Snowden – Dr. h.c.? – Sheldrake-Vortrag – Kalkverbot – 4 Identitäten

http://www.neues-deutschland.de/artikel/921586.dr-h-c-edward-snowden.html

on Velten Schäfer
22.01.2014
Inland
Dr. h.c. Edward Snowden?
Rostocks Uni will den NSA-Aufklärer ehren – und legt hohe Maßstäbe an sich selbst an
Wer Snowden ehren will, muss kritischen Debatten gegenüber offen sein – mahnen der Politologe Claus Leggewie und der Parlamentarier Hans-Christian Ströbele in Richtung Rostocker Universität.
Die Zeitungen sind voll, der NDR berichtete per Livestream, bei der Diskussion am Montagabend platze der Hörsaal aus den Nähten. Bereits mit ihrem lauten Nachdenken über die Verleihung einer Ehrendoktorwürde an den NSA-Aufklärer Edward Snowden hat die Rostocker Universität einen bundesweit beachteten PR-Coup gelandet. Sollte man sich dazu tatsächlich durchringen, könnte sich die Uni eine Art Markenzeichen zulegen: ein Haus des Einstehens für die Freiheit, gegen Überwachung und Meinungsunterdrückung. Schließlich befindet sich, wie die Rostocker Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer kürzlich in dem Zusammenhang unterstrich, die Philosophische Fakultät der Universität in einem ehemaligen »Stasigebäude«.
Auf der Podiumsdiskussion am Montag sowie in der Lokalpresse drehte sich die Debatte vor allem darum, ob denn Snowden einer Rostocker Ehrendoktorwürde würdig sei. Die Universität hat zu dieser Frage prominente Gutachter von außen gewinnen können – große, teils gar international bekannte Namen wie Noam Chomsky, Ulrich Beck, Claus Leggewie, Micha Brumlik sowie als nicht-akademischen Unterstützer den Grünenabgeordneten Hans-Christian Ströbele. Im April wird aller Voraussicht nach ein Ehrenpromotionsverfahren eröffnet.
Kaum öffentlich zur Sprache kommt bisher indes die Gegenfrage – die nämlich, ob umgekehrt die Rostocker Uni der richtige Ort für eine Ehrung des »Whistleblowers« wäre. Zumindest die linke Studierendeninitiative »Kritische Uni« ist nicht dieser Meinung. Sie wirft der Uni auf Flugblättern vor, in der Vergangenheit immer wieder kritische Veranstaltungen unterbunden zu haben.
Mit diesen Konflikten kenne er sich in Einzelnen nicht aus, sagt Wissenschaftler Claus Leggewie gegenüber »nd«. Doch müsse, wer sich mit einer Ehrung für Snowden hervortun wolle, selbst »natürlich auch Snowden-Inhalte leben« und »mit großer Offenheit und Transparenz auch einer sehr kritischen Uniöffentlichkeit« gegenübertreten. Ganz ähnlich reagiert Hans-Christian Ströbele auf »nd«-Nachfrage: »Eine kritische Befragung von wissenschaftlichen Inhalten – nicht nur bezüglich der agrarischen Gentechnik – muss an Universitäten immer möglich und willkommen sein.« Mit der Snowden-Initiative, so auch Ströbele, stelle die Universität durchaus auch an sich selbst hohe Anforderungen.
Bei den Vorwürfen der studentischen Kritiker geht es etwa um die Rostocker Posse um den kanadischen Gentechnik-Kritiker Percy Schmeiser. Der Landwirt, Träger des alternativen Nobelpreises, tritt im Rahmen von Vortragsreisen immer wieder auch an Unis auf. Nur ausgerechnet an der Rostocker Universität, die um die Agrobiotechnologie-Professorin Inge Broer einen Knotenpunkt der agrarischen Gentechnik beherbergt, war ein Schmeiser-Vortrag nicht möglich. Gleich zweimal – 2010 und 2012 – untersagte die Uni auch einen Auftritt des gentechnik-kritischen Autoren Jörg Bergstedt, der von der Grünen-Hochschulgruppe eingeladen worden war. Die Uni schrieb den Veranstaltern damals, absehbar nicht »ausgewogene« Veranstaltungen könne man im Hause nicht genehmigen. Die Bergstedt-Vorträge fanden dann in der Rostocker Heinrich-Böll-Stiftung statt – wie auch 2012 eine Veranstaltung mit dem schillernden Publizisten Justus Wertmüller, der politisch vor allem für eine uneingeschränkte Solidarität mit Israel eintritt.
Um einen vom AStA geförderten und der Hochschulgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft veranstalteten Wertmüller-Auftritt zu stoppen, rief man gar beim Landesamt für Verfassungsschutz an. Dort hält man Wertmüller, der für einen Großteil des tatsächlich linksradikalen Spektrums aufgrund seiner bedingungslosen außenpolitischen Parteinahme für Israel und teils auch für die USA ein rotes Tuch darstellt, für einen gefährlichen Extremisten. Auf eine diesbezügliche Landtagsanfrage der LINKEN und der Grünen hieß es unter anderem, die Hochschulgruppe sei kein offizieller Teil der Uni, weshalb die Wissenschaftsfreiheit hier nicht greife. Daraufhin beschwerte sich der mitveranstaltende AStA bitter über seine Missachtung.
Erst wenige Wochen alt ist der jüngste derartige Aufreger. Gegen die Autoren und Verbreiter eines Flugblattes, das sich mit vermeintlich oder tatsächlich rechten Geschichtsdozenten an der Universität befasste, erstattete man eine Strafanzeige.

