Kategorie-Archiv: Landwirtschaft

Der Skandal um Glyphosat – Milchmarkt – Aktions- und Kulturtag 2016

https://blog.campact.de/2016/05/skandal-monsanto-spendet-500-000-dollar-an-institut-das-glyphosat-fuer-nicht-krebserregend-haelt/

Der Skandal wird immer größer, bemerkt Josef Feilmeier dazu. In seinem aktuellen Rundschreiben vom 16. Mai 2016 aber dreht es sich um den Wahnsinn am Milchmarkt.

Liebe Freunde,

der Milchmarkt gerät immer mehr aus den Fugen. Anstatt endlich auf den Markt zu schauen, wird immer noch mehr produziert. Sieht man aber in die Regale der Supermärkte, so gibt es nicht „den Milchpreis“, sondern ein Angebot von ganz billig bis hochwertig. Einige Beispiele im Land beweisen, dass es auch anders geht. Solange „Weiße Flüssigkeit“ als Massenware erzeugt wird, ändert sich am Erzeugerpreis nichts. Dort wo „nicht tauschbare Milchprodukte“ im Regal stehen, ist der Preis immer um vieles höher. Der Konsument honoriert es, wenn er bessere Ware bekommt. Konsumenten sollten auch mehr nach den Produktionsfaktoren fragen, anstatt sich blind auf Logos verlassen. Ohne-Gentechnik und nur gesunde, naturgerechte europäische Futtermittel sollten als Grundstandard gelten.

Wo sind die Verantwortlichen in den Molkereigremien? Der komplette andere Wirtschaftsmarkt macht es vor, wie es gehen würde.

Ebenso vergleicht man die Erzeugerbetriebe nach der Literleistung je Kuh und Jahr. Klar, weil damit der Umsatz der Lieferwirtschaft an die Bauern steigt. Anstatt dass man den wichtigsten Faktor als Grundlage nimmt, nämlich den „Gesamtbetriebsertrag“. Was nutzt eine hochgetriebene Literleistung, wenn damit die Krankenkosten um ein Vielfaches steigen und die Lebenszeit der Tiere enorm fällt. Hier wäre meistens eindeutig weniger gleich mehr. Aber um das zu ändern müsste man die Lehrbücher umschreiben und die Berater tauschen, gemäß dem Spruch: „Irrlehren sterben erst dann aus, wenn die Enkel der Irrgelehrten ausgestorben sind“.

Hierzu gehört als krasses Beispiel die Fütterung von Harnstoff an Kühe. Je höher man den Harnstoffwert empfiehlt, umso minderwertiger dürfen die Rohproteinfuttermittel sein. Damit können die Hersteller leichter billiger mischen, was sie müssen, weil den Bauern gelernt wurde, nur nach dem nichtssagenden Futterpreis zu kaufen. Billig erhöht meistens aber die Kosten und senkt den Gesamtertrag. Daran ändern auch Schönrechnereien der Futterrationen nichts. Es ist doch absurd, zweifelhafte chemische Zusatzstoffe zu verwenden, um noch mehr zu produzieren, wo eh schon alles aus den Fugen fällt. Geht´s noch?

Hierzu ein Bericht und Interview von Tanja Busse in der SZ

http://sz.de/1.2989094
http://sz.de/1.2989096

Viele nachdenklich Grüße

Feilmeier Josef
Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel
http://www.feilmeier.info

Dazu einige Buchempfehlungen von Tanja Busse im Anhang. Diese sollte man unbedingt einmal lesen, um die Hintergründe zu verstehen.

Wichtige Bücher Tanja Busse pdf

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Das Museum für Zivilcourage und engagierte Kunst beteiligt sich am Aktions- und Kulturtag 2016 der Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle am 3. Juni 2016 in Neusiedl bei Güssing im Südburgenland – http://akademiestsgersbach.wordpress.com

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Malala Yousafzai – Zivilcourage-News

Das mutigste Mädchen der Welt sollte in unserem Online-Museum für Zivilcourage eigentlich schon längst eingetragen sein.

Malala Yousafzai, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin, lässt sich durch die Taliban nicht den Mund verbieten:

http://www.deutschlandradio.de/das-mutigste-maedchen-der-welt.331.de.html?dram:article_id=253915

Mutig ist auch Alois Kemmer vom Projekt Gemeinnützige Nahversorgung in der Oststeiermark. Er setzt sich gegen eine fragwürdige Bestimmung für Biobauern zur Wehr, die ihnen die traditionelle Verwendung von Bodenkalk in der Landwirtschaft versagen möchte. Details dazu siehe http://www.nahversorgungs.net/hofgemeinschaft_schirnitz.html (Text auch am Ende dieses Artikels)

Wir freuen uns über die engagierte Initiative Projekt Bienenschutzgarten. Dazu braucht es auch eine gewisse Zivilcourage – und viel Ausdauer. Es ist seltsamerweise keineswegs selbstverständlich, etwas für unsere hochgefährdeten Bienen zu tun, abgesehen von der Beliebtheit des Honigs.  Im Gegenteil gibt es einen hochrangigen österreichischen Regierungsvertreter, der sich für die Weiterverwendung von Giftstoffen in der Landwirtschaft einsetzen, die Bienen zum Verhängnis werden. Er ist immer noch in Amt und Würde.

Gregor Florian Gysi, deutscher Rechtsanwalt und Politiker, „verdient“ es wahrlich auch genannt zu werden: In einer flammenden Rede schlug er kürzlich vor, Edward Snowden für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Ja, das wäre mal etwas Anderes als damit heuchlerische Kriegstreiber auszuzeichnen. Hier geht’s zu seiner Brandrede „Ich bin das Duckmäusertum so leid“, die man sich wirklich anschauen bzw. anhören muss: https://www.youtube.com/watch?v=hp0FVvpfbFU – Schall und Rauch hat dies nicht nur kommentiert, sodnern auch den Text vollinhaltlich online gestellt. Wir schließen uns an und bringen den großartigen Text der Rede ebenfalls (siehe unten).

Stop Watching Us – Hunderte von Rechtsanwälten demonstrierten in Berlin gegen die Totalüberwachung http://stopwatchingus.info/ bzw. https://rechtsanwaelte-gegen-totalueberwachung.de/  und auf YouTube http://www.youtube.com/watch?v=GoiKhZmSHYo und http://www.youtube.com/watch?v=rvqv6A3GvvU

Kultur? Zivilisation?? Bravo, Kulturstudio, für diesen harten, aber treffenden Artikel: http://kulturstudio.wordpress.com/2013/11/20/degeneration/

Unermüdlich appelliert der mehrfach ausgezeichnete Journalist und Buchautor Klaus Faißner mit der Anti-EU-Demo für einen Ausstieg aus diesem Unrechtsystem: http://anti-eu-demo.blogspot.co.at/  siehe auch sein Beitrag; http://anti-eu-demo.blogspot.co.at/2013/02/10-weitere-grunde-aus-der-eu-auszutreten.html

Zwei wichtige Veranstaltungen für Unabhängigkeit und Freiheit:

– DIENSTAG, 26. November 2013, Wien:
Zum 14. Mal in ununterbrochener Reihenfolge an jedem 26.:
Kundgebung:
„Österreich wird frei: Raus aus ESM, Euro, Euratom und EU“
19.00 Uhr
Achtung, geänderter Ort: VOR DER OPER (Herbert von Karajan Platz, 1010 Wien)
http://anti-eu-demo.blogspot.co.at

– Samstag, 30. November 2013, Mistelbach:
Tag der Bürgerinitiativen:
„Bürgerrechte statt Buckeln vor den Lobbys!“
17 Uhr, Stadtsaal Mistelbach,
Franz Josef-Straße 43, 2130 Mistelbach
http://www.meinbezirk.at/mistelbach/magazin/tag-der-buerger-buergerinnen-und-initiativen-d762682.html

In der Gemeinde Bad Blumau, bekannt geworden durch die sogenannte Hundertwasser-Therme, bemüht sich eine Bürgerinitiativer rund um Karl Semmler, Naturschitzbund-Bezirksstellenleiter in Fürstenfeld, um Aufklärung über ein Megaprojekt der Agrarindustrie – auf 100 Meter Länegr udn 300 Meter Breite sollen Gewächshäuser à la Almeria errichtet werden, unmittelbar neben einem malerischen Naturschutzgebiet. Die beherzte Bürgerinitiative freut sich über Öffentlichkeit und Unterstützung jedweder Art. Vielleicht gelingt es guten Feen, das drohende Schicksal auf konstruktive Art und Weise zu mildern. So wie es den Anschein hat, wären auch Kommunikationsberater gefragt.

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Information der Hofgemeinschaft Schirnitz http://www.nahversorgungs.net/hofgemeinschaft_schirnitz.html:

Achtung! Momentan haben wir „Stress“ mit der Bio-Kontrolle:
Es wurde uns verboten, unser Obst als „BIO“-Obst zu vermarkten!
Man sehe und staune warum dieses Verbot ausgesprochen wurde:
Wir haben Kalk anstelle von Gift und Pestizide verwendet, weil wir generell und ganz bewusst auf ALLE „Mittelchen“ der Industrie und der Chemie verzichten wollen – solange es Möglichkeiten gibt, mit altbewährten naturnahen Pflegemaßnahmen das Auslangen zu finden. Und diese Möglichkeiten gibt es! Siehe dazu den Newsletter vom 7. Oktober und bitte unbedingt da hineinschauen … http://www.umweltbund.de/bio.htm
Pestizidfreie Bio-Landwirtschaft – das ist Unser Ziel!
(… nicht bloß „Bio“ – „Bio“ ist unser unterstes Limit …)
Siehe dazu auch die Diskussionsgruppe im Facebook …

Neu erschienen ist das absolut lesenswerte Buch des bekannten Autoren und Aktivisten Klaus Faißner (Hg.)

Der Energie-Rebell

Wärme, Strom und Kraftstoff aus regionalen Quellen für Jedermann!

