Kategorie-Archiv: Pressefreiheit

Lückenpresse bestätigt sich selbst

Früher hätte man es als unglaublichen Eklat bezeichnet, doch da so etwas heutzutage an der Tagesordnung ist, werden wohl nur einige Wogen hochgehen. Längerfristig wird aber auf ein volles Maß hingearbeitet. Es fehlt nicht mehr viel, dann durchschauen es alle. Und dann stürzt das Kartenhaus zusammen.

Dr. Daniele Ganser, durch seine brillanten Vorträge weithin bekannter Schweizer Historiker und Friedensforscher, wurde am 25. Februar 2017 unter der Zusage von Fairness in die Talkshow „Arena“ des Schweizer Fernsehsenders SRF gelockt. Die Gespräche fanden in Schwyzerdütsch statt, lassen sich aber bei etwas Vertrautheit mit dieser Sprache auch von Nichtschweizern verstehen. Der bekannte Weblog „Bumibahagia“ wies mit der Schlagzeile „TV CH – Eines Komplettindoktrinierten Spitzenleistung“ auf diese Sendung hin: https://bumibahagia.com/2017/02/26/tv-ch-eines-komplettindoktrinierten-spitzenleistung/

Ausgerechnet Dr. Daniele Ganser, der vor der Manipulation durch Auslassung seitens der Medien warnt, das Wort im Mund umzudrehen, indem man eines seiner Mails auszugsweise zitierte und dabei einen wesentlichen Teil der Aussage wegließ, was den Sinn förmlich ins Gegenteil verkehrte, damit wagte man sich schließlich doch zu weit. Während man zuvor in der Diskussionsrunde geflissentlich von Dr. Ganser aufgeworfene Fragen übergangen hatte, verbiss man sich unisono derart vehement in diese absichtliche Fehlinterpretation, dass sich der völlig überrumpelte Herr Dr. Ganser merklich beherrschen musste, um nicht emotionell zu werden.

Dr. Ganser hat nun prompt eine Stellungnahme aufgezeichnet, in der er die Situation darlegt. Das kritische Online-Medium Klagemauer.TV, kurz kla.tv, widmete ihm eine Sendung, die die Vorgänge erläuterte und diese Stellungnahme veröffentlichte: https://www.kla.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=8831&id=10040&autoplay=true

Wir  meinen, der Schuss ist da nach hinten losgegangen. Durch den  niederträchtigen Versuch, ausgerechnet den seriösen, gründlich recherchierenden und redegewandten Dr. Ganser medial hinzurichten, indem man ihm vor dem Schweizer Fernsehpublikum  provozieren und bloßstellen wollte, erreichte man das Gegenteil: erzürnte Reaktionen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Einmal mehr wurde hier mit aller Deutlichkeit gezeigt, wie die Medien arbeiten, für die die Bürger Zwangsabgaben zahlen müssen. Milliarden Euro werden kassiert, um zu agitieren und um Sendungen auf die Zuschauen auszuschütten, die alle Regeln des Journalismus missachten. Unabhängige Recherchen werden geflissentlich ignoriert und Fragestellende versucht man als Verschwörungstheoretiker mundtot zu machen. Das alles geschieht schon lange, doch wenn so weiter gewütet wird, wird es bald der Dümmste begreifen.

Es ist anzunehmen, dass die Popularität von Dr. Daniele Ganser dank dieser Sendung erst recht zunehmen wird, was frappierend an das vielzitierte Goethe-Zitat erinnert (Mephistopheles im „Faust I“): „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“

Immer noch wollen die Mainstream-Medien die wahren Hintergründe aus Dummheit, Feigheit, Gier oder sonstigen niedrigen Motiven verschweigen. So lange wird dieses Treiben währen, bis die Konsumierenden aufwachen und ihre Konsequenzen ziehen. Und so ebnet die sogenannte vierte Macht im Staat durch ihren Machtmissbrauch den Weg für eine Gesellschaft, die sich zunehmend selbst definiert und aus sich selbst erneuern wird.

