Kategorie-Archiv: Gentechnik

Film „Zukunft pflanzen“, Christoph Fischer & Demo in München

DIE MUTBÜRGER HABEN EINE WEBSEITE: http://www.diemutbuerger.at/

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zivilcouragierte,

Vortrag in München
„Eisbären in der Wüste“ ist das Thema des Vortrags mit Christoph Fischer, der Initiator von Zivilcourage. Der Vortrag findet am Mittwoch, den 31.10.2012 um 19.30 Uhr in der Landeshauptstadt München im Pschorrsaal bei der Schrannenhalle statt. Wie unsere Gesellschaft unser Klima verändert, die Agrar-Industrie von der Politik die industrielle Landwirtschaft einfordert und wir diese Rechnung mit Verlust unserer Gesundheit und Lebensqualität durch kontaminierte und minderwertige Lebensmittel bezahlen.
Jeder Verbraucher trägt mit seinem Konsumverhalten zur Marktentwicklung bei: nur wer informiert ist, kann bewusst wählen und zu einer positiven Entwicklung in der Lebensmittelproduktion beitragen.
Fischer zeigt auch Alternativen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf und berichtet über vielversprechende und nachhaltige Methoden, die weltweit erfolgreich zur Anwendung kommen.
Im Rahmen des 6. Münchner Klimaherbstes lädt Sie die Zivilcourage München ein, sich über dieses brisante Thema in diesem kurzweiligen Vortrag zu informieren.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlichst eingeladen!
Infos zur Veranstaltung finden Sie hier: http://zivilcourage.ro/php/termine.php?eventID=86

„Zukunft pflanzen“- ein Film der Mut macht
Sehenswerter Film von Marie-Monique Robin (bekannt durch den Film“Monsanto mit Gift und Genen“)
Dienstag, 30.10.2012 auf ARTE um 10.35 Uhr „Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden“ und die Wiederholung am Donnerstag, 08.11.2012 auf ARTE um 14.10 Uhr

Für alle, die zu dieser Zeit nicht fernsehen können, gibt es alle Etappen dieser Dokumentation auch im Internet. Klicken Sie hier http://www.arte.tv/de/6815836.html

Demo in München am Freitag, den 30. November 2012
Die Lobby der AgroGentechnik-Konzerne hat den Markt Europa noch nicht aufgeben. Laufend werden im Europäischen Patentamt in München neue Patente eingereicht. Um auf diese haarsträubenden Versuche, die Macht über unsere Lebensgrundlagen zu erlangen, aufmerksam zu machen sind weitere Aktionen notwendig. Eine Möglichkeit, einen Beitrag für eine gesunde Entwicklung in unserer Gesellschaft zu leisten, ist die Demo gegen AgroGentechnik und Patente auf Leben am 30. November in München.

Auftakt: ab 11 Uhr, am Odeonsplatz in München
Abschlussaktion: 13 Uhr Europäisches Patentamt in München (Erhardtstr).

Veranstalter sind bisher: AbL, BDM, Bund Naturschutz, Kein Patent auf Leben und Zivilcourage.
Unter dem Motto: Wir blasen Euch den Marsch! fordern wir:
Keine Patente auf Pflanzen und Tiere – Keine Gentechnik auf dem Acker, im Futter und in Lebensmitteln!
Wir ziehen vom Odeonsplatz zum Europäischen Patentamt, wo ab 13 Uhr eine Abschlussaktion geplant ist.
Weitere Informationen zur Demo finden Sie hier: Aufruf_Demonstration_Patente_und_Gentechnik_30_11_2012_01 PDF

Die Zahl der Zivilcouragler wächst ständig. Wir freuen uns, viele von Ihnen bei den Veranstaltungen zu sehen.
Seien Sie aufdringlich! Informieren Sie sich eindringlich!

Herzliche Grüße
für die Zivilcourage
Christoph Fischer
(Initiator Zivilcourage)

http://www.pannonische.at/zeitungneu/?ausgabe=G%C3%BCssing%2FJennersdorf&page=zeitung.php?page_id=553

 

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Öko-Aktivist Jörg Bergstedt

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Gentechnik-Kritiker-kaempft-fuer-seine-Meinung;art2814,4433202#.UFN5Qdn9kcV

Gentechnik-Kritiker kämpft für seine Meinung

Saarbrücken. Für Roland Röder, Geschäftsführer der Aktion 3. Welt Saar, ist der Fall klar: „80 Prozent der Bevölkerung sind gegen Gentechnik Und wenn darüber demokratisch entschieden würde, dann wäre die Sache gegessen.“ Mit 20 Mitstreitern aus dem Umfeld von Attac, Greenpeace und der Aktion 3 (Veröffentlicht am 11.09.2012)

Saarbrücken. Für Roland Röder, Geschäftsführer der Aktion 3. Welt Saar, ist der Fall klar: „80 Prozent der Bevölkerung sind gegen Gentechnik Und wenn darüber demokratisch entschieden würde, dann wäre die Sache gegessen.“ Mit 20 Mitstreitern aus dem Umfeld von Attac, Greenpeace und der Aktion 3. Welt Saar war Röder gestern zu einer Demonstration vor dem saarländischen Oberlandesgericht in Saarbrücken gekommen, um den Öko-Aktivisten Jörg Bergstedt aus Gießen zu unterstützen. Dieser führte drinnen einen Prozess um eine im Internet vertriebene, 32 Seiten lange Broschüre.

Darin kritisiert er massiv die Befürworter der Gentechnik in der Landwirtschaft, spricht von Profitgier, Seilschaften in Politik und Wirtschaft, Gentechnik-Mafia, Veruntreuung von öffentlichen Fördermitteln und Geldwäsche. Zwei der Gescholtenen aus Sachsen-Anhalt wehren sich dagegen vor Gericht. Und weil man bei Internet-Veröffentlichungen überall klagen kann, kam der Fall ins Saarland.