Wolfgang Löser, Klaus Faißner (Hg.), 2013, Leopold Stocker-Verlag, Graz

Buchbesprechungen:

Bildschirmfoto 2013-11-29 um 17.46.18

Weitere Schlagzeilen zum Thema Gentechnik hier…

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Die Gysirede, die Geschichte macht:

Meine Damen und Herren!Wir haben es mit einem Skandal zu tun, der in seinem Ausmaß in dieser Art bisher noch nicht vorgekommen ist. Er bringt die Bevölkerung dazu, sich eine Vielzahl von Fragen zu stellen. Die erste Pflicht der Regierung wäre gewesen: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Sie haben aber in Wirklichkeit das Gegenteil betrieben.Was haben eigentlich die amerikanischen und britischen Geheimdienste gemacht? Sie nutzen die Internettechnologien, um jedes Land in der Welt auszuspähen, egal ob Freunde oder Feinde. Das spielt für sie gar keine Rolle. Es sind fünf Länder, die das machen, die berühmten „Five Eyes“, die fünf Augen: die USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Neuseeland.Nur untereinander spionieren sie nicht; aber den ganzen Rest der Welt spionieren sie aus. „Untereinander“ stimmt allerdings auch nicht ganz – ich werde Ihnen von einem Trick berichten –: Der NSA ist es nämlich verboten, in bestimmten Fällen US-Bürgerinnen und US-Bürger abzuhören. Das macht dann für sie der britische Dienst und schickt ihr die Daten. So wird da getrickst. Das ist die Realität, um die es geht.Das Ganze steht unter dem Stichwort Bekämpfung von Terrorismus, von Drogenkriminalität. Eine flächendeckende, umfassende Überwachung der Bevölkerungen fast aller Staaten hat etwas mit der Bekämpfung von Terrorismus und Drogenkriminalität zu tun? In welchem Verdacht steht eigentlich unsere Kanzlerin, wenn auch deren Handy abgehört wird? Ich glaube, bei dieser Begründung wird es doch grotesk.

Ich muss ganz klar sagen: Von der Existenz und dem Umfang dieses Überwachungssystems wissen wir nur durch Edward Snowden. Es ist sein großes Verdienst. Er ist kein Krimineller, sondern er will die Weltbevölkerung vor Kriminalität schützen.

Was hat er schon erreicht? Er hat eine andere Sensibilität erreicht. Ich hoffe, dass sich vieles ändern wird. Deshalb schulden wir Edward Snowden Dank. Es gibt einen sehr schönen Satz von Christa Wolf in ihrem Roman Kassandra. Dort heißt es:
Das alte Lied: … Und dass wir lieber den bestrafen, der die Tat benennt, als den, der sie begeht: Genau das muss sich ändern.

Aufgrund der Veränderungen, die wir erlebt haben, schlage ich vor, Edward Snowden den Friedensnobelpreis zu verleihen. Er hat ihn verdient. Ja, er hat ihn verdient. Ob sie sich nach meinem Vorschlag richten, ist eine andere Frage. Aber vorschlagen darf ich es doch noch. Oder darf ich das auch nicht mehr?

Was wissen wir? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der US- und der britischen Botschaft haben direkt hier im Regierungsviertel abgehört. Warum haben Sie – die Bundesregierung, der Außenminister – nicht den Mut, jede einzelne dieser Personen zur Persona non grata zu erklären? Das sieht das Völkerrecht in einem solchen Falle vor. Dann müssten sie innerhalb einer bestimmten Frist Deutschland verlassen, und die US-Regierung und die britische Regierung wüssten: Wir dulden eine solche Vorgehensweise nicht. Das wäre doch wohl das Mindeste.

Wir haben es also mit einem massenhaften Abhören der Bürgerinnen und Bürger – bis zum Handy der Kanzlerin –, aber auch der Unternehmen zu tun. Wir wissen, dass die britischen und amerikanischen Militärstützpunkte als Horchposten genutzt werden. Und wir wissen, dass es Industrie- und Wirtschaftsspionage mit Milliardenschäden für Unternehmen in unserem Land gibt. Nicht mal da werden Sie wach; nicht mal da unternehmen Sie wirklich etwas, um dies auszuschließen.

Die Briten und Amerikaner zapfen Internetkabel an Knotenpunkten an zum millionenfachen Absaugen von Daten. Es ist schon gesagt worden: Google, Amazon, Facebook, Twitter und Microsoft geben auf Anfrage Daten an die Geheimdienste weiter. Und nun haben wir gehört, dass auch noch die Server dieser Kommunikationskonzerne angezapft worden seien, ohne dass die Konzerne es wussten. Es wird immer abstruser. Ich sage noch einmal: All diese Informationen verdanken wir Herrn Snowden. Er hat noch nie gelogen. Was er gesagt hat, hat sich immer als wahr herausgestellt.

Es gab immer eine Zusammenarbeit des BND mit britischen und amerikanischen Diensten. Der Datenaustausch war immer recht einseitig: Es ging mehr aus Deutschland dorthin als umgekehrt. Das war vor den Terroranschlägen vom 11. September so und danach auch. Das hat sich im Kern gar nicht geändert. Der BND hat den britischen Geheimdienst mit modernster Spionagetechnologie beliefert.

Es gab schon einmal einen Fall von Wirtschaftsspionage: das Programm Echelon. Da gab es einen Untersuchungsausschuss der Europäischen Union. Er hat dann festgestellt, dass es keine Zweifel mehr an der Existenz eines globalen Kommunikationsabhörsystems geben kann, das von den USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Kanada betrieben wird, also wiederum von den „Five Eyes“; das hat der Untersuchungsausschuss 2001 festgestellt. Jetzt haben wir 2013, und es ist nichts geschehen.

Herr Bundesminister Friedrich, Sie waren ja in den USA. Dann kamen Sie wieder und sagten, Sie sind jetzt vollständig aufgeklärt; es ist alles in Ordnung. Ich muss Ihnen sagen: Sie haben sich einlullen lassen.

Oder haben die Ihnen erzählt, dass sie gerade noch dabei sind, die Kanzlerin abzuhören? Und dann stellt sich der Kanzleramtschef Pofalla hin und sagt: Das Thema ist erledigt; es ist alles erledigt. – Wann haben Sie sich denn jetzt mal bei der Bevölkerung entschuldigt und gesagt: „Wir sind getäuscht worden, wir haben uns geirrt“? Ich meine, Sie müssten sich doch wenigstens mal dafür entschuldigen.

Ich will auch noch etwas anderes sagen, das mir wichtig ist: Ich verstehe, dass die USA, Großbritannien und Frankreich 1949 und danach Deutschland ausspioniert haben. Es gab ein tiefes Misstrauen gegenüber unserem Land. Aber wir haben nicht mehr 1949, wir haben 2013. Inzwischen führen Sie – wenn auch gegen unseren Willen – gemeinsam Kriege wie in Afghanistan. Dann derartig ausspioniert zu werden, ist unverschämt und nicht hinnehmbar. Dagegen muss man etwas tun, dagegen muss man sich wehren.

Ich habe schon gesagt: Jetzt geht es um Aufklärung. Dazu brauchen wir Edward Snowden. Eine Befragung in Russland – ich bitte Sie! – ist doch indiskutabel. Stellen Sie sich mal vor: Ein Staatsanwalt oder Mitglieder des Untersuchungsausschusses befragen Snowden in Russland.

Dann macht er sich strafbar, indem er antwortet. Und dann sagen wir zu Putin: Kümmere dich um seine Sicherheit! – Na, sagen Sie mal, das ist doch wohl grotesk. Ich weiß gar nicht, seit wann Ihr Sicherheitsverhältnis zu Putin so eng ist.

Die Bevölkerung hat einen Anspruch auf Aufklärung. Und Sie haben recht, Herr Bundesminister. Sie sagen: Wenn Bürgerinnen und Bürger und die Kanzlerin abgehört wurden, dann sind das Straftaten, dann muss ermittelt werden. – Aber wie wollen Sie das ohne Snowden ermitteln? Das geht ja überhaupt nur, wenn Sie den Zeugen Snowden hören. Deshalb müssen wir ihm die Sicherheit gewähren.

Ich sage es ganz klar: Deutschland ist erst dann souverän, wenn es Herrn Snowden anhört, ihn schützt, ihm Asyl gewährt und seinen sicheren Aufenthalt organisiert – dann ist Deutschland souverän, vorher nicht.

Wenn Sie „Wie?“ rufen, dann sage ich Ihnen: Wenn unsere Dienste nicht einmal das können, dann sollen sie dichtmachen. Das ist ja wohl das Mindeste, was wir gewährleisten können müssen.

Jetzt komme ich zu der Frage – sie ist auch interessant –,wie das alles überhaupt rechtlich läuft. Ich habe mich ein bisschen damit beschäftigt. Es gab die Pariser Verträge, die 1955 in Kraft getreten sind. Das hat Adenauer gemacht, um der Bevölkerung sagen zu können: Das Besatzungsstatut ist aufgehoben worden. – Das Problem war bloß, dass die Amis sagten, sie würden gerne ihre alten Rechte behalten. Deshalb sind Geheimverträge abgeschlossen worden. Ich hatte naiverweise erwartet, dass diese Verträge im Zuge der Zwei-plus-Vier-Gespräche aufgehoben wurden. Sie wurden aber nicht aufgehoben, weil nämlich nur Abkommen mit allen vier Mächten aufgehoben wurden, nicht aber Abkommen mit drei Mächten, mit zwei Mächten oder mit einer Macht.

Da war zwar alles, was mit den Russen und den anderen drei Mächten gemeinsam vereinbart war, heraus, aber der Rest blieb; und das geht nicht. Jetzt haben Sie erklärt: Im Sommer sind diese Verträge für unwirksam erklärt worden. – Wie eigentlich? Ich würde gerne einmal die Noten sehen. Was stand da eigentlich drin? Es gab auch neue Verwaltungsvereinbarungen. Sie sehen: Das ist alles ein Wirrwarr, der nicht mehr zu erklären ist. Vergessen Sie auch nicht das Aufenthaltsabkommen und das NATO-Truppenstatut. Auch hier haben sie Rechte, die fast an die Besatzungszeit erinnern. Ich kann nur sagen: Auch hier muss sich einiges ändern.

Ich möchte jetzt wissen: Welche Verträge sind nun aufgehoben, welche gelten noch, und was steht da drin? Ich finde, die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, das zu erfahren.

Ich möchte, dass eine weitere Frage beantwortet wird. In Wiesbaden wird gerade ein gigantisches Geheimdienstzentrum der NSA aufgebaut. Wer hat das eigentlich erlaubt? Von wem geht das aus? Was sollen die da betreiben? Auch hier hat die Bevölkerung doch einen Anspruch auf Informationen. Möglicherweise muss man den USA diesen Bau eben versagen.

Es gibt noch etwas, was mich interessiert. Herr Bundesinnenminister, ich nenne Ihnen vier Varianten – advokatisch –, wenn es um die Frage geht: Was haben eigentlich unsere Dienste in Bezug auf die Rechtsverletzungen durch britische und amerikanische Dienste getrieben?

Die erste Möglichkeit ist: Sie haben sie dabei unterstützt. Dann haben sie gegen das Grundgesetz verstoßen, sich an Straftaten beteiligt, und das müsste sehr ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Die zweite Möglichkeit ist: Sie haben es nur gewusst, aber nicht unterstützt. Dann müssen sie aber die Bundesregierung informiert haben. Wenn die Bundesregierung informiert war, aber nichts erklärt hat, dann haben Sie das Grundgesetz verletzt, dann haben Sie Ihren Amtseid verletzt, und dann haben Sie großen Schaden angerichtet.

Wenn die Dienste es gewusst haben und die Bundesregierung nicht informiert haben – dritte Variante –, dann haben sie wiederum so eine schwere Pflichtverletzung begangen, dass wir schon wieder über ihre Zukunft diskutieren müssen.

