Kategorie-Archiv: Bürgerbeteiligung

Zivilcourage-Kongress in Berlin im März 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Bundesnetzwerk!Zivilcourage lädt zum Kongress nach Berlin ein!

Bereits zum vierten Mal treffen sich im März 2017 engagierte Menschen aus vielen Teilbereichen der Zivilcourage. Das „Bundesnetzwerk!Zivilcourage“ nahm 2012 seinen Ursprung in Bremen, wurde in Heppenheim gegründet, in Bad Aibling konstituiert und wird in Berlin 2017 auf dem 4. “Courage!Congress” dem sozialen Mut und der Zivilcourage Struktur und eine Stimme verleihen.

Das Motto: BürgerMut statt BürgerWut

Die klassischen Themenbereiche der Zivilcourage werden in Workshops und Diskussionsforen ebenso behandelt wie die Teilaspekte Mobbing, gewaltfreie Kommunikation oder Rechtsextremismus. Doch insbesondere der gesellschaftliche Wandel und die Rolle der Zivilcourage stehen bei dem bundesweiten Netzwerktreffen im Fokus.

Dabei treffen Fachleute auf Haupt- und Ehrenamtliche, um den Austausch und den Wissenstransfer zu optimieren und die vielen unterschiedlichen Bereiche der bundesdeutschen Gesellschaft zu erreichen, die von den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sind. Ob Schulen oder Betriebe, ob die Wirtschaft oder die Behörden, ob der Privatbereich oder das Vereinsleben.

Das Engagement für Zivilcourage ist zumeist ein Ehrenamt. Es ist angesiedelt in Flüchtlingsunterkünften, Jugendzentren, Stadtteilschulen, Kindergärten, Sportvereinen oder direkt auf der Straße. Die Aktiven, die mit zunehmender Gewaltbereitschaft und Entsolidarisierung der Gesellschaft täglich in ihrer Arbeit konfrontiert werden, sehen sich zunehmend Angriffen ausgesetzt, die ihr Engagement in Frage stellen. An diesen Nahtstellen des bundesdeutschen Alltags treffen oftmals BürgerMut und BürgerWut aufeinander.

Das „Bundesnetzwerk!Zivilcourage“ versteht sich als gestaltende Stimme im gesellschaftlichen und politischen Prozess einer friedlichen Gesellschaft, geprägt von gegenseitigem Respekt, Vernunft, Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und sozialem Mut, mit einer klaren Haltung gegen Rassismus, Ausgrenzung und Unterdrückung.

Der 4. Bundeskongress für Zivilcourage findet vom 24. – 25. März 2017 in der Berliner Stadtmission statt. Eingeladen sind zahlreiche Aktive aus Vereinen, Verbänden, Behörden, Firmen und anderen Organisationen.
Termin: Freitag, 24. März – Samstag, 25. März 2017
Anmeldungen unter: http://www.bundesnetzwerk-zivilcourage.de

Mit freundlichem Gruß
Vaja Marcone
Giuseppe Marcone Stiftung
Eichkampstr. 150
14055 Berlin
Telefon: 015738816632
Web: http://www.giuseppemarcone.de

Website: http://bundesnetzwerk-zivilcourage.de

E-Mail : giuseppemarconestiftung [at] gmx.de

FÜR DEN FRIEDEN PILGERN IM MAI 2017

http://www.friedensweg.org/

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Chancen sollte man nutzen – EU-Begehren in Österreichs Gemeinden 24.6. – 1.7.2015

Hier die Weitergabe eines Rundschreibens zum Thema. Der Absender ist uns persönlich bekannt!

Liebe Freunde und Bekannte

Welche Freude – es gibt etwas zu tun. Uns zur Gemeinde bewegen und eine Volksabstimmung über die EU verlangen. Es ist überfällig und wir sollten diese Chance nützen.
Wir alle spüren,daß wir einseitig informiert werden und daß mit dem Wirtschafts-und Finanzsystem der EU etwas ganz und gar nicht stimmt.

Es gibt genug Informationen auf YOUTUBE. Hier ein paar Links und verschiedene Namen, von wie ich glaube guten und ernstzunehmenden Leuten.

Also : Bequemlichkeit überwinden und auf zur Gemeinde oder zum Magistrat!! Wenn wir schon einmal gefragt werden. .Jede Stimme zählt, als Ausdruck der Basis und die soll gestärkt werden.

Ein paar YouTube Links zum Thema:

Inge Rauscher im Gespräch mit Dr. Michael Vogt https://www.youtube.com/watch?v=ofwdlVe17xY Ausgezeichnete aktuelle Info über die Aktion

Dr. Michael Vogt: „alle Macht geht vom Volke aus“ https://www.youtube.com/watch?v=GWJQDJCYkx8

Prof. Schachtschneider: Regieren uns EZB und ESM? https://www.youtube.com/watch?v=wDY6riTj920

Die Dokumentation Macht ohne Kontrolle – Die Troika : https://www.youtube.com/watch?v=2zzMWcadFE4

Vorträge die man mit Namen auf You Tube aufrufen kann – s e h r zu empfehlen:

Prof. Dr. Daniele Ganser – Schweizer Historiker und Friedensforscher über verdeckte Kriegsführungen – Zusammenhänge mit Erdöl etc.
Prof, Dr. Schachtschneider Verfassungsjurist wichtig jetzt die EU Rechte betreffend
Prof. Franz Hörmann Prof. Wirtschaftsuniversität Wien
Gerhard Wisnewski Investigativer freier Journalist – viele Bücher
Andreas von Retyi Ebenfalls investigativer Journalist – Bücher
Andreas von Bülow Politiker der Klartext spricht
Dirk Müller „Mr.DAX“ im deutschen Fernsehen
Mark Friedrich-Mathias Weik „Der größte Raubzug der Geschichte“
Prof.Dr.Dr. Wolfgang Berger
Prof. Dr. Gerald Hüther Gehirnforscher – Vorträge – Bücher z.b. „Kommunale Intelligenz“ u.v.a.,

YOU TUBE TV Stationen:
Alpenparlament Dr. Michael Vogt
Querdenken Dr. Michael Vogt
Wissensmanufaktur Andreas Popp (Finanz und Wirtschaft)
KenFM Ken Jebsen

Ich hoffe dass sich genug von uns aufraffen und die Zeit für eine Unterschrift investieren.
Liebe Grüße G.

Noam Chomsky – Die Demokratie wird zerschreddert

http://www.fr-online.de/kultur/anarchist-noam-chomsky–die-demokratie-wird-zerschreddert-,1472786,25979624.html

Anarchist Noam Chomsky „Die Demokratie wird zerschreddert“
Von Michael Hesse

Fortschritt ist das Resultat öffentlichen Engagements, sagt Noam Chomsky.

Foto: Reuters
„Jeder sollte ein Anarchist sein“: Ein Gespräch mit dem Linguisten Noam Chomsky über die Krise des Neoliberalismus, die kriminelle Energie in den Banken und die unterschiedlichen Lesarten seiner Sprachtheorie.