Hier hatten die Gentechnik-Befürworter vor dem Landgericht Saarbrücken in erster Instanz Erfolg. Die Richter stuften 2009 die Kritik des Öko-Aktivisten als verbotene Schmähkritik ein, die nicht mehr vom Grundgesetz gedeckt sei. Ganz anders sah dies 2010 das Oberlandesgericht in zweiter Instanz. Es stufte die Aussagen Bergstedts als von der Meinungsfreiheit gedeckte und damit erlaubte Kritik ein. Im Dezember 2011 bestätigte das Bundesverfassungsgericht zwar große Teile des Saarbrücker Urteils. Aber bei der Bewertung von vier der zehn umstrittenen Äußerungen des Öko-Aktivisten waren die obersten deutschen Richter nicht mit dem Vorgehen ihrer Kollegen von der Saar einverstanden. Es geht dabei um den Vorwurf der „Veruntreuung“ und der „Geldwäsche“. Also schickte Karlsruhe die Akten zurück nach Saarbrücken, um die Äußerungen auf ihre Beweisbarkeit zu überprüfen.

Das gestaltete sich gestern als extrem schwierig. Klar scheint: Bergstedt und viele andere haben eine Fülle von Material gesammelt, aus denen er den Verdacht ableiten könnte, dass eventuell so etwas wie Verschwendung oder gar Veruntreuung vorliegen könnte. Aber das wird von der Gegenseite bestritten. Und bislang hat keine deutsche Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die angeblich Verantwortlichen aufgenommen. Trotzdem: Über Verdacht ließe sich wohl reden – mit der Meinungsfreiheit im Rücken. Das Oberlandesgericht hat sich zur Beratung zurückgezogen und will seine Entscheidung im Oktober verkünden. wi

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am 13.9.2012

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************

DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN … GANZ ODER TEXTWEISE

*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************

Hallo,

das InnoPlanta-Forum 2012 ist Geschichte. Das Ergebnis kann nicht

befriedigen. Trotz guter Vorbereitung gelangen einige direkte

Aktionen nicht. Enttäuschend ist aber fraglos das zahlenmäßige

Missverhältnis aus unseren Ankündigungslisten, die wir das Jahr über

gefüllt hatten. 297 Namen waren darauf, vielleicht 10 davon kamen

(plus einige weitere). Das wirft ein deutliches Licht auf die

Protestkultur in Deutschland: Ankündigen ja, Spenden ja,

Unterschreiben auch, symbolische Aktionen mitmachen durchaus – das

ist auch alles nicht verkehrt. Aber wo es in den Konflikt geht, da

sieht es dünn aus. Das bedeutet nicht, wie die

GentechniklobbyistInnen gleich wieder herausposaunten, dass ihr Kram

mehr akzeptiert wird. Aber es ist ein Signal an die Herrschenden:

Wir finden Eure Politik und Eure Tätigkeiten zwar doof, aber so

richtig dagegen was machen werden wir nicht. Dieses Problem besteht

fraglos nicht nur bei der Gentechnik.

Wer dabei war und sich erinnern will oder nicht gekommen ist, aber

mehr nachlesen will, was ging: Ein Bericht auf

http://de.indymedia.org/2012/09/334570.shtml.

Noch immer nicht Geschichte ist hingegen das Maulkorbverfahren in

Saarbrücken. Hier ist eine juristisch ziemlich komplizierte Lage

entstanden. Die Saarbrücker Zeitung hat sich Mühe gegeben, das

einigermaßen darzustellen:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Gentechnik-Kritiker-kaempft-fuer-seine-Meinung;art2814,4433202#.UE5hyyL3AdA.

Besser kann ich das in der Kürze auch kaum. Aber ergänzen, dass das

auch immer noch nicht das Ende ist. Sondern jetzt läuft die

Wiederholung des Eilverfahrens. Deshalb ist es so schwierig, weil

dort keine Beweismittel zulässig sind, auf die ich Bezug nehme. Ich

darf also nicht sagen: „Die betrügen, wie in dieser oder jenen Akte

zu sehen ist“. Anders ginge der Beweis aber ja gar nicht. Das wird

erst im Folgeverfahren, dem Hauptverfahren wieder gehen. Kann also

sein, dass ich jetzt aus formalen Gründen verliere (weil ich meine

Behauptungen nicht beweisen kann, weil Beweismitteln im Eilverfahren

nicht zulässig sind) und einige Monate später wieder gewinne. In der

Zwischenzeit dürfte ich selbst dann nicht „Monsanto auf Deutsch“ und

die Broschüre vertreiben … Urteil ist am 15.10. – deckt Euch also

rechtzeitig damit ein. Ihr dürft das nämlich weiterhin!

Soweit als Einleitung. Nachfolgend die üblichen Kurzmeldungen aus

den Geflechten. Der Sommer neigt sich dem Ende entgehen – und so

beginnen wieder einige Veranstaltungstouren: Ende Oktober durch

Baden-Württemberg, einzelne weitere Termine, ca. 9. bis 15. November

in Bayern und West-Österreich … mehr unten in der Terminliste.

Beste Grüße aus der Projektwerkstatt in Saasen … Jörg B.

P.S. Dieser Newsletter geht auch an den Vollverteiler all derer, die

sich in die Listen des InnoPlanta-Forums eingetragen haben. Der

Verteiler wird jetzt aber geschlossen (also nicht für anderes

ge-/missbraucht). Wer weiterhin die Infos aus den

Gentechnik-Seilschaften erhalten will und noch nicht für den

Newsletter angemeldet ist, sollte das tun – per Formular auf

www.biotech-seilschaften.de.vu oder Mail an saasen@projektwerkstatt.de.