Dann gibt es noch eine vierte Möglichkeit: Sie haben es gar nicht gewusst. Aber dann sind sie so was von unfähig, dass man sie auflösen kann. Darauf darf ich doch hinweisen!

Ich habe folgende Frage: Gibt es denn Spionageabwehr nur gegen den Osten, nicht gegen den Westen? Dürfen wir Milliardenschäden, zum Beispiel in der Wirtschaft, zulassen, bloß weil wir uns nicht trauen, gegenüber den USA eine Spionageabwehr zu organisieren? Auch das geht nicht.

Es gibt immer zwei Einwände, die auch Sie benutzt haben: Der eine Einwand betrifft die Wertegemeinschaft und der andere die Freundschaft mit den USA. Es gibt gemeinsame Werte zwischen den USA und Deutschland, aber es gibt auch Kriege wie in Vietnam, in Afghanistan oder im Irak. Es gab den Militärputsch in Chile mit der Ermordung von Allende. Es gibt das Gefangenenlager Guantánamo, wo täglich Menschenrechte verletzt werden. Es gibt den Krieg mit Drohnen. – Eine Wertegemeinschaft nutzt nichts, wenn man bei der Verletzung von Werten nicht deutliche Kritik übt, und genau das machen Sie nicht.

Ich bin kein Antiamerikanist, überhaupt nicht. Ich bin gerne in den USA und spreche gerne dort mit den Menschen. Aber eines sage ich Ihnen: Freundschaft, wie Sie sie sich vorstellen, gibt es nicht. Mit Duckmäusertum und Hasenfüßigkeit erreicht man keine Freundschaft, sondern das Gegenteil. Nur dann, wenn wir gegenseitige Achtung und gegenseitigen Respekt herstellen, kann es eine wirkliche Freundschaft geben.

Dazu brauchen Sie als Bundesregierung Mumm. Sie müssen der US-Regierung sagen: Schluss, aus; wir hören Snowden und schützen ihn. – Dann erst sind wir wirklich souverän. Sie müssen fordern: Verhandelt mit uns auf Augenhöhe! – Dann kriegen wir auch eine Freundschaft mit den USA hin. Was Sie machen, ist Duckmäusertum. Das kenne ich seit Jahrzehnten, und ich bin es so was von leid.

Ja, haben Sie endlich mal den Mumm! Genau so sind Sie hier auch. Ist doch nicht zu fassen!

Zum Schluss sage ich Ihnen: Wenn Sie nichts machen – Herr Friedrich, Sie haben gesagt, Sie verhandeln mit denen –, wissen Sie, was Sie diesen fünf Ländern damit eigentlich sagen? Sie sagen ihnen damit: Macht ruhig weiter so, von uns habt ihr nicht den geringsten Nachteil zu erwarten! – Ich wiederhole: Das verletzt schwer den Eid, den Sie geleistet haben, nämlich Schaden von unserer Bevölkerung abzuwenden.

Ich möchte, dass Sie jetzt den Mumm haben, die Beziehung auf eine andere Grundlage zu stellen, auf die Grundlage der Gleichberechtigung. Das ist nicht zu viel und das ist nicht zu wenig verlangt. Die Weltmacht mit ihren Weltmachtallüren muss endlich begreifen, dass wir ein gleichberechtigter Partner sind und nicht jemand, mit dem man machen kann, was man will. Dazu brauchen Sie eine grundsätzlich andere Haltung, Frau Bundeskanzlerin und Herr Friedrich.

Steirer wehren sich gegen Glashausfabrik, Aufruf P.E.N.-Club

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2013! Die MuZiKu-Redaktion

TERMINE: Am 26.12. um 14.00 Uhr, ausnahmsweise am

BALLHAUSPLATZ, gibt es die nächste Kundgebung für ein freies Österreich:

Raus aus ESM, Euro, Euratom und EU.
http://www.eu-demo.blogspot.com

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die IG Autorinnen Autoren unterstützt den beiliegenden Aufruf des internationalen und des österreichischen P.E.N. Zusendungen bitte bis Ende Februar 2013 an: info@penclub.at oder Österreichischer P.E.N.-Club, 1010 Wien, Bankgasse 8.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Ruiss
Time to Say: NO!

Im Oktober 2012 wurde in Pakistan die vierzehnjährige Bloggerin Malala Yousafzai auf der Heimfahrt von der Schule in einem Bus von Terroristen der Taliban lebensgefährlich verletzt. Sie hatte in einem Blog über die Lage in dem von den Taliban seit 2007 beherrschten Swat-Tal berichtet, in dem Mädchen systematisch von der Schulbildung ausgeschlossen werden.

Dazu können wir nicht schweigen.

Vielleicht werden Sie sich fragen: Was geht das den PEN-Club an? Abgesehen von der Tatsache, dass wir jegliches Gewaltverbrechen verurteilen, sehen wir diese feige Attacke auch als einen Angriff auf die Freiheit des Wortes an. Ohne Schreiben und Lesen gäbe es keine Buchliteratur, also auch keine „poets, essayists, novelists“, die der PEN in seinem Namen trägt. Es gäbe auch keine Freiheit des Wortes mehr, weil es nicht mehr aufgeschrieben und gelesen werden könnte.

Das Recht auf Bildung ist ein universelles Menschenrecht und ist daher auch Grundlage und Garant für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Beides gilt unabhängig und uneingeschränkt vom jeweiligen natürlichen Geschlecht.

Wir müssen Stellung beziehen. Wir wollen all denen N E I N sagen, die das Recht auf Bildung in Frage stellen, teilweise einschränken oder gar abschaffen wollen.

Schreiben Sie uns Ihre Gedanken in Form von Kurzprosa oder Gedichten und schicken Sie uns diese in der Sprache, in der Sie sich literarisch ausdrücken. Und wenn Sie sich einer außereuropäischen Sprache bedienen wollen, dann verwenden Sie diese. Tragen Sie dazu bei, ein vielstimmiges, vielsprachiges N E I N auszusprechen. Am 8. März 2013, dem Weltfrauentag, werden wir über das Ergebnis unserer weltweiten Kampagne berichten.

Philo Ikonya, Board member of PEN International
Helmuth A. Niederle, Präsident PEN Austria

Die Autorinnen und Autoren stimmen ausdrücklich zu, dass die von ihnen eingesendeten Texte teilweise oder vollständig vom Österreichischen PEN-Club im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht werden dürfen!

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121004_OTS0204/steirer-wehren-sich-gegen-glashausfabrik-in-tourismusregion

Steirer wehren sich gegen Glashausfabrik in Tourismusregion

Bürger, Gemeindepolitiker, Tourismusverband und örtliche Unternehmen wollen kein „Megaprojekt der Gigantomanie und der Hässlichkeit“

Bad Blumau (TP/OTS) – Bürger, Gemeindepolitiker, Tourismusverband,
örtliche Unternehmer und private Aktivisten wehren sich gegen ein
agroindustrielles Großprojekt, mit dem der Landwirtschaftskonzerns
„Frutura“ in der Oststeiermark in großflächigen Glashausanlagen
Tomaten anbauen will.

Agroindustrie passt nicht zu sanftem Tourismus

„Die Region setzt gemäß ihres Leitkonzeptes seit vielen Jahren
erfolgreich auf sanften Tourismus. Agroindustrie ist damit nicht
vereinbar. Der Tourismus würde durch die Industrieanlagen und den
damit verbundenen Schwerverkehr leiden. Die Lebensqualität und die
Grundstückspreise würden sinken. Die Bad Blumauer Heilwasserquelle,
Kern des touristischen Erfolges der Region, ist durch die geplante
industrielle Ausbeutung des Heißwasservorkommens zur Energiegewinnung
gefährdet“, so der Tenor.

Touristikveranstalter warnen

Maria Perl, Leiterin des Tourismusverbandes Bad Blumau, wies
heute, Donnerstag, in einer Aussendung darauf hin, dass die
Ausrichtung auf sanften Tourismus die betroffene Gemeinde Bad Blumau
von der ärmsten Gemeinde Österreichs zu einem wohlhabenden Kurort
gemacht habe. „In Folge der Medienberichterstattung über das geplante
Agroindustrieprojekt liegen uns nun bereits Warnungen von
Touristikveranstaltern vor, dass wir sie unter diesen Bedingungen als
Kunden verlieren würden.“

Heilwasserquelle gefährdet

Robert Rogner, Chef des touristischen Leitbetriebes Rogner Bad
Blumau, erklärte, dass er das Projekt detailliert geprüft und nach
Einsicht aller vorhanden Unterlagen und Konsultierung von Experten
klar abgelehnt habe. „Das Projekt entspricht in der geplanten Form
nicht unseren Grundsätzen der ökologischen und sozialen
Nachhaltigkeit“, sagte Rogner. „Zudem ergab die Begutachtung durch
Experten, dass bei einer Nutzung des unterirdischen Heißwassers im
großen Stil unsere Thermalquelle gefährdet ist. Als Leitbetrieb, der
für 320 Mitarbeiter und ihre Familien verantwortlich ist, haben wir
die Pflicht, darauf hinzuweisen.“ Dass er bereit gewesen sei, das
Projekt zu prüfen, bedeute nicht, dass er je in der jetzt geplanten
Form damit einverstanden gewesen sei, betonte Rogner.

Karl Semmler, Gemeinderat in Bad Blumau, wies darauf hin, dass das
Projekt intransparent sei und dem Gemeinderat niemals in
nachvollziehbarer schriftlicher Form vorgelegt worden sei. „Es gab
lediglich mündliche Informationen und den Besuch eines
Vorzeige-Referenzbetriebes, bei dem Fotos einer rein
agrarindustriellen Produktion aufgenommen wurden. Diese Fotos zeigen
klar, wie Tomaten auf Flies mit Flüssignährdünger zu schnellem
Wachstum gepusht werden. Bis zu 13 Meter lange Stängel der Tomaten
sagen alles.“ Mit „süß, saftig, steirisch“ und bäuerlicher Produktion
habe das jedenfalls nichts mehr zu tun.

„Skandalöse Behandlung von Bürgern“

Auch der in Bierbaum lebende bekannte Internist Herbert Riegler
wehrt sich mit einem „Aufruf zur Verhinderung“ gegen das Projekt.
„Eine 26,8 Hektar große Glashausfabrik bedeutet vierzig Hektar
Gesamtfläche und Belastungen durch Schwerverkehr in der
Tourismusregion. Außerdem ist durch die künstliche Beleuchtung eine
Lichtbelastung in der Nacht zu erwarten.“ Die intransparente
Vorgehensweise bei der Umwandlung eines beschaulichen Ortes in einen
Industriestandort sei Projektbetreibern wie „Frutura“ und „Spar“
unwürdig. Alle Informationen würden nur auf Hörensagen beruhen. Klar
sei bisher nur, dass es sich um ein „Megaprojekt der Gigantomanie und
der Hässlichkeit“ handle. „Wie hier mit Bürgerinnen und Bürgern
umgegangen wird, ist skandalös“, sagte Riegler.

