist dieselbe Motivation, die auch Miro und dich antreibt. Wir haben das schreckliche Sterben gesehen, die Kinder, die elend zugrunde gehen und qualvoll verhungern. Als mitfühlender Mensch mit auch nur einem Funken Gerechtigkeitssinn, kann man gar nicht anders, als den Kampf aufzunehmen und Aktivist zu werden. Und das kann jeder Einzelne von uns. Gott hat keine anderen Hände als die unseren. Wenn wir nichts tun, dann tut es niemand. Die politischen Parteien sind keine Hoffnung. Das neue historische Objekt, die Zivilgesellschaft – sie ist die Hoffnung! Der Aufstand des Gewissens hat bereits begonnen. In den Zivilgesellschaften zirkuliert der Wille zur Freiheit. Die Menschen wollen nicht länger in einer Finanzdiktatur leben, die unsägliches Elend und Berge von Leichen produziert. Ich bin ein Marxist und weiß, dass wir selbst diese kannibalische Weltordnung ändern müssen, sonst macht es keiner. Aufgeklärte, interessierte und aktive Menschen können und werden die ekelhaften Machenschaften der Großkonzerne am globalen Lebensmittelmarkt (Agrotreibstoffe, Genmanipulation, Pestizidverseuchung, Lebenmittelverfütterung an die Fleischindustrie, Tierqual in Massentierhaltung, nachhaltige Zerstörung der Umwelt, Trinkwasserverbrauch und –vergiftung u.v.a.) etwa durch ihr bewusstes Konsumverhalten zu Fall bringen. Es gibt Greenpeace, www. attac.at und viele andere Bewegungen, die Gemeinwohlökonomie vorantreiben. In einer Demokratie gibt es keine Ohnmacht. Das Volk, die Wähler, müssen den Finanzminister zwingen, beim nächsten Treffen der Weltbank für eine Totalentschuldung der ärmsten Länder zu stimmen, der Landwirtschaftsminister muss für ein sofortiges Ende des Dumpings sorgen und das Parlament zur Eliminierung des Börsengesetzes gezwungen werden.

WANN & WO: Hilfsaktionen in Zusammenarbeit mit diversen NGOs sind absolut wichtig und notwendig, doch leider nur Symptombehandlung und ein Tropfen auf den heißen Stein. Etwa der engagierte Rot-Kreuz-Einsatz von Ärzte-Teams, die in 12-Stunden-Schichten Noma-Kinder in Burkina Faso operierten – eine grausame, entstellende, tödliche Infektionskrankheit, die es gar nicht geben dürfte. Sie hat ihren Ursprung in der Mangelernährung und der daraus resultierenden Immunschwäche. Es müssen die Ursachen des Desasters bekämpft werden. Welche Verpflichtung haben hier die Medien?

Jean Ziegler: Aufzudecken, aufzuklären, positive und faire Alternativen aufzuzeigen, den Zivilgesellschaften im Sinne der Menschenrechte nützlich zu sein – so wie ihr das macht. Ich bewundere was ihr tut. Dazu muss man mutiger Visionär sein. Es nützt nichts zu schreiben „Hungersnot durch Dürre am Horn von Afrika“. Das ist Desinformation, das ist kein Journalismus. Ein wahrer Journalist muss genau hinschauen, Zusammenhänge erkennen wollen, das setzt echtes Interesse voraus und den Wunsch nach Veränderung, die Utopie – sie bezeichnet, was in unserem Leben fehlt. Sie umfasst die einklagbare Gerechtigkeit. Der Journalist – der Intellektuelle überhaupt – muss seinen Tagtraum verfolgen mit seinem Willen zur Gerechtigkeit. Er muss Bewusstsein schaffen, Zusammenhänge und Lösungen aufzeigen. Es gibt heute keinen objektiven Mangel – dank Technologie haben wir eine Produktivität, die 12 Milliarden Menschen ernähren kann – jetzt und heute! Der Welthunger ist struktureller Massenmord und organisiertes Verbrechen. Euch ist das eine Schlagzeile wert! Eure LeserInnen erkennen vieles und entwickeln ebenfalls den Mut zur Veränderung. Der Philosoph Edmund Burke schrieb: „Alles was es braucht, um das Böse triumphieren zu lassen, ist das Schweigen der guten Menschen.“ Die Presse muss das Schweigen brechen. Nehmt die Weltbanktheorie auseinander. Verschuldung, Abhängigkeit, Zinsen und Zinseszinsen führen ins Elend und zum Tod. Wer in seinem Bericht zu hohe Lebensmittelpreise auf eine Dürre zurückführt und die Spekulation auf dem Lebensmittelmarkt verschweigt, der spielt die wahre Dramatik herunter und desinformiert! Es ist ein Wunder, dass es die Pressefreiheit noch gibt angesichts der Macht einzelner Oligarchien, denn viele große Presseorgane gehören den Herren der kapitalistischen Weltordnung. So gehört die französische Zeitung „Figaro“ dem Kriegsflugzeughersteller Dessault und die „Libération“ der Bank Rothschild. Unabhängige, verantwortungsbewusste Journalisten schauen sich den Zustand unseres Planeten genau an und tragen zur positiven Veränderung bei. Ich glaube daran.

WANN & WO: Verleger Hans-Jörgen Manstein (Horizont, Bestseller, u.a.) erklärte, dass Journalismus heute längst Mut und Visionen verloren hat, wenn meist branchenfremde Verlags-Manager nur noch von Profitmaximierung, von Produkten als Marketinginstrumenten, von Zielgruppenabdeckung und Content sprechen und Redakteure in Abhängigkeit zu Zweckschreiberlingen degradieren.

Jean Ziegler: Ja, das hat er richtig gesagt. Vorhin meinte eine junge Wirtschaftsjournalistin mir gegenüber, das Thema Hunger sei keine Headline, das interessiere die Leute nicht, sei also keine „Story“ mit der man LeserInnen lukrieren könne. Das genaue Gegenteil ist der Fall und ihr seid das beste Beispiel dafür. Chefredakteure und freie, unabhängige Journalisten müssen sich ihrer Verantwortung wieder bewusst werden und Ethik und Werte über ihre Inhalte vermitteln. Die LeserInnen wollen verändern, sie werden sich der Dinge, die da passieren, bewusst, sie helfen und spenden, stehen für etwas ein, sie treten den Vereinen gegen Tierfabriken, attac oder Greenpeace bei – das sind ganz klar die Themen, die bewegen – neben allem Infotainment. Eure engagierte Arbeit liefert den Beweis dafür.

WANN & WO: Wir alle sollten uns zum Motto machen: „Nicht auf Kosten anderer!“ Danke für die Zeit.

Jean Ziegler: Ich danke. Wir bleiben in Verbindung. Alles Gute.

Verena und Miro Daum-Kuzmanovic haben Jean Ziegler in Wien getroffen.