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NEUES AUS DEN SEILSCHAFTEN

Brandenburg

Der Leiter des Referats V 4 – Gentechnik, Biotechnologie,

Chemikaliensicherheit – in der Abteilung Verbraucherschutz des

Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV),

Thomas Hoffmann, scheint etwas einseitig unterwegs zu sein. Obwohl

er in seinem Job staatliche Kontrolle ausüben soll, schreibt eine

Person mit gleichem Namen und gentechnischer Fachattitüde

Werbebeiträge im Forum der Gentechnik-Werbeplattform TransGen, z.B.

hier und hier. Die Werbeseite wird vom Landesamt auch als

weiterführende Infoquelle empfohlen. Der Name Thomas Hoffmann fand

sich auch schon 1997 mit einseitigen Statements bei Bild der

Wissenschaft. 2012 war er auf der TeilnehmerInnenliste des

Gentechnik-Seilschaftentreffens „InnoPlanta-Forum“ zu finden.

„Objektivster Journalist“ jetzt bei BASF

„Die Menschheit hat kein Recht auf einen konstanten Meeresspiegel“

war der beeindruckendste Satz im Buch „Warum Angst vor Grüner

Gentechnik?“ von Thomas Deichmann. Zudem warb er offen für

Atomkraftwerke statt Windenergie. Wer solches verfasst, ist in

diesem Land für höhere Weihen vorgesehen. Auszug aus Wikipedia:

„Deichmann war Sachverständiger im Ausschuss für Bildung, Forschung

und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags und agierte

als Referent und Lehrkraft u.a. beim European Science Open Forum, am

Kölner Institut für Publizistik, an der Henri-Nannen-Schule Berlin,

der TU München, FU Berlin und TU Berlin.“ InnoPlanta verlieh ihm

2009 den Preis für besonders objektiven Journalismus. Das nützte ihm

für eine noch steilere Karriere, jetzt im Sumpf der Konzerne.

Nochmal Wikipedia: „Thomas Deichmann (* 1962) ist ein deutscher

Journalist und Buchautor. Er war Gründer und von November 1992 bis

Mai 2011 Chefredakteur und Herausgeber des politischen

Zweimonatsmagazins NovoArgumente. Anfang 2011 arbeitete er zunächst

als Kommunikationsmanager für die Royal Bank of Scotland. Seit

August 2011 ist er als Leiter der Kommunikation Europa und Asien für

die BASF Plant Science tätig.“

TeilnehmerInnen beim InnoPlanta-Forum 2012

(laut TeilnehmerInnenliste – Gesamtliste siehe auf

http://de.indymedia.org/2012/09/334570.shtml):

– Vom Bauernverband: Werner Franke, Referent für Acker- und

Pflanzenbau des LBV (Brandenburgischer Bauernverband) und Helge

Klamke vom Deutschen Bauernverband

– Landkreise: Ulrich Gerstner (Landrat des Salzlandkreises), Karin

Müller (Wirtschaftsförderung des Harzkreises) und Bärbel Volkmann

(Wirtschaftsförderung des Bördekreises)

– Aus Überwachungsbehörden und –ministerien: Bernd Broschewitz

(Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern), Dietrich Mäde

(Überwachungsbehörde in Sachsen-Anhalt) und Torsten Hoffmann

(Überwachungsbehörde in Brandenburg)

– PolitikerInnen: Martin Neumann (MdB der FDP), Jürgen Scharf und

Jürgen Stadelmann (MdL der CDU) und Stephan Bischoff (MdL Bündnis

90/Grüne)

Die überraschendsten NichtteilnehmerInnen (laut Liste): Christel

Happach-Kasan (FDP) und Kerstin Schmidt. Zudem durften selbst

angemeldete Personen (die auch auf der Liste standen) nicht zur

Tagung, wenn sie vorher mit den DemonstrantInnen gesprochen hatten –

absurd!

Ganz vorbei: AgroBioTechnikum und Gentechnik in Mecklenburg-Vorpommern

Aus einem Interview mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus in der

Ostseezeitung, 11.9.2012

OZ: Das Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz im Landkreis Rostock befasste

sich bis 2011 mit Gentechnik-Versuchen. Sind die Messen endgültig

gesungen?

Backhaus: Ja, die grüne Gentechnik hat in Deutschland keine Zukunft.

Große Teile der Bevölkerung lehnen sie ab. Für mich war das ein

Lernprozess. Wenn ein Konzern wie die BASF bei Versuchen mit

genveränderten Kartoffeln im damaligen Müritzkreis so schwerwiegende

Fehler macht, dann kann ich das vor den Menschen nicht mehr verteidigen.

OZ: Bisher hieß es, es soll Platz für alle sein – genveränderte und

traditionell gezüchtete Pflanzen. Gilt das nicht mehr?

Backhaus: Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass diese Koexistenz

möglich ist. Praktisch nicht, rechtlich nicht. Bis heute konnte man

sich nicht auf Haftungsregelungen einigen, nicht einmal auf

verbindliche Abstandsregelungen für den Anbau.

OZ: Was bedeutet das für MV?

Backhaus: Für die Gentechnik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern

keinen Platz mehr. Das Land setzt auf Tourismus und

Gesundheitswirtschaft, auf Natürlichkeit. Dazu kann und muss die

Landwirtschaft einen Beitrag leisten. Das bietet übrigens Chancen,

die bisher viel zu wenig genutzt werden.

Kirchen-Seilschaften veröffentlichen Buch

In München sitzt eine der wichtigsten Kircheneinrichtungen pro

Agrogentechnik – das TTN. Zusammen mit der Uni München (LMU) wird

die Werbetrommel unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit

gerührt. Aus dem Ganzen ist jetzt ein Buch im Nomos-Verlag

erschienen: Grüne Gentechnik: Zwischen Forschungsfreiheit und

Anwendungsrisiko (herausgegeben von Prof. Dr. Herwig Grimm, Dr.