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Der Wissenschaftswahn – Rupert Sheldrake
by Kulturstudio
Lässt sich die Welt rein mechanistisch erklären? Sehen wir uns selbst wirklich als genetisch programmierte Maschinen? Kommt das Bewusstsein tatsächlich aus dem Gehirn?

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Bewusstsein. Wieso? Wir leben in einer Zeit, in der die Menschheit zunehmend zu Getriebenen ihrer Umwelt werden. Getrieben von immer mehr Leistungsdruck, Existenzängsten, Zeitmangel und Vereinsamung. Sie sind sich dessen meist nicht bewusst, oder können einfach nicht umdenken. Aber wenn wir erkennen, dass unser Bewusstsein unsere Realität, also unser Leben, beeinflusst, dann können wir dies ändern. Viele Menschen haben sich bereits auf den Weg gemacht und wollen mehr über die Funktionsweise unseres Bewusstseins erfahren. Denn wenn wir diese verstehen, dann können wir unser Leben positiv beeinflussen und werden selbst Schöpfer unserer Realität.

Die Wissenschaft forscht mit Hochdruck daran, das Bewusstsein zu ergründen. ABER! Ja, hier müssen wir kritisch hinterfragen. Wie arbeitet unsere Wissenschaft? Wo sind ihre Grenzen? Baut die Wissenschaft ihre Erkenntnisse nicht vorwiegend auf Dogmen, also Glaubenssätze auf? Wird sie dadurch zu einer Art neuen Religion? Der britische Wissenschaftler, Rupert Sheldrake, wird sich bei unserer Reise mit diesem Thema auseinander setzen. Als scheinbar naive Kinderfragen formuliert er die Dogmen, und gibt diese an die Wissenschaft zurück. Er entlarvt die „selbstverständlichen“ Gewissheiten in all ihrer Unzulänglichkeit. Diese widersprechen zunehmend neuen und neuesten Erkenntnissen und Theorien der Wissenschaft selbst – die dennoch von ihrer materialistischen Basis noch immer nicht lassen will. Seit der Erschütterung durch die Quantentheorie mehren sich in Physik, Biologie, Medizin und Kosmologie eher die Rätsel als die Gewissheiten.

Sehr geehrter Herr Minister Andrä Rupprechter!

Als einfacher Bürger, der seinen „Ruhestand“ der Gesinnungsgemeinschaft „Gemeinnützigen Nahversorgung“ – http://www.nahversorgungs.net – widmet, wende ich mich hoffnungsvoll direkt an Sie als höchste Instanz, in dieser für die Allgemeinheit sehr wichtigen Anliegenheit:

Pestizidfreie Bio-Landwirtschaft sollte nach Meinung unserer Gesinnungsgemeinschaft von der Politik gefördert- zumindest aber nicht behindert werden.
Es kann doch nicht im Sinne einer verantwortungsbewussten Landwirtschaftspolitik sein, dass ein Bio-Landwirt gezwungen wird, Pestizide zur Krankheitsbekämpfung einzusetzen, nur weil es ein offenbar sinnwidriges „Kalkverbot“ zu geben scheint, das aussichtsreiche Möglichkeiten zur Gesund-Erhaltung der Pflanzen verhindert.
Das Regierungsprogramm und Ihre Aussagen anlässlich Ihres Amtsantrittes lassen die Hoffnung zu, dass sie weitestgehend unsere Gesinnung teilen. Ich möchte mich hier möglichst kurz halten und Sie ersuchen, folgende Links anzusehen:
http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/index.html
http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/grundsatz_diskussion.html
http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/politik.html

In der Hoffnung dass Sie unsere Initiativen würdigen und unterstützen werden, ersuche ich Sie darum, auf die entsprechenden Personen und Institutionen einzuwirken, sodass in der Angelegenheit „Branntkalkverbot im Bio-Landbau“ allgemeingültige Fortschritte über eine sachlich geführte Diskussion der betreffenden Entscheidungsträger erzielt werden können.
Leider werden unsere rein privaten Initiativen von den eigentlich zuständigen Institutionen ignoriert und vielfach keiner Antwort würdig befunden. Ein Beispiel dafür ist das Schreiben an FIBL-Österreich – siehe unten – das bisher ohne erkennbare Reaktion und ohne Antwort geblieben ist.

Diesen Schriftverkehr werde ich auf unserer Webseite zugänglich machen. Wir würden uns sehr über eine Antwort von Ihnen freuen.
Ich wünsche Ihnen persönlich viel Kraft, Ausdauer und Energie zur Bewältigung Ihres schwierigen Ministeramtes.
Mit freundlichem Gruß

Alois Kemmer, Pensionist und Initiator der „Gemeinnützigen Nahversorgung“
8082 Kirchbach 23b
Tel.: 0676 9645604

Interview

Von Michael Schmölzer

„Ich habe vier Identitäten“

  • Die ungarische Philosophin Ágnes Heller über Orbán, Adorno und die Theorie vom autoritären Charakter
  • „Premier verhält sich wie ein Diktator, trotzdem ist Ungarn keine Diktatur.“

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/602315_Ich-habe-vier-Identitaeten.html

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