Film „Zukunft pflanzen“, Christoph Fischer & Demo in München

DIE MUTBÜRGER HABEN EINE WEBSEITE: http://www.diemutbuerger.at/

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zivilcouragierte,

Vortrag in München
„Eisbären in der Wüste“ ist das Thema des Vortrags mit Christoph Fischer, der Initiator von Zivilcourage. Der Vortrag findet am Mittwoch, den 31.10.2012 um 19.30 Uhr in der Landeshauptstadt München im Pschorrsaal bei der Schrannenhalle statt. Wie unsere Gesellschaft unser Klima verändert, die Agrar-Industrie von der Politik die industrielle Landwirtschaft einfordert und wir diese Rechnung mit Verlust unserer Gesundheit und Lebensqualität durch kontaminierte und minderwertige Lebensmittel bezahlen.
Jeder Verbraucher trägt mit seinem Konsumverhalten zur Marktentwicklung bei: nur wer informiert ist, kann bewusst wählen und zu einer positiven Entwicklung in der Lebensmittelproduktion beitragen.
Fischer zeigt auch Alternativen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf und berichtet über vielversprechende und nachhaltige Methoden, die weltweit erfolgreich zur Anwendung kommen.
Im Rahmen des 6. Münchner Klimaherbstes lädt Sie die Zivilcourage München ein, sich über dieses brisante Thema in diesem kurzweiligen Vortrag zu informieren.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlichst eingeladen!
Infos zur Veranstaltung finden Sie hier: http://zivilcourage.ro/php/termine.php?eventID=86

„Zukunft pflanzen“- ein Film der Mut macht
Sehenswerter Film von Marie-Monique Robin (bekannt durch den Film“Monsanto mit Gift und Genen“)
Dienstag, 30.10.2012 auf ARTE um 10.35 Uhr „Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden“ und die Wiederholung am Donnerstag, 08.11.2012 auf ARTE um 14.10 Uhr

Für alle, die zu dieser Zeit nicht fernsehen können, gibt es alle Etappen dieser Dokumentation auch im Internet. Klicken Sie hier http://www.arte.tv/de/6815836.html

Demo in München am Freitag, den 30. November 2012
Die Lobby der AgroGentechnik-Konzerne hat den Markt Europa noch nicht aufgeben. Laufend werden im Europäischen Patentamt in München neue Patente eingereicht. Um auf diese haarsträubenden Versuche, die Macht über unsere Lebensgrundlagen zu erlangen, aufmerksam zu machen sind weitere Aktionen notwendig. Eine Möglichkeit, einen Beitrag für eine gesunde Entwicklung in unserer Gesellschaft zu leisten, ist die Demo gegen AgroGentechnik und Patente auf Leben am 30. November in München.

Auftakt: ab 11 Uhr, am Odeonsplatz in München
Abschlussaktion: 13 Uhr Europäisches Patentamt in München (Erhardtstr).

Veranstalter sind bisher: AbL, BDM, Bund Naturschutz, Kein Patent auf Leben und Zivilcourage.
Unter dem Motto: Wir blasen Euch den Marsch! fordern wir:
Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln!
Wir ziehen vom Odeonsplatz zum Europäischen Patentamt, wo ab 13 Uhr eine Abschlussaktion geplant ist.
Weitere Informationen zur Demo finden Sie hier: Aufruf_Demonstration_Patente_und_Gentechnik_30_11_2012_01 PDF

Die Zahl der Zivilcouragler wächst ständig. Wir freuen uns, viele von Ihnen bei den Veranstaltungen zu sehen.
Seien Sie aufdringlich! Informieren Sie sich eindringlich!

Herzliche Grüße
für die Zivilcourage
Christoph Fischer
(Initiator Zivilcourage)

http://www.pannonische.at/zeitungneu/?ausgabe=G%C3%BCssing%2FJennersdorf&page=zeitung.php?page_id=553

 

Öko-Aktivist Jörg Bergstedt

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Gentechnik-Kritiker-kaempft-fuer-seine-Meinung;art2814,4433202#.UFN5Qdn9kcV

Gentechnik-Kritiker kämpft für seine Meinung

Saarbrücken. Für Roland Röder, Geschäftsführer der Aktion 3. Welt Saar, ist der Fall klar: „80 Prozent der Bevölkerung sind gegen Gentechnik Und wenn darüber demokratisch entschieden würde, dann wäre die Sache gegessen.“ Mit 20 Mitstreitern aus dem Umfeld von Attac, Greenpeace und der Aktion 3 (Veröffentlicht am 11.09.2012)

Saarbrücken. Für Roland Röder, Geschäftsführer der Aktion 3. Welt Saar, ist der Fall klar: „80 Prozent der Bevölkerung sind gegen Gentechnik Und wenn darüber demokratisch entschieden würde, dann wäre die Sache gegessen.“ Mit 20 Mitstreitern aus dem Umfeld von Attac, Greenpeace und der Aktion 3. Welt Saar war Röder gestern zu einer Demonstration vor dem saarländischen Oberlandesgericht in Saarbrücken gekommen, um den Öko-Aktivisten Jörg Bergstedt aus Gießen zu unterstützen. Dieser führte drinnen einen Prozess um eine im Internet vertriebene, 32 Seiten lange Broschüre.

Darin kritisiert er massiv die Befürworter der Gentechnik in der Landwirtschaft, spricht von Profitgier, Seilschaften in Politik und Wirtschaft, Gentechnik-Mafia, Veruntreuung von öffentlichen Fördermitteln und Geldwäsche. Zwei der Gescholtenen aus Sachsen-Anhalt wehren sich dagegen vor Gericht. Und weil man bei Internet-Veröffentlichungen überall klagen kann, kam der Fall ins Saarland.

Hier hatten die Gentechnik-Befürworter vor dem Landgericht Saarbrücken in erster Instanz Erfolg. Die Richter stuften 2009 die Kritik des Öko-Aktivisten als verbotene Schmähkritik ein, die nicht mehr vom Grundgesetz gedeckt sei. Ganz anders sah dies 2010 das Oberlandesgericht in zweiter Instanz. Es stufte die Aussagen Bergstedts als von der Meinungsfreiheit gedeckte und damit erlaubte Kritik ein. Im Dezember 2011 bestätigte das Bundesverfassungsgericht zwar große Teile des Saarbrücker Urteils. Aber bei der Bewertung von vier der zehn umstrittenen Äußerungen des Öko-Aktivisten waren die obersten deutschen Richter nicht mit dem Vorgehen ihrer Kollegen von der Saar einverstanden. Es geht dabei um den Vorwurf der „Veruntreuung“ und der „Geldwäsche“. Also schickte Karlsruhe die Akten zurück nach Saarbrücken, um die Äußerungen auf ihre Beweisbarkeit zu überprüfen.

Das gestaltete sich gestern als extrem schwierig. Klar scheint: Bergstedt und viele andere haben eine Fülle von Material gesammelt, aus denen er den Verdacht ableiten könnte, dass eventuell so etwas wie Verschwendung oder gar Veruntreuung vorliegen könnte. Aber das wird von der Gegenseite bestritten. Und bislang hat keine deutsche Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die angeblich Verantwortlichen aufgenommen. Trotzdem: Über Verdacht ließe sich wohl reden – mit der Meinungsfreiheit im Rücken. Das Oberlandesgericht hat sich zur Beratung zurückgezogen und will seine Entscheidung im Oktober verkünden. wi

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am 13.9.2012

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************

DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN … GANZ ODER TEXTWEISE

*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************

Hallo,

das InnoPlanta-Forum 2012 ist Geschichte. Das Ergebnis kann nicht

befriedigen. Trotz guter Vorbereitung gelangen einige direkte

Aktionen nicht. Enttäuschend ist aber fraglos das zahlenmäßige

Missverhältnis aus unseren Ankündigungslisten, die wir das Jahr über

gefüllt hatten. 297 Namen waren darauf, vielleicht 10 davon kamen

(plus einige weitere). Das wirft ein deutliches Licht auf die

Protestkultur in Deutschland: Ankündigen ja, Spenden ja,

Unterschreiben auch, symbolische Aktionen mitmachen durchaus – das

ist auch alles nicht verkehrt. Aber wo es in den Konflikt geht, da

sieht es dünn aus. Das bedeutet nicht, wie die

GentechniklobbyistInnen gleich wieder herausposaunten, dass ihr Kram

mehr akzeptiert wird. Aber es ist ein Signal an die Herrschenden:

Wir finden Eure Politik und Eure Tätigkeiten zwar doof, aber so

richtig dagegen was machen werden wir nicht. Dieses Problem besteht

fraglos nicht nur bei der Gentechnik.

Wer dabei war und sich erinnern will oder nicht gekommen ist, aber

mehr nachlesen will, was ging: Ein Bericht auf

http://de.indymedia.org/2012/09/334570.shtml.

Noch immer nicht Geschichte ist hingegen das Maulkorbverfahren in

Saarbrücken. Hier ist eine juristisch ziemlich komplizierte Lage

entstanden. Die Saarbrücker Zeitung hat sich Mühe gegeben, das

einigermaßen darzustellen:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Gentechnik-Kritiker-kaempft-fuer-seine-Meinung;art2814,4433202#.UE5hyyL3AdA.

Besser kann ich das in der Kürze auch kaum. Aber ergänzen, dass das

auch immer noch nicht das Ende ist. Sondern jetzt läuft die

Wiederholung des Eilverfahrens. Deshalb ist es so schwierig, weil

dort keine Beweismittel zulässig sind, auf die ich Bezug nehme. Ich

darf also nicht sagen: „Die betrügen, wie in dieser oder jenen Akte

zu sehen ist“. Anders ginge der Beweis aber ja gar nicht. Das wird

erst im Folgeverfahren, dem Hauptverfahren wieder gehen. Kann also

sein, dass ich jetzt aus formalen Gründen verliere (weil ich meine

Behauptungen nicht beweisen kann, weil Beweismitteln im Eilverfahren

nicht zulässig sind) und einige Monate später wieder gewinne. In der

Zwischenzeit dürfte ich selbst dann nicht „Monsanto auf Deutsch“ und

die Broschüre vertreiben … Urteil ist am 15.10. – deckt Euch also

rechtzeitig damit ein. Ihr dürft das nämlich weiterhin!

Soweit als Einleitung. Nachfolgend die üblichen Kurzmeldungen aus

den Geflechten. Der Sommer neigt sich dem Ende entgehen – und so

beginnen wieder einige Veranstaltungstouren: Ende Oktober durch

Baden-Württemberg, einzelne weitere Termine, ca. 9. bis 15. November

in Bayern und West-Österreich … mehr unten in der Terminliste.

Beste Grüße aus der Projektwerkstatt in Saasen … Jörg B.