Stephan Schleissing). Wir dürfen gespannt sein und werden es

aufmerksam lesen …

********************

SPRÜCHEKLOPFERiNNEN

Zur Abwechselung gehen wir auch selbst mal unter die

SprücheklopferInnen oder zumindest –sammlerInnen. Das geschah

nämlich während der Aktionen in Gatersleben am Demopunkt

„Erwin-Baur-Platz“. Und hier ist das Ergebnis:

Lyrikwerkstatt aus der MV-Gegendemo zum 11. Innoplantatreffen in

Gatersleben, 4.9.2012

(Alle Sprüche sind nicht urheberrechtlich geschützt und daher frei

verwendbar und veränderbar.)

Siehst Du plötzlich GV-Raps wachsen

und denkst, da war er doch noch nie,

dann zuck wie Kerstin mit den Achseln

und sag „Das ist halt Biologie!“.

Wer steht vor seinem Spiegelbilde

und diskutiert um sehr viel Geld?

Die Inge, die genehmigt gerade

das eigene Gentech-Forschungsfeld.

Ist in Deutschland ein Gentechfeld besetzt

oder ein anderes ist breit,

dann ist auch Rechtsanwalt Stiebler entsetzt,

Vorname Doktor, und nicht weit.

Schlagstock und Pfefferspray

in die richtigen Hände,

und die Grüne Gentechnik

findet ihr Ende!

Wo Gensoja wächst

und Syngenta lacht

werden Indianer vertrieben

oder umgebracht!

Wird Dein Schwein krank

und bekommt keine Kinder

steckt bestimmt

Gendrecksojafutter dahinter.

Was macht den Maiszynsler

fett und voll Kraft?

MON 810,

das ist halt „Wissenschaft“.

Weil Monsantos Genbaumwolle

nicht funktioniert,

haben sich 10 000 indische Bauern

stranguliert!

Die Biene sich umsonst bemüht,

wenn in der Nähe Gendreck blüht.

Kein Mensch will etwas von ihr haben

weder den Honig, noch die Waben.

Wissenschaftler sollten helfen

und lindern Hungersnot.

Die Patente bringen Profite

und den Armen den Tod!

Was treibt die schärfsten Pestizide

bis in Dein Urin?

Benutze Gentech-Saaten,

da ist noch Wachstum drin!

Geht es dem Hamster schlecht

und hilft auch kein Trost,

sind in Kerstis Nagerzaun

die Maschen zu groß!

Weil sie zur aussterbenden Minderheit

zählen,

sollst Du Gentechnikfans nicht

quälen!

Da sie schreckhaft und  sensibel sind,

mußt Du mit ihnen reden, wie mit´m Kind.

Jetzt Gentechwissenschaftler

schnell US-Englisch üben,

weil Deutschlands Klima ist

zu schlecht für Gentechrüben.

Gentechzuckerrüben durch`ne

Motorsense püriert

heißt: Das Volk hat sich endlich

emanzipiert!

Wird der US-Farmer in der Welt

seinen Reis nicht los,

war auf Bayers Forschungsfeldern

die Sicherheit ganz groß!

Wer steht vorm Freiburger Münster

weil der Erzbischof ihn nicht mag?

Es ist Dr. Horst Rehberger

der hat Gentech-Aktivistentag.

Gibt’s bei Grüner Unvernunft

und Politikern Geschrei,

ist wohl ein Gentechfeld platt,

oder auch zwei.

Gibt’s kein Geld mehr

für den Dreck,

sind ganz schnell

die Felder weg.

Hast Du Dich mit Lügen

und Propaganda blamiert,

bekommst Du den Innoplanta-

preis, garantiert.

Goldner Reis soll Blinde heilen

in der dritten Welt.

wenn Du ißt pro Tag drei Eimer,

wo eine Handvoll fehlt.

Findest Du ’ne Kartoffelsorte,

die bisher noch keiner kennt,

haben tolle Wissenschaftler

bei BASF wieder gepennt!

Macht die Gentechgeldmaschine

„Ratata“ und „Piep!“

Reicht es dann in Kerstis Firma

für ’nen dritten Jeep!

Goldner Reis soll Blinde heilen!

Wie wär’s mit Gemüse teilen?

Menschenrechtsverletzungen

in Deutschland beenden!

GVO-Freisetzung

stoppen und verbieten!

GVO-Felder = Gewalt gegen Bauern + Kosumenten

Gewalt beenden = GVO-Felder verhindern!

Menschenrechtsverletzungen durch Deutschland

in der dritten Welt beenden!

Keine Gentechforschung/Anbau dort

durch deutsche „Entwicklungshilfe“!

Die Gentechmafia verletzt unser Menschenrecht

auf Selbstbestimmung,

unbelastete, gesunde Nahrung,

und freie, unabhängige Forschung!

(UN-Sozialpakt)

In Deutschland werden Menschenrechte verletzt.

Aktivisten, die sich mit zivilem Ungehorsam

gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen,

werden in Deutschland eingesperrt!

Freiheit für Menschenrechtsaktivisten

nicht nur in China, sondern auch in Deutschland!

FREIHEIT FÜR E. MÜLLER IN BERLIN!

Gentechnik heißt Tod, Armut, Hunger, Vertreibung

und Abhängigkeit für Menschen der dritten Welt

und Profit für die Konzerne!

Gentechnik ist nicht klug,

sie baut auf Lug und Trug!

Gentechnik macht die Natur platt

und die Menschheit auch nicht satt!

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AKTIONEN

Feldbefreier im Knast

In Berlin sitzt Erasmus im Gefängnis, weil er sich an einer

öffentlichen Feldbefreiung vor einigen Jahren beteiligt hat. Er

wollte die Geldstrafe nicht zahlen, also seinen Protest auch an

dieser Stelle konsequent zeigen. Mehr auf www.gendreck-weg.de.

Zoff um vermeintlichen Kirchenbrief

Das Schreiben der Kirchenzeitung „Glaube und Heimat“ an

Gaterslebener BürgerInnen schlägt hohe Wellen. Kirche und zitierte

Gentechniklobbyisten behaupten, das Schreiben sei gefälscht.