Noam Chomsky
Noam Chomsky, Jahrgang 1928, machte sich in den 60er Jahren als Sprachforscher einen Namen. Neben seiner weltweit diskutierten Arbeit als Wissenschaftler tritt er seitdem als einer der prominentesten Kritiker der amerikanischen Innen- und Außenpolitik auf. In den letzten Jahren engagierte er sich als Gegner des Neoliberalismus für eine gerechte Weltordnung.
Herr Chomsky, Ihre Theorie der Ur-Grammatik hat Sie berühmt gemacht, heute werden Sie vor allem als politischer Kritiker wahrgenommen. Was ist Ihnen wichtiger?
Beide sind mir gleich wichtig, sie gehen parallel.
Was denken Sie über die gegenwärtige politische und Wirtschaftskrise?
Die Krisen in Europa und den USA sind sehr ernst zu nehmen. Es ist jedoch nicht das größte Problem, das je die menschliche Spezies heimgesucht hat. Auch wenn es einzelne Menschen sehr hart trifft: Was viel größere Sorgen bereitet und die Menschheit im ganzen stärker betrifft, ist die Klimakatastrophe. Sie hat viel größere Bedeutung für die Menschen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich mehr als eine Milliarde Menschen rund um die Erde in Folge der Klimaerwärmung auf Wanderung begeben, ist dies deutlich wichtiger als die derzeitige Wirtschaftskrise.
Wie verändert man die Welt?
Es gibt keine Zaubertricks. All der Fortschritt, der zweifellos gemacht wurde, ist das Resultat eines öffentlichen Engagements von Bürgern und dem politischen Aktivismus für einen Wechsel. Man muss sich nur das letzte halbe Jahrhundert ansehen. Es gab Fortschritte. Wir leben nun in größerer Freiheit als jemals zuvor. Die Frauenrechte haben enorm zugenommen in einem der freiesten Ländern, den USA. Wenn wir einen Blick in die Geschichte werfen, sehen wir, dass die Frauen im Common Law Großbritanniens noch als Eigentum ihrer Väter betrachtet wurden. Der Vater hatte über sein Eigentum zu entscheiden, wen die Frau zu heiraten hätte. Noch 1975 sah es für Frauen in der amerikanischen Gesetzgebung schlecht aus. Das ist gar nicht so lange her. Nun sind die Frauen auch in den USA gleichberechtigt. Die Hälfte der Studierenden an den Universitäten sind Frauen.
Und es gab Rückschritte.
Die Etablierung großer Wohlfahrtsstaaten waren eine der größten Errungenschaften Europas. Dann wurde Hand an sie gelegt. Ich erinnere mich an ein Interview von Mario Draghi, der in die Kameras sagte: „Der Wohlfahrtsstaat ist tot.“ Er sagte nicht, ob er dies wünsche oder nicht, sondern nur, dass es so ist. Das ist ein Einschnitt. Es ist in der Tat so, dass einige Wirtschaftsmacher die zivilisatorischen Errungenschaften Europas unterlaufen. Dasselbe gilt für Amerika.
Sie sprechen vom Zeitalter des Neoliberalismus.
Das, was seit 30, 40 Jahren hier passiert im Namen des sogenannten Neoliberalismus hat eine extrem schädliche Wirkung auf die Vereinigten Staaten gehabt, wie überall, wo diese Prinzipien angewandt wurden. Die Ungleichheit in den USA hat den höchsten Stand in der Geschichte dieses Staates erreicht. Ein paar hundert Leute sind reicher als die ärmsten 100 Millionen Amerikaner, einmal abgesehen von der Konzentration der politischen Macht. Die USA sind in Bezug auf soziale Gerechtigkeit ganz unten unter den OECD-Staaten. Das alles ist ein sehr ernstzunehmender Rückschritt.
Heute stehen alle ratlos da. Weder Liberalismus noch Keynesianismus haben Antworten auf die Krise.
Das stimmt nicht. Die Krise von 2007/2008 war das Resultat eines kriminellen Verhaltens der Großbanken. Das gilt für die USA, für Spanien und andere Schauplätze. Es ist eine Krise des Neoliberalismus. Das Prinzip der Deregulierung, der Sicherungspakete für die Banken, die angeblich too big to fail sind, das alles führte in ein Desaster. In den 50er und 60er Jahren lief es gut, weil die Strukturen des New Deal griffen und die Banken taten, was sie zu tun haben. Doch seit den 80ern ist die Deregulierung fortgeschritten, haben Investmentbanken das traditionelle Bankgeschäft in den Hintergrund gedrängt. Das alles führte in die Krise. Und wenn wir nichts dagegen tun, wird die nächste Krise auf uns warten.
Also hilft doch Keynes?
Wir können diese Probleme mit Hilfe der keynesianischen Methoden lösen. Was wir aber zurzeit hier debattieren, ist, wie wir das Schuldendefizit reduzieren. Darum kümmert sich die politische Klasse. Der einzige Grund hierfür ist, dass die Finanzmärkte sich auf die Defizite konzentrieren. Ihr politischer Einfluss ist so riesig, dass die politische Klasse sich mit ihren Vorgaben befasst und sich auf die Staatsausgaben konzentriert. Defizit ist eine gute Sache in einer Phase der Rezession, es sorgt für eine Stimulierung der Nachfrage. Wenn keine Nachfrage im Markt vorhanden ist, gibt es die Möglichkeit, dass die Regierung sie stimuliert. Aber das ist nicht das, was die Finanzmärkte wollen. Es ist aber das, was die Bevölkerung will. Sie will Arbeit, das Hauptproblem ist die Arbeitslosigkeit und nicht das Defizit. Die Demokratie wird auf diesem Weg zerschreddert.
Sie bezeichnen sich als Anarchist. Wie hilft die Anarchie da weiter?
Anarchismus ist ein sehr breiter Begriff. Es besitzt einen Kern von Grundsätzen mit zeitlosen Werten, die Menschen zum Handeln anleiten sollen. Diese Grundsätze wurden in der Aufklärung reformuliert, wo sie ihre Blütezeit erlebten. Im Grunde haben sie aber tiefer liegende Wurzeln.
Was zeichnet einen Anarchisten aus?
Anarchisten entdecken zum Beispiel nicht legitimierte Machtstrukturen, sie verlangen, dass Macht stets gerechtfertigt wird. Ist das nicht der Fall, arbeitet ein Anarchist an der Überwindung dieses Zustandes. Der Anarchismus ist manifest in dem Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, von dem ich gesprochen habe.
Dann sollte jeder Anarchist sein?
Ja, jeder sollte ein Anarchist sein und immer dann, wenn er eine illegitime Macht erkennt, bekämpft und zerstört, ist er ein Anarchist. In diesem Sinne sind die meisten Menschen Anarchisten.
„England und Frankreich müssen ihre Kolonien entschädigen“
Welche Frage der Gerechtigkeit ist es wert, nicht vernachlässigt zu werden?
Die anglophonen Länder stehen als reiche und mächtige Staaten wegen der destruktiven Rolle, die sie in der Welt gespielt haben, besonders in der Verantwortung. Sie müssten, wie auch andere reiche Länder, eine Menge an Reparationen an die Länder zahlen, die sie unterdrückt, vernichtet, ausgebeutet und erpresst haben, um ihren eigenen Wohlstand zu mehren.

Welche Staaten haben Sie da vor Augen?
Frankreich, das 20 Prozent seines Wohlstandes aus der Ausbeutung seiner reichsten Kolonie, Haiti, erwirtschaftete, bis die USA diesen Job zu Ende führten und Haiti übernahmen. Hierfür müssten beide, die USA und Frankreich, noch heute Haiti eine große Summe an Reparationen zahlen. Oder Großbritannien, das Indien zu einer Zeit unterwarf und kolonisierte, als Indien zu den hochentwickeltsten Ländern der Welt zählte. Indiens Produktion war in der Textilindustrie oder der Stahlindustrie der britischen weit überlegen, so dass die Briten die indischen Produkte mit einem hohen Zoll belegten, um die eigene Wirtschaft zu schützen. Gleiches gilt für Bangladesch, das zu den reichsten Gebieten der Welt zählte, bevor die Briten ankamen. England sollte die Länder entschädigen für das Unheil, das sie angerichtet haben. Das sind die bedeutenden Fragen, wenn es um Reparationen und Gerechtigkeit geht.

Ihren Ruhm haben Sie mit Ihrer Sprachtheorie erlangt. Gibt es noch viele Anhänger Ihrer Theorie, dass alle Sprachen in einer Ur-Grammatik ähnlich sind?
Ja, es gibt immer noch viele, die im Rahmen der Theorie arbeiten. Aber ich will sie nicht als meine Theorie bezeichnen. Es geht hier schließlich um Wissenschaft und nicht um eine Religion! Die Theorie ist vielmehr eine Art Rahmen, in dem viele Wissenschaftler ihre Ideen einfließen lassen und dieses Gewebe weiterentwickeln. Es ist viel mehr ihre als meine Theorie. Jeder, der an einer Grammatik arbeiten will, ist Teil dieser Gemeinschaft. Es gibt Neuerungen, Ergänzungen und Verbesserungen. Es geht darum, Eigenschaften und Strukturen der Generativen Grammatik zu finden, und Menschen betreiben das nun einmal in unterschiedlicher Weise.