P.S. Dieser Newsletter geht auch an den Vollverteiler all derer, die

sich in die Listen des InnoPlanta-Forums eingetragen haben. Der

Verteiler wird jetzt aber geschlossen (also nicht für anderes

ge-/missbraucht). Wer weiterhin die Infos aus den

Gentechnik-Seilschaften erhalten will und noch nicht für den

Newsletter angemeldet ist, sollte das tun – per Formular auf

www.biotech-seilschaften.de.vu oder Mail an saasen@projektwerkstatt.de.

********************

NEUES AUS DEN SEILSCHAFTEN

Brandenburg

Der Leiter des Referats V 4 – Gentechnik, Biotechnologie,

Chemikaliensicherheit – in der Abteilung Verbraucherschutz des

Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV),

Thomas Hoffmann, scheint etwas einseitig unterwegs zu sein. Obwohl

er in seinem Job staatliche Kontrolle ausüben soll, schreibt eine

Person mit gleichem Namen und gentechnischer Fachattitüde

Werbebeiträge im Forum der Gentechnik-Werbeplattform TransGen, z.B.

hier und hier. Die Werbeseite wird vom Landesamt auch als

weiterführende Infoquelle empfohlen. Der Name Thomas Hoffmann fand

sich auch schon 1997 mit einseitigen Statements bei Bild der

Wissenschaft. 2012 war er auf der TeilnehmerInnenliste des

Gentechnik-Seilschaftentreffens „InnoPlanta-Forum“ zu finden.

„Objektivster Journalist“ jetzt bei BASF

„Die Menschheit hat kein Recht auf einen konstanten Meeresspiegel“

war der beeindruckendste Satz im Buch „Warum Angst vor Grüner

Gentechnik?“ von Thomas Deichmann. Zudem warb er offen für

Atomkraftwerke statt Windenergie. Wer solches verfasst, ist in

diesem Land für höhere Weihen vorgesehen. Auszug aus Wikipedia:

„Deichmann war Sachverständiger im Ausschuss für Bildung, Forschung

und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags und agierte

als Referent und Lehrkraft u.a. beim European Science Open Forum, am

Kölner Institut für Publizistik, an der Henri-Nannen-Schule Berlin,

der TU München, FU Berlin und TU Berlin.“ InnoPlanta verlieh ihm

2009 den Preis für besonders objektiven Journalismus. Das nützte ihm

für eine noch steilere Karriere, jetzt im Sumpf der Konzerne.

Nochmal Wikipedia: „Thomas Deichmann (* 1962) ist ein deutscher

Journalist und Buchautor. Er war Gründer und von November 1992 bis

Mai 2011 Chefredakteur und Herausgeber des politischen

Zweimonatsmagazins NovoArgumente. Anfang 2011 arbeitete er zunächst

als Kommunikationsmanager für die Royal Bank of Scotland. Seit

August 2011 ist er als Leiter der Kommunikation Europa und Asien für

die BASF Plant Science tätig.“

TeilnehmerInnen beim InnoPlanta-Forum 2012

(laut TeilnehmerInnenliste – Gesamtliste siehe auf

http://de.indymedia.org/2012/09/334570.shtml):

– Vom Bauernverband: Werner Franke, Referent für Acker- und

Pflanzenbau des LBV (Brandenburgischer Bauernverband) und Helge

Klamke vom Deutschen Bauernverband

– Landkreise: Ulrich Gerstner (Landrat des Salzlandkreises), Karin

Müller (Wirtschaftsförderung des Harzkreises) und Bärbel Volkmann

(Wirtschaftsförderung des Bördekreises)

– Aus Überwachungsbehörden und –ministerien: Bernd Broschewitz

(Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern), Dietrich Mäde

(Überwachungsbehörde in Sachsen-Anhalt) und Torsten Hoffmann

(Überwachungsbehörde in Brandenburg)

– PolitikerInnen: Martin Neumann (MdB der FDP), Jürgen Scharf und

Jürgen Stadelmann (MdL der CDU) und Stephan Bischoff (MdL Bündnis

90/Grüne)

Die überraschendsten NichtteilnehmerInnen (laut Liste): Christel

Happach-Kasan (FDP) und Kerstin Schmidt. Zudem durften selbst

angemeldete Personen (die auch auf der Liste standen) nicht zur

Tagung, wenn sie vorher mit den DemonstrantInnen gesprochen hatten –

absurd!

Ganz vorbei: AgroBioTechnikum und Gentechnik in Mecklenburg-Vorpommern

Aus einem Interview mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus in der

Ostseezeitung, 11.9.2012

OZ: Das Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz im Landkreis Rostock befasste

sich bis 2011 mit Gentechnik-Versuchen. Sind die Messen endgültig

gesungen?

Backhaus: Ja, die grüne Gentechnik hat in Deutschland keine Zukunft.

Große Teile der Bevölkerung lehnen sie ab. Für mich war das ein

Lernprozess. Wenn ein Konzern wie die BASF bei Versuchen mit

genveränderten Kartoffeln im damaligen Müritzkreis so schwerwiegende

Fehler macht, dann kann ich das vor den Menschen nicht mehr verteidigen.

OZ: Bisher hieß es, es soll Platz für alle sein – genveränderte und

traditionell gezüchtete Pflanzen. Gilt das nicht mehr?

Backhaus: Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass diese Koexistenz

möglich ist. Praktisch nicht, rechtlich nicht. Bis heute konnte man

sich nicht auf Haftungsregelungen einigen, nicht einmal auf

verbindliche Abstandsregelungen für den Anbau.

OZ: Was bedeutet das für MV?

Backhaus: Für die Gentechnik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern

keinen Platz mehr. Das Land setzt auf Tourismus und

Gesundheitswirtschaft, auf Natürlichkeit. Dazu kann und muss die

Landwirtschaft einen Beitrag leisten. Das bietet übrigens Chancen,

die bisher viel zu wenig genutzt werden.

Kirchen-Seilschaften veröffentlichen Buch

In München sitzt eine der wichtigsten Kircheneinrichtungen pro

Agrogentechnik – das TTN. Zusammen mit der Uni München (LMU) wird

die Werbetrommel unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit

gerührt. Aus dem Ganzen ist jetzt ein Buch im Nomos-Verlag

erschienen: Grüne Gentechnik: Zwischen Forschungsfreiheit und

Anwendungsrisiko (herausgegeben von Prof. Dr. Herwig Grimm, Dr.

Stephan Schleissing). Wir dürfen gespannt sein und werden es

aufmerksam lesen …

********************

SPRÜCHEKLOPFERiNNEN

Zur Abwechselung gehen wir auch selbst mal unter die

SprücheklopferInnen oder zumindest –sammlerInnen. Das geschah

nämlich während der Aktionen in Gatersleben am Demopunkt

„Erwin-Baur-Platz“. Und hier ist das Ergebnis:

Lyrikwerkstatt aus der MV-Gegendemo zum 11. Innoplantatreffen in

Gatersleben, 4.9.2012

(Alle Sprüche sind nicht urheberrechtlich geschützt und daher frei

verwendbar und veränderbar.)

Siehst Du plötzlich GV-Raps wachsen

und denkst, da war er doch noch nie,

dann zuck wie Kerstin mit den Achseln

und sag „Das ist halt Biologie!“.

Wer steht vor seinem Spiegelbilde

und diskutiert um sehr viel Geld?

Die Inge, die genehmigt gerade

das eigene Gentech-Forschungsfeld.

Ist in Deutschland ein Gentechfeld besetzt

oder ein anderes ist breit,

dann ist auch Rechtsanwalt Stiebler entsetzt,

Vorname Doktor, und nicht weit.

Schlagstock und Pfefferspray

in die richtigen Hände,

und die Grüne Gentechnik

findet ihr Ende!

Wo Gensoja wächst

und Syngenta lacht

werden Indianer vertrieben

oder umgebracht!

Wird Dein Schwein krank

und bekommt keine Kinder

steckt bestimmt

Gendrecksojafutter dahinter.

Was macht den Maiszynsler

fett und voll Kraft?

MON 810,

das ist halt „Wissenschaft“.

Weil Monsantos Genbaumwolle

nicht funktioniert,

haben sich 10 000 indische Bauern

stranguliert!

Die Biene sich umsonst bemüht,

wenn in der Nähe Gendreck blüht.

Kein Mensch will etwas von ihr haben

weder den Honig, noch die Waben.

Wissenschaftler sollten helfen

und lindern Hungersnot.

Die Patente bringen Profite

und den Armen den Tod!

Was treibt die schärfsten Pestizide

bis in Dein Urin?

Benutze Gentech-Saaten,

da ist noch Wachstum drin!

Geht es dem Hamster schlecht

und hilft auch kein Trost,

sind in Kerstis Nagerzaun

die Maschen zu groß!

Weil sie zur aussterbenden Minderheit

zählen,

sollst Du Gentechnikfans nicht

quälen!

Da sie schreckhaft und  sensibel sind,

mußt Du mit ihnen reden, wie mit´m Kind.

Jetzt Gentechwissenschaftler

schnell US-Englisch üben,

weil Deutschlands Klima ist

zu schlecht für Gentechrüben.

Gentechzuckerrüben durch`ne

Motorsense püriert

heißt: Das Volk hat sich endlich

emanzipiert!

Wird der US-Farmer in der Welt

seinen Reis nicht los,

war auf Bayers Forschungsfeldern

die Sicherheit ganz groß!

Wer steht vorm Freiburger Münster

weil der Erzbischof ihn nicht mag?

Es ist Dr. Horst Rehberger

der hat Gentech-Aktivistentag.

Gibt’s bei Grüner Unvernunft

und Politikern Geschrei,

ist wohl ein Gentechfeld platt,

oder auch zwei.

Gibt’s kein Geld mehr

für den Dreck,

sind ganz schnell

die Felder weg.

Hast Du Dich mit Lügen

und Propaganda blamiert,

bekommst Du den Innoplanta-

preis, garantiert.

Goldner Reis soll Blinde heilen

in der dritten Welt.

wenn Du ißt pro Tag drei Eimer,

wo eine Handvoll fehlt.

Findest Du ’ne Kartoffelsorte,

die bisher noch keiner kennt,

haben tolle Wissenschaftler

bei BASF wieder gepennt!

Macht die Gentechgeldmaschine

„Ratata“ und „Piep!“

Reicht es dann in Kerstis Firma

für ’nen dritten Jeep!

Goldner Reis soll Blinde heilen!

Wie wär’s mit Gemüse teilen?

Menschenrechtsverletzungen

in Deutschland beenden!

GVO-Freisetzung

stoppen und verbieten!

GVO-Felder = Gewalt gegen Bauern + Kosumenten

Gewalt beenden = GVO-Felder verhindern!

Menschenrechtsverletzungen durch Deutschland

in der dritten Welt beenden!

Keine Gentechforschung/Anbau dort

durch deutsche „Entwicklungshilfe“!