InnoPlanta wütet gegen vermutete VerteilerInnen aus

gentechnikkritischen Kreisen. Aus einer Presseinfo von InnoPlanta

vom 7.9.2012

(http://www.innoplanta.de/de/aktuell/kriminelle_aktion_hat_strafrechtliche_folgen.html):

Der Vorsitzende des InnoPlanta e.V., Karl Friedrich Kaufmann, und

der Vorsitzende des InnoPlanta-Beirats, Minister a.D. Dr. Horst

Rehberger, verurteilten das kriminelle Vorgehen der

Gentechnik-Gegner auf das Schärfste. „Die Liste der Straftaten

dieser wenigen, aber skrupellosen Berufsdemonstranten und

Feldzerstörer werde immer länger: Sachbeschädigung,

Hausfriedensbruch, Nötigung, räuberische Erpressung und

Freiheitsberaubung bei jüngsten Feldzerstörungen sowie jetzt

Urkundenfälschung und Beleidigung – es ist höchste Zeit, die

Rädelsführer angemessen zu bestrafen“ so Kaufmann und Rehberger.

Die Reaktionen verwundern, weil in dem Schreiben kaum etwas zu

finden war, was die Marktschreier der Gentechnik nicht auch so schon

rausgehauen hätten. Auch die Unterstützung der Gentechnik durch die

Kirche hat genau so stattgefunden, wie es dort stand. Wieso soll ein

Flugblatt, in dem genau das steht, was die machen, nicht auch von

denen stammen? Oder – andersherum – ist denen peinlich, dass in die

Öffentlichkeit kommt, was sie machen???

Presseberichte zum Flugblatt:

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1342037196393

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TERMINE FÜR DIE TON-BILDER-SCHAU „Monsanto auf Deutsch –

Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

• Mittwoch, 24.10. in Sigmaringen (Näheres folgt)

• Donnerstag, 25.10. in Marbach (bei Stuttgart, Strohgasse 3

• Freitag, 26.10. um 19.30 Uhr in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis,

Kesselhaus, Arnoldtstr.3)

• Samstag, 27.10. in Donaueschingen auf dem Berufs-Imkertag:

Ton-Bilder-Schau „Monsanto auf Deutsch – Seilschaften zwischen

Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen“

http://www.berufsimker.de/files/Programm Donaueschingen_ 10_2012_2.pdf

• Sonntag, 28.10., ab 14.30 Uhr in Bodenwerder (Kulturmühle,

Ortsteil Buchhagen) mit anschließender Preisverleihung des Preises

für Zivilcourage an den Referenten

(www.stiftung-zivilcourage.de/preistraeger.html)

• Ca. 8. bis 15.11. Veranstaltungstour durch Bayern und Österreich

Außerdem lade ich gerne auch zu meinen anderen Themen ein:

• Freitag, 19. Oktober in Berlin (KuBiZ, Bernkasteler Str. 78,

Berlin-Weißensee): Lesung und Diskussion „Freie Menschen in Freien

Vereinbarungen: Theorie der Herrschaftsfreiheit“ (anschließend am

Samstag und Sonntag: Seminar zum Thema)

• Montag 29.10. in Husum (Näheres folgt): Lesung und Diskussion

„Freie Menschen in Freien Vereinbarungen: Theorie der

Herrschaftsfreiheit“

• Donnerstag, 1.11. in Flensburg (Näheres folgt): Lesung und

Diskussion „Demokratie. Die Herrschaft des Volkes. Eine Abrechnung“

Die fehlenden Angaben und weitere Termine erscheinen so schnell wie

möglich auf www.projektwerkstatt.de/termin.html !

Feldbefreier in Haft
Erasmus sitzt seit 10 Tagen in der Justizvollzugsanstalt in Plötzensee in
Erzwingungshaft. Der Aktivist hatte 2008 nach vorheriger öffentlicher
Ankündigung mit vielen anderen Menschen zusammen gentechnisch
manipulierten Mais im fränkischen Kitzingen unschädlich gemacht. Schon
2009 war er zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er entschied sich
bewusst, das Geld nicht zu zahlen: „Nach wie vor ist die sogenannte Grüne
Gentechnik auf dem Vormarsch. Wir bräuchten stattdessen dringend Schutz
und Förderung der bäuerlichen, gentechnikfreien Landwirtschaft. Ich bin
nicht bereit, Geld zu zahlen an einen Staat, der weiterhin die
Gentechnikindustrie unterstützt.“
Erasmus geht es unseren Informationen nach den Umständen entsprechend gut
und er freut sich über Briefe an:
E. Müller
JVA Plötzensee
Friedrich-Olbricht-Damm 16
13627 Berlin

Quelle:
aktion@gendreck-weg.de

Belo Monte-Damm, Zivilcourage im Burgenland, Raising Resistance

Despite local, national and international opposition, the Brazilian government just issued the full installation license to begin construction on the Belo Monte Dam. The battle to defend the Xingu and its people is far from over, however! It’s now more important than ever that we take this campaign to the next level. Together with our indigenous partners and allies on the ground in Brazil, we are committed to a relentless fight stop the Belo Monte Dam. Will you continue to join us?

Please help us stop this monstrous project by sharing the petition with friends (see sample e-mail below) and joining the Cause „Stop the Monster Dam: Protect the Xingu River and its People“. Your donation today will help support indigenous leaders travel to Altamira to ensure their voices are heard and their demands are met.