Einer Ihrer Schüler, Daniel Everett, hat Jahre am Amazonas verbracht. Er ging als Missionar dorthin. Doch dabei hat er nicht nur seinen Glauben verloren, sondern auch eine neue Sicht auf die Sprache gewonnen. Er studierte das Volk der Pirahas am Amazonas und stellte fest, dass ihre Sprache keine Vergangenheit, keine Farbwörter, keine Nebensätze kennt. Das dürfte doch nicht der Fall sein, wenn Ihre Theorie einer Ur-Grammatik richtig wäre.
Es gibt unterschiedliche Meinungen über die Schlüsse aus seinen Beobachtungen. Es gibt eine große Studie seines Lehrers, Kenneth L. Hale, eines großen Linguisten, der 2001 starb. Auf ihn geht die Theorie des „cultural gap“ zurück. Hale beschäftigte sich vor allem mit den australischen Sprachen wie auch den Einheimischen-Sprachen in Amerika oder Afrika. Er stellte heraus, dass viele Sprachen große kulturelle Unterschiede aufweisen. So haben zum Beispiel viele keine Zahlwörter, etwa für die Zahl „4“. Aber er stellt sich heraus, dass die Menschen in solchen Sprachen dennoch keine Probleme mit Zahlen haben. Sie können sich dennoch problemlos in einer Markt-Gesellschaft bewegen.

Dank einer Ur-Grammatik, die Sie in Ihrer Theorie vertreten?
Auch wenn sie keine eigenen Zahlbegriffe kennen, können sie die Hand für fünf hochhalten oder beide Hände für zehn, es gibt noch viele andere Weisen. Das ist kein Problem. Das gleiche gilt für Farbwörter. Viele Sprachen haben nur begrenzte Namen für Farben, manche kennen nur schwarz und weiß. Aber dieselben Menschen beziehen sich zum Beispiel auf die Farbe rot, indem sie etwa „Blut“ sagen. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun.

Das Problem sind aber doch die Nebensätze? Durch Nebensätze übersetzt eine Sprache rekursive Gedanken in Grammatik. Rekursive Gedanken sind einzelne Gedanken, die als untergeordnete Teile zum Bau komplexer Ideen dienen. Wenn aber die Pirahã keine Nebensätze bilden, dann kann Rekursion nicht Quell der Einzigartigkeit menschlicher Sprache sein. Sie wäre nicht Teil einer universalen Grammatik. Was dann?
Kenneth Hale machte schon damals darauf aufmerksam, dass es sehr gewöhnlich für Sprachen sei, keine Nebensätze zu haben. Er war ein ernstzunehmender Linguist. Sprachen nehmen unterschiedliche Wege, um Strukturen in sich einzugliedern. Das heutige Standardenglisch lässt sich nicht einfach in das Mittelenglisch eingliedern. Die Vorrichtung war da. Aber diese ganzen Fragen wurden doch schon vor vierzig Jahren umfassend diskutiert. Es gibt viele Forscher, die sich mit den Amazonas-Sprachen beschäftigen, ohne das besonders herauszustellen.

In welchem Zusammenhang stehen Gehirn und Sprache?
Wir wissen nicht, wie das Gehirn von Menschen vor 100.000 Jahren ausgesehen hat. Wir haben keine Aufnahme davon, so wie wir es heute in der Hirnforschung gewohnt sind, Vorgänge zu visualisieren. Wir können viel besser unseren Wahrnehmungsapparat untersuchen, weil wir ihn mit denen anderer Organismen vergleichen können. Tiere, Katzen, Affen haben das gleiche Wahrnehmungssystem wie wir. Es gibt also eine vergleichbare Basis für solche Forschungen. Nur für die Erforschung der Sprache gibt es solche Vergleiche nicht. Kein anderer Organismus hat eine mit dem Menschen vergleichbare Sprache.

Es gibt also keine biologischen Erkenntnisse über die Ur-Grammatik?
Es gibt interessante Resultate. Etwa, dass es in den vergangenen 50.000 Jahren keine Evolution in Bezug auf die Sprachsysteme gegeben hat. Seitdem der Mensch Ostafrika verlassen hat, gibt es nichts Neues. Die einzelnen Stämme haben exakt dieselbe linguistische Struktur wie Kinder, die in Boston aufwachsen. Es mag vielleicht einige individuelle Unterschiede geben, jedoch keine gruppenspezifischen. Kinder aus der Vorzeit würden genauso Portugiesisch lernen wie meine Enkelkinder. Das zeigt uns, dass es in den vergangenen 50.000 Jahren keine Evolution der Sprachfähigkeiten gegeben hat. Wenn man sich die universale Grammatik ansieht, muss man feststellen, dass es die Genetik ist, die uns hier festlegt. Danach kann man versuchen herauszufinden, welche Art von System unter diesen gegebenen Bedingungen sich entwickelt haben könnte.