Die Gentechmafia verletzt unser Menschenrecht

auf Selbstbestimmung,

unbelastete, gesunde Nahrung,

und freie, unabhängige Forschung!

(UN-Sozialpakt)

In Deutschland werden Menschenrechte verletzt.

Aktivisten, die sich mit zivilem Ungehorsam

gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen,

werden in Deutschland eingesperrt!

Freiheit für Menschenrechtsaktivisten

nicht nur in China, sondern auch in Deutschland!

FREIHEIT FÜR E. MÜLLER IN BERLIN!

Gentechnik heißt Tod, Armut, Hunger, Vertreibung

und Abhängigkeit für Menschen der dritten Welt

und Profit für die Konzerne!

Gentechnik ist nicht klug,

sie baut auf Lug und Trug!

Gentechnik macht die Natur platt

und die Menschheit auch nicht satt!

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AKTIONEN

Feldbefreier im Knast

In Berlin sitzt Erasmus im Gefängnis, weil er sich an einer

öffentlichen Feldbefreiung vor einigen Jahren beteiligt hat. Er

wollte die Geldstrafe nicht zahlen, also seinen Protest auch an

dieser Stelle konsequent zeigen. Mehr auf www.gendreck-weg.de.

Zoff um vermeintlichen Kirchenbrief

Das Schreiben der Kirchenzeitung „Glaube und Heimat“ an

Gaterslebener BürgerInnen schlägt hohe Wellen. Kirche und zitierte

Gentechniklobbyisten behaupten, das Schreiben sei gefälscht.

InnoPlanta wütet gegen vermutete VerteilerInnen aus

gentechnikkritischen Kreisen. Aus einer Presseinfo von InnoPlanta

vom 7.9.2012

(http://www.innoplanta.de/de/aktuell/kriminelle_aktion_hat_strafrechtliche_folgen.html):

Der Vorsitzende des InnoPlanta e.V., Karl Friedrich Kaufmann, und

der Vorsitzende des InnoPlanta-Beirats, Minister a.D. Dr. Horst

Rehberger, verurteilten das kriminelle Vorgehen der

Gentechnik-Gegner auf das Schärfste. „Die Liste der Straftaten

dieser wenigen, aber skrupellosen Berufsdemonstranten und

Feldzerstörer werde immer länger: Sachbeschädigung,

Hausfriedensbruch, Nötigung, räuberische Erpressung und

Freiheitsberaubung bei jüngsten Feldzerstörungen sowie jetzt

Urkundenfälschung und Beleidigung – es ist höchste Zeit, die

Rädelsführer angemessen zu bestrafen“ so Kaufmann und Rehberger.

Die Reaktionen verwundern, weil in dem Schreiben kaum etwas zu

finden war, was die Marktschreier der Gentechnik nicht auch so schon

rausgehauen hätten. Auch die Unterstützung der Gentechnik durch die

Kirche hat genau so stattgefunden, wie es dort stand. Wieso soll ein

Flugblatt, in dem genau das steht, was die machen, nicht auch von

denen stammen? Oder – andersherum – ist denen peinlich, dass in die

Öffentlichkeit kommt, was sie machen???

Presseberichte zum Flugblatt:

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1342037196393

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TERMINE FÜR DIE TON-BILDER-SCHAU „Monsanto auf Deutsch –

Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

• Mittwoch, 24.10. in Sigmaringen (Näheres folgt)

• Donnerstag, 25.10. in Marbach (bei Stuttgart, Strohgasse 3

• Freitag, 26.10. um 19.30 Uhr in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis,

Kesselhaus, Arnoldtstr.3)

• Samstag, 27.10. in Donaueschingen auf dem Berufs-Imkertag:

Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen

Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

http://www.berufsimker.de/files/Programm Donaueschingen_ 10_2012_2.pdf

• Sonntag, 28.10., ab 14.30 Uhr in Bodenwerder (Kulturmühle,

Ortsteil Buchhagen) mit anschließender Preisverleihung des Preises

für Zivilcourage an den Referenten

(www.stiftung-zivilcourage.de/preistraeger.html)

• Ca. 8. bis 15.11. Veranstaltungstour durch Bayern und Österreich

Außerdem lade ich gerne auch zu meinen anderen Themen ein:

• Freitag, 19. Oktober in Berlin (KuBiZ, Bernkasteler Str. 78,

Berlin-Weißensee): Lesung und Diskussion „Freie Menschen in Freien

Vereinbarungen: Theorie der Herrschaftsfreiheit“ (anschließend am

Samstag und Sonntag: Seminar zum Thema)

• Montag 29.10. in Husum (Näheres folgt): Lesung und Diskussion

„Freie Menschen in Freien Vereinbarungen: Theorie der

Herrschaftsfreiheit“

• Donnerstag, 1.11. in Flensburg (Näheres folgt): Lesung und

Diskussion „Demokratie. Die Herrschaft des Volkes. Eine Abrechnung“

Die fehlenden Angaben und weitere Termine erscheinen so schnell wie

möglich auf www.projektwerkstatt.de/termin.html !

Feldbefreier in Haft
Erasmus sitzt seit 10 Tagen in der Justizvollzugsanstalt in Plötzensee in
Erzwingungshaft. Der Aktivist hatte 2008 nach vorheriger öffentlicher
Ankündigung mit vielen anderen Menschen zusammen gentechnisch
manipulierten Mais im fränkischen Kitzingen unschädlich gemacht. Schon
2009 war er zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er entschied sich
bewusst, das Geld nicht zu zahlen: „Nach wie vor ist die sogenannte Grüne
Gentechnik auf dem Vormarsch. Wir bräuchten stattdessen dringend Schutz
und Förderung der bäuerlichen, gentechnikfreien Landwirtschaft. Ich bin
nicht bereit, Geld zu zahlen an einen Staat, der weiterhin die
Gentechnikindustrie unterstützt.“
Erasmus geht es unseren Informationen nach den Umständen entsprechend gut
und er freut sich über Briefe an:
E. Müller
JVA Plötzensee
Friedrich-Olbricht-Damm 16
13627 Berlin

Quelle:
aktion@gendreck-weg.de

Belo Monte-Damm, Zivilcourage im Burgenland, Raising Resistance

Despite local, national and international opposition, the Brazilian government just issued the full installation license to begin construction on the Belo Monte Dam. The battle to defend the Xingu and its people is far from over, however! It’s now more important than ever that we take this campaign to the next level. Together with our indigenous partners and allies on the ground in Brazil, we are committed to a relentless fight stop the Belo Monte Dam. Will you continue to join us?

Please help us stop this monstrous project by sharing the petition with friends (see sample e-mail below) and joining the Cause „Stop the Monster Dam: Protect the Xingu River and its People“. Your donation today will help support indigenous leaders travel to Altamira to ensure their voices are heard and their demands are met.

And, please share our petition and Cause on Facebook and Twitter by sharing these sample messages:

Facebook:
Take action to defend the Amazon and indigenous rights. Sign the petition to Stop the Belo Monte Monster Dam http://amazonwatch.org/take-action/stop-the-belo-monte-monster-dam
or
Defend the Amazon and indigenous peoples rights. Support Cause to Stop the Belo Monte Monster Dam http://www.causes.com/campaigns/158177?cause_id=77274

Twitter:
Sign the @AmazonWatch petition to Stop the Belo Monte Monster Dam http://goo.gl/6dHGi

Join the Cause to Stop the Belo Monte Monster Dam http://goo.gl/sNQOf
For more information visit the following websites:

Amazon Watch
Movimento Xingu Vivo Para Sempre
Many thanks for your continued support,

Atossa Soltani
Executive Director
Amazon Watch

P.S. If you chose to subscribe to our monthly newsletter, Eye on the Amazon, you will now begin to receive it and occasional updates and action alerts in between issues. Our mailing list is an excellent way to stay informed on issues related to indigenous rights and the Amazon. We won’t overwhelm you with email, but we will keep you involved and up-to-date.


Hallo!

Wir Steirer haben bei unserer Auftaktveranstaltung der Zivilcourage im Oktober 2011 versprochen, dass wir, wenn unsere Mittel reichen, dem Burgenland und Kärnten in dieser Sache auf die Sprünge helfen wollen. Nun ist es so weit und ihr seid nun jene Personen, von denen ich e-mailadressen habe und von denen ich mir auch eine Mitarbeit vorstellen könnte.
Aber meine Bitte an euch ist auch die, dass ihr alle Leute, die eventuell mitarbeiten würden zu unserem Zivilcourage Burgenlandtreff nächste Woche einladet.

Donnerstag, 23.Februar 2012       19.00 Uhr
im Burgenlandhof
Kirchenstrasse 4
8380 Jennersdorf

Dort wollen wir alles weitere besprechen!

Einige von euch haben mir viele Unterschriften gesandt. Die Zivilcourage Steiermark dankt herzlich dafür!
Auf der Internetseite http://www.zivilcourage.ro hat die Steiermark im Moment 2078 abgegebene Stimmen und da sind einige von euch auch wesentlich beteiligt.

Ich würde mich auf ein Zusammentreffen vieler aktiver Menschen aus dem Burgenland am nächsten Mittwoch sehr freuen!

MlG

Toni

FILM: Premiere von „Raising Resistance“ in Deutschland und in Österreich:

Liebe Filmfreunde,

seit der Vorpremiere von RAISING RESISTANCE am 19.1. in Berlin und dem Launch unserer Webseite http://www.raising-resistance.info freuen wir uns riesig über die positiven Rückmeldungen. Weit mehr als 1.000 Anmeldungen über die Webseite aus ganz Deutschland haben uns bisher erreicht, so dass wir Euch unten eine Menge Vorführtermine mitteilen können.

Hier gibt das Video zur Vorpremiere in Berlin und Statements von der Wir-haben-es-satt-Demo. Probleme mit dem Link oben? Hier gehts direkt zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=LnRg1eyKC70

BUNDESWEITER KINOSTART
In folgenden Städten startet der Film zum 12.April:

Berlin
Hamburg
Köln
Frankfurt am Main
München

Ferner wird der Film in Lörrach, Ulm, Erding, Halle, Kirchberg, Witzenhausen und Lüneburg im Kino zu sehen sein. Die genauen Termine ab dem 12. April und die Spielstätten (Kinos) teilen wir Euch im Laufe der nächsten zwei Wochen mit.

HELFENDE HÄNDE GESUCHT
Wir suchen Helfer in den Städten Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und München, die das Filmplakat und Postkarten in Bio-Läden und ähnlich angesagten Orten aufhängen. Als Gegenleistung gibt es jeweils 2 Freikarten und das Original-Kinoplakat. Sendet uns dafür eine eMail mit Eurer Postadresse und später das Beweisfoto wie das Plakat in den Läden hängt.