And, please share our petition and Cause on Facebook and Twitter by sharing these sample messages:

Facebook:
Take action to defend the Amazon and indigenous rights. Sign the petition to Stop the Belo Monte Monster Dam http://amazonwatch.org/take-action/stop-the-belo-monte-monster-dam
or
Defend the Amazon and indigenous peoples rights. Support Cause to Stop the Belo Monte Monster Dam http://www.causes.com/campaigns/158177?cause_id=77274

Twitter:
Sign the @AmazonWatch petition to Stop the Belo Monte Monster Dam http://goo.gl/6dHGi

Join the Cause to Stop the Belo Monte Monster Dam http://goo.gl/sNQOf
For more information visit the following websites:

Amazon Watch
Movimento Xingu Vivo Para Sempre
Many thanks for your continued support,

Atossa Soltani
Executive Director
Amazon Watch

P.S. If you chose to subscribe to our monthly newsletter, Eye on the Amazon, you will now begin to receive it and occasional updates and action alerts in between issues. Our mailing list is an excellent way to stay informed on issues related to indigenous rights and the Amazon. We won’t overwhelm you with email, but we will keep you involved and up-to-date.


Hallo!

Wir Steirer haben bei unserer Auftaktveranstaltung der Zivilcourage im Oktober 2011 versprochen, dass wir, wenn unsere Mittel reichen, dem Burgenland und Kärnten in dieser Sache auf die Sprünge helfen wollen. Nun ist es so weit und ihr seid nun jene Personen, von denen ich e-mailadressen habe und von denen ich mir auch eine Mitarbeit vorstellen könnte.
Aber meine Bitte an euch ist auch die, dass ihr alle Leute, die eventuell mitarbeiten würden zu unserem Zivilcourage Burgenlandtreff nächste Woche einladet.

Donnerstag, 23.Februar 2012       19.00 Uhr
im Burgenlandhof
Kirchenstrasse 4
8380 Jennersdorf

Dort wollen wir alles weitere besprechen!

Einige von euch haben mir viele Unterschriften gesandt. Die Zivilcourage Steiermark dankt herzlich dafür!
Auf der Internetseite http://www.zivilcourage.ro hat die Steiermark im Moment 2078 abgegebene Stimmen und da sind einige von euch auch wesentlich beteiligt.

Ich würde mich auf ein Zusammentreffen vieler aktiver Menschen aus dem Burgenland am nächsten Mittwoch sehr freuen!

MlG

Toni

FILM: Premiere von „Raising Resistance“ in Deutschland und in Österreich:

Liebe Filmfreunde,

seit der Vorpremiere von RAISING RESISTANCE am 19.1. in Berlin und dem Launch unserer Webseite http://www.raising-resistance.info freuen wir uns riesig über die positiven Rückmeldungen. Weit mehr als 1.000 Anmeldungen über die Webseite aus ganz Deutschland haben uns bisher erreicht, so dass wir Euch unten eine Menge Vorführtermine mitteilen können.

Hier gibt das Video zur Vorpremiere in Berlin und Statements von der Wir-haben-es-satt-Demo. Probleme mit dem Link oben? Hier gehts direkt zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=LnRg1eyKC70

BUNDESWEITER KINOSTART
In folgenden Städten startet der Film zum 12.April:

Berlin
Hamburg
Köln
Frankfurt am Main
München

Ferner wird der Film in Lörrach, Ulm, Erding, Halle, Kirchberg, Witzenhausen und Lüneburg im Kino zu sehen sein. Die genauen Termine ab dem 12. April und die Spielstätten (Kinos) teilen wir Euch im Laufe der nächsten zwei Wochen mit.

HELFENDE HÄNDE GESUCHT
Wir suchen Helfer in den Städten Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und München, die das Filmplakat und Postkarten in Bio-Läden und ähnlich angesagten Orten aufhängen. Als Gegenleistung gibt es jeweils 2 Freikarten und das Original-Kinoplakat. Sendet uns dafür eine eMail mit Eurer Postadresse und später das Beweisfoto wie das Plakat in den Läden hängt.

AKTUELLE VORFÜHRTERMINE 2012
Berlin – Eiszeit Kino – 23.Februar bis 07.März
Köln – Filmpalette – 01.März
Leipzig – Kinobar Prager Frühling – 14.März
Amsterdam – Food Film Festival – 17.März
Den Haag – Movies that Matter Festival – 22. – 28.März
London – Curzon Soho – 27.März
London – Ritzy Cinema – 28.März
Wiesbaden – Murnau Filmtheater – 29.März
Frankfurt a.M. – Deutsches Filmmuseum – 30.März
Vorarlberg – Spielboden Dornbirn – 11.April
Tübingen, Stuttgart und Freiburg – Cinelatino Festival – 11. bis 18.April
Durham, North Carolina – Full Frame Filmfestival – 12. – 15.April
Linz – Moviemento – 16.April
London – DocHouse Festival – 26.April
Wien – Top Kino – 27.April

Bedanken möchten wir uns für die bisherige Unterstützung insbesondere bei:

EZEF
Meine Landwirtschaft
Save our Seeds
Informationsdienst Gentechnik
BÖLW

http://www.taz.de/!87394/
 
09.02.2012
Gentechnik kein Allheilmittel gegen Hunger

Innovationen auf dem Acker

Um künftig den Welthunger stillen zu können, muss an vielen Stellen geschraubt werden. Die Gentechnik wird kaum mehr als Allheilmittel gesehen.von Kathrin Burger

Forscher begreifen, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen nicht ausschlaggebend sind für die Welternährung.   Bild:  dpa

MÜNCHEN taz | Die grüne Gentechnik hat erhebliche Akzeptanzprobleme in Europa. Darum zog der Chemieriese BASF kürzlich seine Gentechforscher aus Deutschland ab. Dabei wurde Gentechnik auf dem Acker sogar mit dem Argument angepriesen, dass nur durch sie die wachsende Weltbevölkerung in Zukunft zu ernähren sei.

Schließlich könnte „Golden Rice“ viele Menschen vor Blindheit bewahren und Pflanzen könnten so mit Genen ausgestattet werden, dass sie resistenter gegen Hitze oder Krankheiten würden. Doch die mit Heilsbotschaften gespickten Imagekampagnen haben nicht geholfen.