Interview: Michael Hesse

Eine Schmetterlingsbewegung – Finanzkollaps – Videos & Bücher

Neue MUZIKU-Eintragungen – ein Querschnitt:

Freeman-Philosophie weltweit

Finanzkollaps… überflüssige Konten sollten aufgelöst werden:
http://www.youtube.com/watch?v=ZWI9uYfScN8&feature=em-uploademail

Der Aufbau einer Schmetterlingsbewegung und wir sind mittendrin:

Der Aufbau einer Schmetterlingsbewegung und wir sind mittendrin! pdf

Gedankenanstoß kam von Andreas Popp, Wissenensmanufakur:
Quelle:  http://wirundjetzt.org/index.php/projekte

http://www.youtube.com/watch?v=sA68ccKALmc&feature=youtu.be

Occupy – absurdes Geldsystem – Alpenparlament-Interview http://www.youtube.com/watch?v=GR8OFkPNXfU

Fiat-Money: Wie Geld entsteht http://www.youtube.com/watch?v=vDyYe4iss4A


Franz Hörmann – Unterwegs in die geldlose Gesellschaft / 2. Kongress ‚Integral Leben‘ 2011
http://www.youtube.com/watch?v=Co39wlf9a2M&feature=youtube_gdata_player

Weitere YouTube-Beiträge mit Franz Hörmann:

Heini Staudinger – 5 Thesen für Mutige – Goldegg 2011
http://www.youtube.com/watch?v=h9PKlgOZpgc&feature=youtube_gdata_player

Banken in die Schranken –  Manfred Gotthalmseder am Top Info Forum 2
http://www.youtube.com/watch?v=P5CH4LU5tlA&feature=youtube_gdata_player

Free Speech Australia | Ex Perth Finance Broker seeks substantiation of a debthttp://freespeechaustralia.org/


http://www.die-grosse-volksverarsche.de/Die grosse Volksverarsche | Die Website zum Buch von Hannes Jaenicke

Ludwig Adamovich: Erinnerungen eines Nonkonformisten – Seifert Verlag
http://www.seifertverlag.at/de/programme/2011_herbst/detail_erinnerungen-eines-nonkonformisten.php

Das Gelbe Forum – Offener Brief an ZDF und ARD – betr. Monsantodemo weltweit
So schaut das Heft in die Hand nehmen aus, meint der Netzwerker, der uns diesen Link zugeschickt hat…
http://www.dasgelbeforum.de.org/board_entry.php?id=285875

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/05/476789/zwei-millionen-gegen-monsanto-auch-in-deutschland-wurde-demonstriert/

 

Zwei Millionen gegen Monsanto: Auch in Deutschland wurde demonstriert

Deutsch Türkische Nachrichten  |  27.05.13, 09:44

Mehr als zwei Millionen Menschen haben an diesem Wochenende weltweit gegen Monsanto demonstriert. In Deutschland und Österreich versammelten sich in den meisten Städten einige hundert Leute.

In mehr als 45 Ländern gingen an diesem Wochenende weltweit mehr als zwei Millionen Menschen auf die Straße, um gegen Monsanto zu protestieren. Es sei Zeit die Macht über die Lebensmittel wieder von den Konzernen zurückzugewinnen, so das Motto der weltweiten „March Against Monsanto“-Aktion. Auch in sieben deutschen Städten fanden Veranstaltungen statt.

Die Teilnahme in den meisten deutschen Städten war überschaubar. Auch in Wien waren es etwa 500 Leute, die sich vor der Votivkirche zur Demonstration trafen.

Etwa 500 Menschen waren es in Berlin, die sich bei strömendem Regen gegen die Geschäftspraktiken von Monsanto positionierten. Teilnehmer Gunnar: „Wir wollen kein Gen-Food, wir wollen saubere Lebensmittel. Noch haben wir wenigstens die Möglichkeit, keine Monsanto-Sachen zu kaufen, aber wer weiß wie lange noch“.

Viele Teilnehmer betonten die Wichtigkeit, selbst aktiv zu werden. Zwei Pensionistinnen, die an einem gemeinschaftlichen Nachbarschaftsgarten in Brandenburg beteiligt sind: „Man sollte viel mehr eigenes Gemüse anbauen oder zumindest von lokalen Bauern kaufen. Ich will nicht dass alles gleich aussieht und gleich schmeckt.“

Die kanadische Aktivistin Heidi sprach über die Situation in ihrer Heimat: „In Nordamerika gibt es nicht mal eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel. Die Menschen in Europa müssen aufpassen, dass die Hersteller hier nicht genau so mächtig werden.“

Mehr auf DWN.

OPPT:

http://www.youtube.com/watch?v=Ejau9GxE3Kg

Neue Bewegung, neue Partei: die Mutbürger

MUTBÜRGERVERSAMMLUNG – START IN NIEDERÖSTERREICH FREITAG 23.11.2012

(MUTBÜRGER MIT FRANZ HÖRMANN UND HUMAN WAY ÖSTERREICH)

23.11.2012 – 2540 Bad Vöslau
Die Mutbürger laden zum Dialog ein Auftaktveranstaltung zu den Mutbürger-Aktivitäten in Niederösterreich

Begrüßung: Martina Hubenstorf, Unternehmerin aus Bad Vöslau
Wer sind die Mutbürger: Robert Moser, Pressesprecher Mutbürger


Bürger aus Niederösterreich berichten:
Johann Radinger (Gmünd) – Sylvester Hawle (St.Pölten) – Franz Stieger (Krems) – Werner Rydl (Baden)

Das Leitbild für Landentwicklung und Dorferneuerung. (http://www.landentwicklung.org/). Die Anwesenden stellen fest, inwieweit es erfüllt ist. (Bitte Lesebrille mitnehmen!)