AKTUELLE VORFÜHRTERMINE 2012
Berlin – Eiszeit Kino – 23.Februar bis 07.März
Köln – Filmpalette – 01.März
Leipzig – Kinobar Prager Frühling – 14.März
Amsterdam – Food Film Festival – 17.März
Den Haag – Movies that Matter Festival – 22. – 28.März
London – Curzon Soho – 27.März
London – Ritzy Cinema – 28.März
Wiesbaden – Murnau Filmtheater – 29.März
Frankfurt a.M. – Deutsches Filmmuseum – 30.März
Vorarlberg – Spielboden Dornbirn – 11.April
Tübingen, Stuttgart und Freiburg – Cinelatino Festival – 11. bis 18.April
Durham, North Carolina – Full Frame Filmfestival – 12. – 15.April
Linz – Moviemento – 16.April
London – DocHouse Festival – 26.April
Wien – Top Kino – 27.April

Bedanken möchten wir uns für die bisherige Unterstützung insbesondere bei:

EZEF
Meine Landwirtschaft
Save our Seeds
Informationsdienst Gentechnik
BÖLW

http://www.taz.de/!87394/
 
09.02.2012
Gentechnik kein Allheilmittel gegen Hunger

Innovationen auf dem Acker

Um künftig den Welthunger stillen zu können, muss an vielen Stellen geschraubt werden. Die Gentechnik wird kaum mehr als Allheilmittel gesehen.von Kathrin Burger

Forscher begreifen, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen nicht ausschlaggebend sind für die Welternährung.   Bild:  dpa

MÜNCHEN taz | Die grüne Gentechnik hat erhebliche Akzeptanzprobleme in Europa. Darum zog der Chemieriese BASF kürzlich seine Gentechforscher aus Deutschland ab. Dabei wurde Gentechnik auf dem Acker sogar mit dem Argument angepriesen, dass nur durch sie die wachsende Weltbevölkerung in Zukunft zu ernähren sei.

Schließlich könnte „Golden Rice“ viele Menschen vor Blindheit bewahren und Pflanzen könnten so mit Genen ausgestattet werden, dass sie resistenter gegen Hitze oder Krankheiten würden. Doch die mit Heilsbotschaften gespickten Imagekampagnen haben nicht geholfen.

Man möchte meinen, dass nur Laien diesem Argument misstrauen. Doch auch unter Wissenschaftlern hat sich klammheimlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen kaum eine Rolle spielen werden, wenn es darum geht, in 40 Jahren 9 Milliarden Menschen zu ernähren, was eine Mehrproduktion von 50 Prozent bedeutet.

„Wir sehen in dieser Zeitspanne nur eine untergeordnete Bedeutung von GVO-Pflanzen, was die Verbesserung der Welternährung angeht“, sagt etwa Stefan Siebert, Agrarwissenschaftler an der Uni Bonn. So hat eine US-amerikanische Übersichtsstudie mit dem Titel „Failure to Yield“ bereits 2009 belegt, dass die Ernte bei GVO-Soja und -Mais nicht größer ausfällt, als wenn man herkömmliche Sorten anbaut.

Jedes Land, jede Region hat seine Eigenheiten

„Gentechnik erleichtert zwar dem Bauern seine Arbeit, aber Ertragssteigerungen kann man einfacher mit anderen Methoden erzielen“, erklärt Siebert. So meinte kürzlich auch Anne Maina vom African Biodiversity Network: „GVO-Pflanzen sind keine Lösung für das Hungerproblem in Afrika.“ Man könne nicht am Bauern vorbei forschen, sondern müsse mit ihnen Lösungen erarbeiten.

Schließlich hat jedes Land, jede Region ihre Eigenheiten, das fängt beim politischen System an, geht über geografische Bedingungen bis zum Anbau unterschiedlicher Pflanzensorten. Und tatsächlich hat hier ein Umdenken stattgefunden: „Man geht heute bei der Hungerbekämpfung eher situationsbedingt vor“, meint Detlef Virchow vom Food Security Center an der Universität Hohenheim.

„Schon in Äthiopien sind die Rahmenbedingungen nicht die gleichen wie in Somalia, wo seit Jahren der Bürgerkrieg tobt.“ Umstände, die etwa den Transport von Feldfrüchten zum nächsten Markt erheblich erschweren und damit Landwirtschaft kaum lohnenswert macht.

In Afrika sind auch ganz andere Lebensmittel wichtig, etwa Yams, Banane oder Teff, eine Hirseart. Diese zählen allerdings zu den „neglected crops“, sie werden in den Forschungsabteilungen der Agroindustrie bislang kaum beachtet. „Weil diese Pflanzen aus verschiedenen Gründen nicht gewinnversprechend sind“, glaubt Howard Shapiro, Biotechnologe beim Lebensmittelkonzern Mars.

Traditionelle Zuchtverfahren verbessern

Ein Gentechbauer in den USA kauft jährlich neues Saatgut für seine Maisplantage, während der Kakaobaum einmal gesät wird und dann über Jahre steht. Zum Thema Gentechnik meint Shapiro: „Bei Kakao und afrikanischen Nutzpflanzen reicht es aus, diese mit traditionellen Züchtungsverfahren zu verbessern. Aber Wissenschaftler haben die Pflicht, in alle Richtungen zu denken.“

Tatsächlich diskutieren viele Wissenschaftler kaum noch mit ideologischen Scheuklappen. Es geht nicht mehr um „bio gegen konventionell“ oder „Gentechnik – ja oder nein“. Das neue Credo lautet: Umweltschonend muss mehr Getreide, Gemüse, Fleisch und Fisch produziert werden, das Wie ist zweitrangig.

Denn: „So wie die Landwirtschaft in Industrie- und Schwellenländern bislang arbeitet, mit zu hohem Wasser-, Düngemittel- und Pestizid-Einsatz, kann es nicht weitergehen“, meint der Bonner Wissenschaftler Siebert. Ein Paradigmenwechsel hat sich in den Laboren vollzogen.

Dies machte nicht zuletzt eine Studie deutlich, die im Oktober in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist und an der Stefan Siebert mitgewirkt hat. Hier werden fünf Punkte aufgelistet, die eine wachsende Weltbevölkerung ernähren könnten. Dazu zählt der Einsatz besser angepasster Sorten und effizienterer Anbaumethoden. Zudem sollten Wasser und Agrarchemikalien strategischer zum Einsatz kommen, um die Wirkung auf die Erträge global zu optimieren. Dann müssten die besten Ackerböden für die Nahrungsmittelproduktion reserviert sein.

Geringer Fleischkonsum wird empfohlen

Und letztens dürften nicht so viele Lebensmittel bereits auf dem Transport verderben oder im Küchenabfall landen. Auch ein geringerer Fleischkonsum in den Industrieländern wird empfohlen. All dies steht unter der Prämisse, dass keine weiteren Flächen mehr für die landwirtschaftliche Produktion geopfert werden dürften – das gilt vor allem für die Tropen.

Und so gibt es bereits viele Projekte, die im Rahmen einer „sustainable agriculture“ versuchen, mehr Ertrag zu erzielen. Der Kakao-Guru Shapiro hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, eine Kakaopflanze mithilfe der Präzisionszucht zu entwickeln, die anstatt 400 Kilo Ertrag 2.000 Kilo Kakao pro Hektar abwirft. Für die Präzionszucht muss erst das Genom einer Pflanze bekannt sein.

Mithilfe eines „Real-Time-PCR-Gerätes“ kann man dann herausfinden, welche Stelle im Erbgut für welche Eigenschaft der Pflanze verantwortlich ist. In einem Kreuzungsversuch kann der Forscher dann zu einem sehr frühen Zeitpunkt, etwa schon im Samen, feststellen, welche Pflanze die gewünschte Eigenschaft wie „Hitzetoleranz“ oder „hoher Ertrag“ abbekommen hat. Wegen dieser Methode erfahren alte Pflanzensorten eine Aufwertung, sie werden wie Schätze in Genbanken gesammelt und gehütet.

Vor allem Reissorten wurden bereits erfolgreich mithilfe der Präzisionszucht optimiert. Beispielsweise hat Pamela Ronald, Biotechnologin an der UC Davis, einen „Tauchreis“ entwickelt. Dieser kann zwei Wochen unter Wasser überleben, während normaler Reis nach 5 Tagen abstirbt.

40 Prozent der Ernten gehen verloren

Zudem wird schädlingsresistente Cassava in Burundi, Kongo, Ruanda und Uganda angebaut. Schließlich gehen weltweit schätzungsweise 40 Prozent der Ernten immer noch durch Krankheitserreger verloren. Einige Bauern in Afrika und Asien bauen Reis und Süßkartoffeln an, die besonders reich an Vitamin A, Zink und Eisen sind. Neben der Sorte spielt jedoch vor allem der Anbau eine Rolle. Schließlich sind die „Ertragslücken“ durch Anbaufehler bei den Kleinlandwirten in Afrika und Südasien teilweise bis zu 80 Prozent.

Unter dem Schlagwort „Precision farming“ fasst man Kultivierungsformen zusammen, die hier ansetzen und gleichzeitig Ressourcen schonen: So wurde etwa durch Mechanisierung der Ernte in Brasilien die Getreideernte in den letzten 10 Jahren verdoppelt, ohne dass viel mehr Land dafür gebraucht wurde, schrieb John Beddington, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, in einem Übersichtsartikel 2010; spezielle GPS-Systeme erlauben es, dass präziser in Furchen gesät wird; Sensoren (im Traktor oder per Satellitensystem) können frühzeitig Krankheiten aufdecken; Tropfbewässerung und genaue Düngemittelapplikation, direkt am Fuß der Pflanze, wird bei Hirse- und Sorghum-Bauern in Burkina Faso, Mali und Niger bereits erfolgreich angewandt.

Das Ergebnis: Ertragssteigerung zwischen 40 und 120 Prozent. Die Forscher zeigen sich angesichts dieser vielen kleinen Fortschritte zuversichtlich: „Immerhin hat sich das Hungerproblem in den letzten Jahre leicht gebessert, wenn man die prozentualen Zahlen ansieht. Aber natürlich dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen“, sagt Detlef Virchow.

Auch eine Art von Courage

Weihnachts-Wunschzettel an die Regierung: Atomstrom stoppen!

AUTARKIE

Betreff: [KT] ZUKUNFTSKONZEPT Todmorden, England – eine Stadt die sich selbst versorgt

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/12/todmorden-eine-stadt-dich-sich.html#.TutNEoFBgIk.email

Todmorden – eine Stadt, die sich selbstversorgt

Freitag, 16. Dezember 2011 , von Freeman um 12:05
Leute, jeder der Einblick in das Finanzsystem hat weiss, die Gemeinschaftswährung jetzt noch zu retten ist fast unmöglich. Der Euro-Zug fährt immer schneller ins Verderben und wird bald entgleisen. Die Vereinbarung der 26 EU-Länder, die Merkel durchgedrückt hat, bringt nichts. Deshalb muss man sich spätestens jetzt auf schwere Zeiten vorbereiten. Am besten in einer Gemeinschaft. Deshalb möchte ich euch folgendes Beispiel zeigen, eine Stadt in England, die sich bei der Lebensmittelversorgung völlig autark gemacht hat. Im Notfall ist Nahrung das wichtigste.