Man möchte meinen, dass nur Laien diesem Argument misstrauen. Doch auch unter Wissenschaftlern hat sich klammheimlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen kaum eine Rolle spielen werden, wenn es darum geht, in 40 Jahren 9 Milliarden Menschen zu ernähren, was eine Mehrproduktion von 50 Prozent bedeutet.

„Wir sehen in dieser Zeitspanne nur eine untergeordnete Bedeutung von GVO-Pflanzen, was die Verbesserung der Welternährung angeht“, sagt etwa Stefan Siebert, Agrarwissenschaftler an der Uni Bonn. So hat eine US-amerikanische Übersichtsstudie mit dem Titel „Failure to Yield“ bereits 2009 belegt, dass die Ernte bei GVO-Soja und -Mais nicht größer ausfällt, als wenn man herkömmliche Sorten anbaut.

Jedes Land, jede Region hat seine Eigenheiten

„Gentechnik erleichtert zwar dem Bauern seine Arbeit, aber Ertragssteigerungen kann man einfacher mit anderen Methoden erzielen“, erklärt Siebert. So meinte kürzlich auch Anne Maina vom African Biodiversity Network: „GVO-Pflanzen sind keine Lösung für das Hungerproblem in Afrika.“ Man könne nicht am Bauern vorbei forschen, sondern müsse mit ihnen Lösungen erarbeiten.

Schließlich hat jedes Land, jede Region ihre Eigenheiten, das fängt beim politischen System an, geht über geografische Bedingungen bis zum Anbau unterschiedlicher Pflanzensorten. Und tatsächlich hat hier ein Umdenken stattgefunden: „Man geht heute bei der Hungerbekämpfung eher situationsbedingt vor“, meint Detlef Virchow vom Food Security Center an der Universität Hohenheim.

„Schon in Äthiopien sind die Rahmenbedingungen nicht die gleichen wie in Somalia, wo seit Jahren der Bürgerkrieg tobt.“ Umstände, die etwa den Transport von Feldfrüchten zum nächsten Markt erheblich erschweren und damit Landwirtschaft kaum lohnenswert macht.

In Afrika sind auch ganz andere Lebensmittel wichtig, etwa Yams, Banane oder Teff, eine Hirseart. Diese zählen allerdings zu den „neglected crops“, sie werden in den Forschungsabteilungen der Agroindustrie bislang kaum beachtet. „Weil diese Pflanzen aus verschiedenen Gründen nicht gewinnversprechend sind“, glaubt Howard Shapiro, Biotechnologe beim Lebensmittelkonzern Mars.

Traditionelle Zuchtverfahren verbessern

Ein Gentechbauer in den USA kauft jährlich neues Saatgut für seine Maisplantage, während der Kakaobaum einmal gesät wird und dann über Jahre steht. Zum Thema Gentechnik meint Shapiro: „Bei Kakao und afrikanischen Nutzpflanzen reicht es aus, diese mit traditionellen Züchtungsverfahren zu verbessern. Aber Wissenschaftler haben die Pflicht, in alle Richtungen zu denken.“

Tatsächlich diskutieren viele Wissenschaftler kaum noch mit ideologischen Scheuklappen. Es geht nicht mehr um „bio gegen konventionell“ oder „Gentechnik – ja oder nein“. Das neue Credo lautet: Umweltschonend muss mehr Getreide, Gemüse, Fleisch und Fisch produziert werden, das Wie ist zweitrangig.

Denn: „So wie die Landwirtschaft in Industrie- und Schwellenländern bislang arbeitet, mit zu hohem Wasser-, Düngemittel- und Pestizid-Einsatz, kann es nicht weitergehen“, meint der Bonner Wissenschaftler Siebert. Ein Paradigmenwechsel hat sich in den Laboren vollzogen.

Dies machte nicht zuletzt eine Studie deutlich, die im Oktober in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist und an der Stefan Siebert mitgewirkt hat. Hier werden fünf Punkte aufgelistet, die eine wachsende Weltbevölkerung ernähren könnten. Dazu zählt der Einsatz besser angepasster Sorten und effizienterer Anbaumethoden. Zudem sollten Wasser und Agrarchemikalien strategischer zum Einsatz kommen, um die Wirkung auf die Erträge global zu optimieren. Dann müssten die besten Ackerböden für die Nahrungsmittelproduktion reserviert sein.

Geringer Fleischkonsum wird empfohlen

Und letztens dürften nicht so viele Lebensmittel bereits auf dem Transport verderben oder im Küchenabfall landen. Auch ein geringerer Fleischkonsum in den Industrieländern wird empfohlen. All dies steht unter der Prämisse, dass keine weiteren Flächen mehr für die landwirtschaftliche Produktion geopfert werden dürften – das gilt vor allem für die Tropen.

Und so gibt es bereits viele Projekte, die im Rahmen einer „sustainable agriculture“ versuchen, mehr Ertrag zu erzielen. Der Kakao-Guru Shapiro hat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, eine Kakaopflanze mithilfe der Präzisionszucht zu entwickeln, die anstatt 400 Kilo Ertrag 2.000 Kilo Kakao pro Hektar abwirft. Für die Präzionszucht muss erst das Genom einer Pflanze bekannt sein.

Mithilfe eines „Real-Time-PCR-Gerätes“ kann man dann herausfinden, welche Stelle im Erbgut für welche Eigenschaft der Pflanze verantwortlich ist. In einem Kreuzungsversuch kann der Forscher dann zu einem sehr frühen Zeitpunkt, etwa schon im Samen, feststellen, welche Pflanze die gewünschte Eigenschaft wie „Hitzetoleranz“ oder „hoher Ertrag“ abbekommen hat. Wegen dieser Methode erfahren alte Pflanzensorten eine Aufwertung, sie werden wie Schätze in Genbanken gesammelt und gehütet.

Vor allem Reissorten wurden bereits erfolgreich mithilfe der Präzisionszucht optimiert. Beispielsweise hat Pamela Ronald, Biotechnologin an der UC Davis, einen „Tauchreis“ entwickelt. Dieser kann zwei Wochen unter Wasser überleben, während normaler Reis nach 5 Tagen abstirbt.