Bürger entwickeln das Zukunftsprogramm für Niederösterreich: Ideensammlung und Dialog u.a. zu
o Wie ist eine ehrliche Politik zugestalten, damit die Bürger mehr mitwirken?
o Wie sollten Bildung, Gesundheit und Sicherheit gestaltet sein?
o Wie sollten wir mit Umwelt, Energie und Klimawandel umgehen?
o Wie schaffen wir eine sparsame Verwaltung und ein ausgeglichenes Budget?
o Wie kommen wir zu mehr Transparenz im Steuer-und Abgabenwesen?
o Welches Wirtschafts-und Finanzsystem sichert Arbeitsplätze?
o Wie sollte die Außenpolitik und die Beziehung zur EU gestaltet werden?

Die besten Köpfe: Jeder Bürger nennt Personen seines Vertrauens, von denen er im NÖ-Landtag bzw. im Nationalrat vertreten werden möchte.

Moderation: Isabella Heydarfadai, Frau der ersten Stunde bei den Mutbürgern Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl, bitte melden Sie sich bis 22.11.2012 auf

Wann: Freitag, 23. November 2012, um 19 Uhr, Einlass ab 18.30
Wo: Weingut Schlossberg, Waldandachtstraße 23, 2540 Bad Vöslau
Anfahrt: www.weingutschlossberg.at

Anmeldung:
Begrenzte Teilnehmerzahl. Um die Organisation zu erleichtern, melden Sie sich bitte unter http://www.mutbuergerpartei.at/veranstaltungen?task=individual_registration&event_id=1 an.

Die PDF zur Veranstaltung ist unter auffindbar: http://www.mutbuergerpartei.at/veranstaltungen

Eure Mutbürger
der Mutbürgerpartei Österreichs


Heini Staudinger, Podiumsdiskussion in Schrems

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1313303/Leitl-unterstuetzt-KreditRebellen?from=newsletter

Leitl unterstützt „Kredit-Rebellen“

15.11.2012 | 20:08 |  Von Eva Steindorfer (Die Presse)

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl schlägt sich auf die Seite von Schuhfabrikant Staudinger: Es benötige dort neue Finanzierungsformen, wo Banken an Grenzen stoßen.

[Wien] Vor drei Wochen sah Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die Welt noch anders: In einem Briefwechsel mit Volker Plass von der Grünen Wirtschaft, der der „Presse“ vorliegt, fand Leitl nur knappe Worte zur Causa Staudinger: „Heini Staudinger ist nur schlecht beraten. Wenn innovative, mutige Unternehmer Risikokapital bekommen wollen, dann kann man auch Wege gehen, die ohne Missachtung von Gesetzen funktionieren.“

Doch jetzt zeigt der Medienrummel um den Waldviertler Schuhproduzenten Wirkung: Am Donnerstag schlug Leitl andere Töne an. „Wir benötigen dringend dort neue Finanzierungsformen, wo Banken an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen. Crowdfunding muss auf eine solide rechtliche Basis gestellt werden“, sagte er zur „Presse“. Außerdem habe Leitl Staudinger nun zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um zu klären, wie man dessen Finanzierungsmodell über Privatkredite auf rechtliche Beine stellen könne. Ein Termin sei bereits vereinbart. „Wer weiß, vielleicht kommt bei dem Gespräch ja eine Innovation heraus, wie Crowdfunding in Zukunft aussehen könnte“, gibt sich Leitl zuversichtlich.

Expertenrunde ab Jänner

Ganz so schnell dürfte es nicht gehen. Aber die Dinge geraten ins Rollen. Die WKO-Interessenvertretung der Jungunternehmer ist dabei, eine Expertenrunde zusammenzustellen, die sich mit der Legalisierung von Crowdfunding auseinandersetzen soll. Offizieller Startschuss soll Anfang Jänner sein. Mit von der Partie sind neben Rechtsexperten und bekannten Privatinvestoren unter anderem Walter Rothensteiner, Generalsekretär des Raiffeisenverbandes, und Reinhard Willfort, der die erste Crowd Investing Plattform Österreichs geschaffen hat. Letzterer bestätigt die derzeit rechtlich prekäre Gesetzeslage. Dabei sei der Bedarf sehr groß: „Nach meiner Schätzung gibt es in Österreich rund 300.000 Unternehmen, die an einer Finanzierung über Crowdfunding interessiert wären.“
Crowdfunding sei aber nicht gleich Crowdfunding.