Todmorden ist eine Kleinstadt auf der britischen Insel und liegt zwischen Yorkshire und Lancashire. In Eigeninitiative haben die Bürger jeden Fleck Erde mit Früchte und Gemüse bepflanzt. Nicht nur ihre eigenen Gärten, sondern auch öffentliche Grasflächen und triste Ecken, die nutzlos dalagen. Ihr Programm nennt sich „Incredible Edible“, was so viel wie „unglaublich essbar“ heisst. Es ist einfach konzipiert, macht aber die Gemeinde unabhängig und zu Selbsversorgern.

Währende der warmen Jahreszeit sieht man überall Gärten mit duftenden Kräutern, schmackhaften Früchten und frischem Gemüse in der Stadt, die in der Nähe von öffentlichen Gebäuden, Schulen, Supermärkten, Parkplätzen und sonst überall wachsen und gedeihen. Es wurden Hochbeete und kleine Äcker angelegt, die mit dem was die Natur liefert voll sind. Das besondere am Konzept, alles ist gratis und jeder kann zugreifen und sich nehmen was man will.

Gegründet hat das „Incredible Edible“ Programm Mary Clear, eine Grossmutter mit 10 Enkelkinder, und Pam Warhurst, ehemalige Besitzerin eines Esslokals. Die beiden Frauen haben das Ziel, Todmorden als erste Stadt in England zur völligen Selbstversorgung im Bereich Lebensmittel zu verwandeln und es hat funktioniert. Die Einheimischen haben nach anfänglicher Skepsis die lokalen Produkte gerne angenommen.

Das Programm besteht aus 70 Anpflanzungen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Dort findet man Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Bohnen, Karroten, Kartoffel, Zwiebel, Salate und viele Sorten an verschiedenen Kräutern. Das erstaunliche ist, die Bevölkerung respektiert das System des „Selbsterntens“ und nimmt nur so viel wie man benötigt.

„Wenn man eine brachliegende Grassfläche nimmt, die vorher nur für Abfall und als Hundeklo verwendet wurde und es in einen Ort voller Kräuter und Früchte verwandelt, dann wird es nicht zerstört. Ich denke wir sind darauf eingestellt, Lebensmittel nicht zu beschädigen,“ sagt Pam Warhurst, um die Bedenken auszuräumen, eine Angebot an kostenlosen Früchte und Gemüse würde zu Missbrauch führen.

Sie betont sogar, genau das Gegenteil ist passiert. Das „Incredible Edible“ Programm hat die Beziehung in der Gemeischaft verbessert und die Kriminalität reduziert, seit dem sie angefangen haben. Die Polizei hätte ihr berichtet, seit Einführung des Programms, wäre die Kriminalität erheblich gesunken. Die Bewohner zeigen mehr Verantwortung und kümmern sich um ihre Stadt.

Das Programm ist so erfolgreich, viele andere Gemeinden in England und im Ausland sind sehr daran interessiert und möchten selber mit diesem Konzept des „öffentlichen Gemüse- und Früchtegarten“ anfangen. In 21 anderen englischen Städten werden ähnliche Konzepte gestartet und es gibt Interesse aus Hong Kong, Kanada, Spanien und Deutschland. Mary Clear hat die Idee auch vor einer Gruppe Parlamentarier in London vorgetragen.

Nicht nur wurde das Gemeinschaftsgefühl verbessert, sondern die Menschen schätzen auch Lebensmittel jetzt besser und sind daran interessiert, wie Nahrung wächst und gedeiht. Es hat ein Lernprozess stattgefunden, in dem man die Zusamenhänge der Natur begreift, wie entsteht was man auf dem Esstisch bekommt und zu sich nimmt.

Die Idee bei den beiden Damen enstand aus der Frage, wie können sie die Welt verbessern und was kann man selber tun? „Es ist eine Revolution,“ sagt Pam Warhurst, „aber wir sind sanfte Revoluzzer. Alles war wir tun basiert auf Güte.“

„Wir dachten uns, es gibt so viel Schuldzuweisung in dieser Welt – die Regierung ist schuld, die Politiker, die Banken, die Technologie – wir dachten, lass uns einfach was positives stattdessen machen.“

Als vor drei Jahren das „Incredible Edible“ Programm begann, hat Mary Clear etwas ungewöhnliches gemacht. Sie entfernte die Mauer vor ihrem Haus und animierte die Passanten in ihren Garten zu kommen und sich selbst zu bedienen, was immer für Früchte zu nehmen die sie wollen. Sie stellte eine Tafel mit der Aufforderung auf, „kommt und bedient euch“, aber es dauerte sechs Monate bis die Leute es „kapierten“, sagt sie.

Jetzt haben sie es kapiert und machen selber mit, graben, pflanzen, jäten, bewässern und freuen sich über ihre Resultate. Es ist ein Gemeinschaftwerk geworden. Jung und Alt arbeiten zusammen und im Frühling, wenn alles blüht, ist die Stadt auch noch zu einem wunderschönen Ort geworden.

Mittlerweile werden Kurse veranstaltet, wie man Früchte einmacht, Obst einlagert, Brot backt und vieles mehr. Die Menschen lernen mit Lebensmittel umzugehen, speziell die Jugentlichen sind sehr daran interessiert. Es hat auch zu einer Stärkung der lokalen Wirtschaft geführt.

Die Gasthäuser und Restaurants beziehen jetzt ihr Gemüse aus Bauernhöfen in der Umgebung, die auch mehr biologisch angebaute Lebensmittel produzieren. Es ist ein blühender Markt im Ort entsanden, wo Menschen sich treffen und mitteinder reden, was früher nicht der Fall war.

Ein Rentner drückt das neue Gemeinschaftsgefühl so aus: „Es ist etwas nobles Lebensmittel anzupflanzen und es mit anderen zu teilen. Es gibt einem das Gefühl, wir machen etwas wichtiges, statt nur zu jammern, der Staat kümmert sich nicht um uns. Vielleicht sollten wir alle lernen, um uns selber mehr zu kümmern.“

Dazu sage ich super, zwei engagierte Frauen haben die Initiative ergriffen und „frech“ ihr Konzept der Lebensmittelselbstversorgung für alle durchgezogen. Sie haben niemand gefragt, dürfen wir das, oder, was denken denn die Leute darüber, sondern einfach gemacht.

Wir sind in einer Situation wo viele wissen, es ist etwas faul am System, nur sie tun nichts dagegen. Vor dem Bildschirm sitzen und sich jeden Tag die negativen Nachrichten reinziehen ist nicht gut genug. Ja der andere soll machen, oder, geht nicht, kann nicht, klappt sowieso nicht. Wir sehen doch an diesem Beispiel es geht.

„Selber Lebensmittel zu produzieren ist das gefährlichste was man tun kann, denn es besteht die Gefahr die eigene Freiheit zu erlangen!“

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Todmorden – eine Stadt, die sich selbstversorgt – http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/12/todmorden-eine-stadt-dich-sich.html#ixzz1ghzwdmrf

Und abermals die Gentechnik…

Freitag, 28.Oktober 2011, 17.00 Uhr
Gemeindezentrum Nestelbach im Ilztal

große Veranstaltung für „Agro – Gentechnik Freiheit“
mit Volker Helldorf, Klaus Faißner, Christoph Fischer, den Kindern von „Plant for the Planet“ und vielen mehr …

Gründung der Initiative „Agro-Gentechnik freie Steiermark“ – Zivilcourage
Auch eure Simme aus der Ferne hilft, zählt!

Stimme für eine „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“

www.zivilcourage.ro/php/gib_dein_ja_oesterreich.php >


Das Team vom Naturladen in Fürstenfeld wünscht Euch eine schöne Herbstzeit!
Roberto Schandor, Toni Ithaler

Zum Downloaden, Weitergeben, Verbreiten….

Steiermark PDF

stmk-flyer-web PDF

plakat-A2 PDF

Unterschriftenliste zum Ausdrucken, Weitergeben… : Unterschriftenliste-Steiermark PDF

Landkarte zum Eintragen (auch für Nichtsteirer): http://www.zivilcourage.ro/php/pixelpanel_steiermark.php?cmd=liste

(Die Eintragungen sind lesenswert!)

Wir bitten um Unterstützung durch Weitergabe, Unterschriften, Teilnahme…

(Quelle: Kleine Zeitung)

25. auf 26. Oktober 2011 – Aufstellen der Feldtafeln „Agro-Gentechnik-freie Steiermark“

(Abbildung = Flyer-Ausschnitt, GDEU)

Werte Bauern, Konsumenten, Mitstreiter!

Nun ist es soweit!
Ihr könnt Eure Stimme für eine „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“ unter                                       
diesem Link abgeben:    

www.zivilcourage.ro/php/gib_dein_ja_oesterreich.php >

(gilt überregional! – nicht nur für steirische Bürgerinnen und Bürger! Anm. GDEU:)

Für die Abgabe Ihres Statements von außerhalb des Bundeslandes, klicken Sie bitte auf den grünen Rand.
Auf dieser Seite findet ihr auch sämtliche Infos über Agro-Gentechnik.
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Mit dieser Feldtafel in der Größe von 100cm/70 cm, die ihr auf eurem Privatgrund aufstellen könnt, gebt ihr ein deutliches Zeichen
in Richtung „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“! Die Tafeln werden in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober aufgestellt!
Laufend sollen neue dazu kommen! Da seid Ihr gefragt!

Die Tafeln gibt es z.B. bei Toni Ithaler, Naturladen Roberto Schandor, Gärtnerei Peter Painer, Gremsl Resi……………………….

Aufkleber und anderes Material gibt es bei der Veranstaltung am 28.Oktober in Nestelbach im Ilztal!
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Am 28. Oktober 2011 ab 17.00 Uhr, findet in Nestelbach im Ilztal eine große Auftaktveranstaltung mit dem Zivilcourage -Gründer Christoph Fischer statt!

Ich erwarte euch auf dieser Veranstaltung, wir möchten ein kräftiges Zeichen in Sache Zivilcourage geben!

Nehmt bitte Bekannte, Verwandte, Freunde….. mit. Es soll ein deutliches demokratisches Zeichen für die Zukunft sein!

Das Team von der Zivilcourage

ZEDERN-PFLANZEN

LIEBE MITMENSCHEN,

HIER DER LINK ZUR EINLADUNG

ZUM ZEDERN-PFLANZEN:

http://www.natur-a.at/kultur_im_gei-a-dorf/Website/ZEDERN-PFLANZEN.html

MIT DENDROFORISCHEN GRÜSSEN

petRA rein-hart

http://www.cultiva.at/cms/website.php


VORTRÄGE:

http://www.cultiva.at/cms/website.php?id=/de/index/kongress.htm

weiteres reichhaltiges Programm – siehe Website!!