40 Prozent der Ernten gehen verloren

Zudem wird schädlingsresistente Cassava in Burundi, Kongo, Ruanda und Uganda angebaut. Schließlich gehen weltweit schätzungsweise 40 Prozent der Ernten immer noch durch Krankheitserreger verloren. Einige Bauern in Afrika und Asien bauen Reis und Süßkartoffeln an, die besonders reich an Vitamin A, Zink und Eisen sind. Neben der Sorte spielt jedoch vor allem der Anbau eine Rolle. Schließlich sind die „Ertragslücken“ durch Anbaufehler bei den Kleinlandwirten in Afrika und Südasien teilweise bis zu 80 Prozent.

Unter dem Schlagwort „Precision farming“ fasst man Kultivierungsformen zusammen, die hier ansetzen und gleichzeitig Ressourcen schonen: So wurde etwa durch Mechanisierung der Ernte in Brasilien die Getreideernte in den letzten 10 Jahren verdoppelt, ohne dass viel mehr Land dafür gebraucht wurde, schrieb John Beddington, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, in einem Übersichtsartikel 2010; spezielle GPS-Systeme erlauben es, dass präziser in Furchen gesät wird; Sensoren (im Traktor oder per Satellitensystem) können frühzeitig Krankheiten aufdecken; Tropfbewässerung und genaue Düngemittelapplikation, direkt am Fuß der Pflanze, wird bei Hirse- und Sorghum-Bauern in Burkina Faso, Mali und Niger bereits erfolgreich angewandt.

Das Ergebnis: Ertragssteigerung zwischen 40 und 120 Prozent. Die Forscher zeigen sich angesichts dieser vielen kleinen Fortschritte zuversichtlich: „Immerhin hat sich das Hungerproblem in den letzten Jahre leicht gebessert, wenn man die prozentualen Zahlen ansieht. Aber natürlich dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen“, sagt Detlef Virchow.

Und abermals die Gentechnik…

Freitag, 28.Oktober 2011, 17.00 Uhr
Gemeindezentrum Nestelbach im Ilztal

große Veranstaltung für „Agro – Gentechnik Freiheit“
mit Volker Helldorf, Klaus Faißner, Christoph Fischer, den Kindern von „Plant for the Planet“ und vielen mehr …

Gründung der Initiative „Agro-Gentechnik freie Steiermark“ – Zivilcourage
Auch eure Simme aus der Ferne hilft, zählt!

Stimme für eine „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“

www.zivilcourage.ro/php/gib_dein_ja_oesterreich.php >


Das Team vom Naturladen in Fürstenfeld wünscht Euch eine schöne Herbstzeit!
Roberto Schandor, Toni Ithaler

Zum Downloaden, Weitergeben, Verbreiten….

Steiermark PDF

stmk-flyer-web PDF

plakat-A2 PDF

Unterschriftenliste zum Ausdrucken, Weitergeben… : Unterschriftenliste-Steiermark PDF

Landkarte zum Eintragen (auch für Nichtsteirer): http://www.zivilcourage.ro/php/pixelpanel_steiermark.php?cmd=liste

(Die Eintragungen sind lesenswert!)

Wir bitten um Unterstützung durch Weitergabe, Unterschriften, Teilnahme…

(Quelle: Kleine Zeitung)

25. auf 26. Oktober 2011 – Aufstellen der Feldtafeln „Agro-Gentechnik-freie Steiermark“

(Abbildung = Flyer-Ausschnitt, GDEU)

Werte Bauern, Konsumenten, Mitstreiter!

Nun ist es soweit!
Ihr könnt Eure Stimme für eine „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“ unter                                       
diesem Link abgeben:    

www.zivilcourage.ro/php/gib_dein_ja_oesterreich.php >

(gilt überregional! – nicht nur für steirische Bürgerinnen und Bürger! Anm. GDEU:)

Für die Abgabe Ihres Statements von außerhalb des Bundeslandes, klicken Sie bitte auf den grünen Rand.
Auf dieser Seite findet ihr auch sämtliche Infos über Agro-Gentechnik.
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Mit dieser Feldtafel in der Größe von 100cm/70 cm, die ihr auf eurem Privatgrund aufstellen könnt, gebt ihr ein deutliches Zeichen
in Richtung „Agro-Gentechnik – Freie Steiermark“! Die Tafeln werden in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober aufgestellt!
Laufend sollen neue dazu kommen! Da seid Ihr gefragt!

Die Tafeln gibt es z.B. bei Toni Ithaler, Naturladen Roberto Schandor, Gärtnerei Peter Painer, Gremsl Resi……………………….

Aufkleber und anderes Material gibt es bei der Veranstaltung am 28.Oktober in Nestelbach im Ilztal!
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Am 28. Oktober 2011 ab 17.00 Uhr, findet in Nestelbach im Ilztal eine große Auftaktveranstaltung mit dem Zivilcourage -Gründer Christoph Fischer statt!

Ich erwarte euch auf dieser Veranstaltung, wir möchten ein kräftiges Zeichen in Sache Zivilcourage geben!

Nehmt bitte Bekannte, Verwandte, Freunde….. mit. Es soll ein deutliches demokratisches Zeichen für die Zukunft sein!

Das Team von der Zivilcourage

ZEDERN-PFLANZEN

LIEBE MITMENSCHEN,

HIER DER LINK ZUR EINLADUNG

ZUM ZEDERN-PFLANZEN:

http://www.natur-a.at/kultur_im_gei-a-dorf/Website/ZEDERN-PFLANZEN.html

MIT DENDROFORISCHEN GRÜSSEN

petRA rein-hart

http://www.cultiva.at/cms/website.php


VORTRÄGE:

http://www.cultiva.at/cms/website.php?id=/de/index/kongress.htm

weiteres reichhaltiges Programm – siehe Website!!