Rechtlich unkompliziert sei das „reward based“ Crowdfunding. Dabei handle es sich eigentlich um Spenden, die mit kleinen Aufmerksamkeiten abgegolten würden. Etwa wenn jemand die CD eines Musikers mitfinanziere und diese dafür gratis downloaden könne. Kritisch werde es hingegen bei Mikrokrediten. „Da sind wir dann sofort im Bankwesengesetz drinnen.“

Willforts Lösung für dieses Dilemma nennt sich „Equity Based Crowdfunding“. Dabei sind die Geldgeber in Form einer stillen Beteiligung am Unternehmen beteiligt. „Der Vorteil an dieser Form der Beteiligung ist, dass die Geldgeber kein Stimmrecht haben. Das macht sie für Unternehmer spannender als Business Angels, die ein Mitbestimmungsrecht für sich beanspruchen.“ Willfort verrechnet für sein Service ein Vermittlungshonorar. Die Palette der Anfragen sei divers. „Das geht vom Bäcker bis zur IT-Firma.“

Weniger Auflagen bei Anleihen

Volker Plass von der Grünen Wirtschaft, der in der Causa Staudinger als Vermittler agiert hat, ist der Meinung, dass Crowdfunding nicht zu einem weiteren Finanzprodukt werden sollte: „Kleinkredite sollten direkt zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer stattfinden und in der Region bleiben.“ Gewisse Transparenzpflichten müssten erfüllt werden, legale Optionen dürften aber nicht „hochbüroktarisch und geldfressend“ sein.
Er fordert etwa eine Anhebung der Grenze bei Unternehmensanleihen, ab der ein teurer Kapitalmarkt-Prospekt verpflichtend ist (derzeit 100.000 Euro). Außerdem sei eine Obergrenze pro Darlehensgeber sinnvoll und eine Maximalsumme, bis zu der ein Unternehmer Darlehen aufnehmen könne. Diese müsse unter den drei Mio. Euro liegen, die Heini Staudinger entgegengenommen hat. Dieser machte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Schrems weiter Stimmung für sein Kreditmodell.


http://www.youtube.com/watch?v=ZzeERjnBgMs&feature=em-uploademail
 

http://www.okitalk.com/archiv.php

Podiumsdiskussion WIR SIND DAS VOLK

Heini Staudinger im Gespräch mit Betroffenen, Engagierten, Unternehmern & Politikern

Am 14. November ab 19:30 Uhr bei GEA Waldviertler Werkstätten in Schrems
(Niederschremserstraße 4b, 3943 Schrems)

Der Konflikt Waldviertel/GEA mit der FMA (Finanzmarktaufsicht) ist zwar der Anlass für diesen Diskussionsabend, aber nicht das Ziel.

Denn Es geht nicht um Heini, um GEA, die FMA oder die Waldviertler.
Es geht um unsere Klein- und Mittelbetriebe die es in der heutigen Bankenwelt oft schwer haben.
Es geht um diverse sinnvolle Projekte mit Bürgerbeteiligung.
Es geht um unser Bürgerrecht uns selbst zu organisieren!

Je mehr die Systeme wanken (Banken- und Finanzsystem, Sozial- und Pensionssystem, Bildungssystem und Gesundheitswesen usw. usf.), umso mehr muss es Bürgerrecht sein, sich selbst zu organisieren. Bilden wir gemeinsam Labore der Zukunft um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu sichern. Denn eines ist klar: so wie bisher kann es und darf es nicht weitergehen.

Wir müssen das Recht haben unser eigenes Geld dem/der-jenigen zu borgen, der/dem wir Vertrauen schenken. Dafür brauchen wir keinen Staat der uns bevormundet und auch keine FMA, die vorgibt uns zu beschützen. Ob sie es überhaupt könnte, bezweifeln wir nach MEL (Meinl European Land), die Hypo Alpe-Adria, die Kommunalkredit, die Volksbanken AG etc. aus gutem Grund.

Drum fordern wir: Bürgerrecht statt Bankenrecht!

Kommt alle am Mittwoch, den 14. Nov. nach Schrems

Herzlich Willkommen
Das GEA & Waldviertler Team

Für uns ist es hilfreich, wenn Ihr Euch hier anmeldet zur Podiumsdiskussion. Spontan Entschlossene sind natürlich auch herzlich willkommen!
http://www.w4tler.at/geaneu/2590/fma-vs-gea/fma-podiumsdiskussion

Allgemeine Informationen zu GEA & Waldviertler unter http://www.gea.at/home.html

Eine Übersicht aller Medienberichte http://www.w4tler.at/geaneu/fma-vs-gea/pressemeldungen

Heini Staudinger im Schloss Goldegg:

Heini Staudinger – 5 Thesen für Mutige – Goldegg 2011

http://www.youtube.com/watch?v=h9PKlgOZpgc

„Mutbürger“ treten 2013 an

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1303011/Mutbuerger-treten-2013-an

                  Diashow von der Veranstaltung
Mutbürger Presseclub Concordia 18 10 2012

„Mutbürger“ treten 2013 an

18.10.2012 | 18:23 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Plattform mehrerer Gruppen bereitet sich auf Kandidatur im Bund und in Niederösterreich vor.

Aus dem Archiv:

Wien. „Presse“-Kolumnistin Anneliese Rohrer hat 2011 den Anstoß gegeben – mit den damaligen „Wutbürger“-Stammtischen gegen die verkrusteten politischen Strukturen in Österreich. Ein Teil der Stammtischbesucher will nun selbst aktiv werden: Die „Mutbürger“-Plattform werde bei der Nationalratswahl im Herbst 2013 und bereits im März 2013 bei der niederösterreichischen Landtagswahl kandidieren. Das kündigten zentrale Vertreter wie Manfred Schärfinger vom „Mutbürger-innen“-Verein bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien an.

An der Plattform beteiligt sind weiters die „Gemeinschaft der Bürger-innen“, die „Generationen Partei Oesterreich“, der „Gemeindevertreter-Verband“, die Initiative „Human Way Österreich“, das „Bündnis Neutrales Freies Österreich“, die „Online-Partei Österreichs“ und die „Partei Österreich NEU“. Aus ihrem Kreis sollen etwa mit Internetumfragen die besten Kandidaten für die gemeinsamen Listen ausgewählt werden.

Zu den Zielen, die die Parteien und Initiativen einen, zählen mehr direkte Demokratie, mehr Selbstbestimmung, ein Ende des Klubzwangs und der Parteienherrschaft sowie der Kampf gegen Schattenwirtschaft und Korruption. Aber: „Bei uns sind viele Meinungen zulässig und sogar erwünscht“, sagt Schärfinger. Warum der Zusammenschluss? „Wenn jede Initiative mit Herzblut nur 0,2 oder 0,5 Prozent holt, ist es besser, die Kräfte zu bündeln“, so der Initiator. Gemeinsam könne man sowohl in Niederösterreich als auch im Bund rund fünf Prozent holen – und somit in Landtag und Nationalrat einziehen, meint Schärfinger.

Zur Konkurrenz durch Unternehmer Frank Stronach und sein Team Stronach sagte Robert Moser von der befreundeten Initiative „WERT impulse“, man befürworte deren Antreten: „Stronach hat das Feld für neue Gruppen eröffnet.“ Der Milliardär stehe auf zwei Beinen, „wir stehen auf vielen“ – man sei für zahlreiche weitere Partnerschaften offen. Als Nächstes will die „Mutbürger“-Plattform ihr Programm definieren.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 19.10.2012)

Danke der Presse für diesen erfreulich sachlichen und fundierten Artikel!

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1302796/Mutbuerger-wollen-bei-Nationalratswahl-antreten

„Mutbürger“ wollen bei Nationalratswahl antreten

18.10.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Mehr als zehn Parteien haben sich zu der Wahlplattform zusammengeschlossen. Die Partei von Frank Stronach sehen sie nicht als Konkurrenz, sondern als „Wegbereiter“.

„Die Mutbürger in Österreich“ nennt sich eine Wahlplattform, zu der sich mehr als zehn Parteien, Bürgerinitiativen und Bewegungen zusammengeschlossen haben. Sie will 2013 bei der Landtagswahl in Niederösterreich und bei der Nationalratswahl antreten. Am Programm wird noch gearbeitet. Jedenfalls sollen die Werte „Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Freiheit“ vertreten werden, angestrebt wird eine „neue politische Kultur“ mit breiter Bürgerbeteiligung, betonte Robert Moser am Donnerstag bei der Präsentation in Wien.

Mitglieder bzw. Partner der „Mutbürger“ sind unter anderem der suspendierte WU-Professor Franz Hörmann mit seiner Bürgerinitiative „Human Way“, die Generationenpartei, das Bündnis Neutrales Freies Österreich (NFÖ), die Onlinepartei Österreichs (OPÖ), die Partei Österreich NEU (Öneu), die Gemeinschaft der Bürger-innen, der Gemeindevertreter-Verband, der „Mutbürger-innen“-Verein, die Initiative „Recht auf professionelle Politik“, die Bürgerinitiative Kinderrechte und Willwaehlen.at.

Im Gespräch sei man auch mit der niederösterreichischen Piratenpartei, der Christlichen Partei Österreichs des 2010er-Präsidentschaftskandidaten Rudolf Gehring und „neos“ (Das neue Österreich), hieß es am Donnerstag.

„Miteinander Kräfte bündeln“

Zweck der „Mutbürger“ ist, „miteinander die Kräfte zu bündeln, um bei Wahlen zu gewinnen“ – und Bürgern die Möglichkeit zu geben, unabhängig von einer Parteimitgliedschaft zu kandidieren, erläuterte Moser. Dabei gab er sich zuversichtlich: Bei der Gemeinderatswahl in Krems am 7. Oktober habe man die Liste UBK (Unabhängige Bürger für Krems) unterstützt, die auf fast fünf Prozent und zwei Mandate kam.

Dies werde auch bei der NÖ-Landtagswahl im kommenden Frühjahr und bei der Nationalratswahl zu schaffen sein, so Moser. Wobei freilich als erste Hürde die Unterstützungserklärungen für einen Antritt – 50 in jedem der 21 Bezirke in NÖ, 2600 österreichweit für den Nationalrat – gesammelt werden müssen.

Stronach ist „Wegbereiter“, keine Konkurrenz

Die Stronach-Partei wollte Moser „nicht als große Konkurrenz“ sehen, sondern als Wegbereiter für neue Listen und möglichen Partner dafür, nach der Wahl Österreich gemeinsam neu zu gestalten. Stronach habe zwar mehr Geld, räumte er ein, aber dafür „nur zwei Beine, wir haben viele“.

Vorerst arbeiten die „Mutbürger“ noch an Programm und Strukturen, um die vielen Gruppierungen unter einen Hut zu bringen. Die große Meinungsvielfalt stört sie dabei nicht, „andere Meinungen sind zulässig, sogar erwünscht“, betonte Manfred Schärfinger vom Verein Mutbürger. So werde es auch keinen Klubzwang geben – und die Kandidatenlisten will man mit breiter Bürgerbeteiligung über ein Vorwahlsystem erstellen. Das Programm soll dann gemeinsam mit den Kandidaten erarbeitet werden.

(APA)

Danke der Presse für diesen erfreulich sachlichen und fundierten Artikel!

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