Eindeutig einer Aufnahme ins Museum für Zivilcourage würdig:

Erstens, weil es solche klaren, gut recherchierenden investigativen Forscher wie Dr. Daniele Ganser braucht, die sich nicht durch „indoktrinierte Chorknaben“, wie es Thomram im Blog „Bumibahagia“ so schön ausdrückt, einschüchtern lassen.

Und zweitens, weil solche Anlassfälle dazu dienen, dass sich die Empörung der BürgerInnen spürbar auf diejenigen entladen kann, die das Volk manipulieren und dummhalten wollen. Möge möglichst viel Gebrauch von unseren Möglichkeiten des Protestes und der Veränderung  gemacht werden!

Hier auch Klartext im Blog „Propagandaschau“ vom 26.2.2017 zum gegenständlichen Vorfall am 25.2.2017:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/02/26/attacke-auf-daniele-ganser-auch-das-srf-beherrscht-die-miesen-tricks-der-propaganda/

und ein weiterer Artikel aus der Schweiz:

http://www.infosperber.ch/Medien/SRF-Arena-Daniele-Projer-griff-Daniele-Ganser-unfair-an

Nachtrag vom 7. März 2017 – Kommentar von Heiko Schrang:

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9376416-insider-steckt-geheimplan-lanz-co-talkshows

http://www.macht-steuert-wissen.de/2100/-steckt-ein-geheimplan-hinter-den-lanz-will-und-co-talkshows/

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We Are Change warnt Journalisten vor Naivität

http://wearechange.org/about/

Unabhängiger Journalismus scheint heutzutage brandgefährlich zu sein.
Wir haben zwar keinen Einblick in diese Angelegenheit, erfahren heute zum ersten Mal davon, wurden jedoch hellhörig und beobachten, wie es mit „We Are Change“ weitergeht.

ACHTUNG WARNHINWEIS – Luke Rudkowski wearechange.org

Weitergabe eines Aufrufs von Assange

Die folgende Information möchten wir einfach so weitergeben wie wir sie heute erhalten haben.

Aufruf von Julian Assange / Wikileaks:

“Steht auf und handelt – Jetzt!”

http://lupocattivoblog.com/2012/12/27/julian-assange-wikileaks-steht-auf-und-handelt-jetzt/

Julian Assange / Wikileaks: “Steht auf und handelt – Jetzt!”

Geschrieben von Maria Lourdes – 27/12/2012

luftpost-kl.de veröffentlichte eine Übersetzung des Appells, den Julian Assange vor Weihnachten an die Weltöffentlichkeit gerichtet hat. Niederschrift seiner unter nachstehendem Link hier nicht aufzurufenden Video-Botschaft –Information Clearing House, 20.12.12

Vor sechs Monaten oder genau 185 Tagen wurde ich in diesem Gebäude aufgenommen. Es ist zu meiner Wohnung, meinem Büro und meiner Zuflucht geworden. Dank der prinzipienfesten Haltung der ecuadorianischen Regierung und der Unterstützung des Volkes von Ecuador bin ich in dieser Botschaft in Sicherheit und kann von hier aus frei reden. 

Seit ich hier bin, haben jeden Tag Menschen aus eurer Mitte vor dieser Botschaft Wache gehalten – bei jedem Wetter. An jedem einzelnen Tag, seit ich im Sommer hierher kam. Und jetzt ist Winter.

Diese Solidarität hat mich in meinem Tun bestärkt, und ich bin den Menschen, die auf der ganzen Welt die Arbeit von WikiLeaks unterstützen, sehr dankbar dafür; sie schützen damit die Redefreiheit, die Pressefreiheit und andere wesentliche Elemente der Demokratie. 

Obwohl meine Freiheit eingeschränkt ist, kann ich vor diesem Weihnachtsfest zu euch sprechen – 232 Journalisten, die zur Zeit in Gefängnissen festgehalten werden, können das nicht:

  • der in Schweden verfolgte  Godfried Svartholm (der die Website The Pirate Bay betrieben hat kann das nicht,
  • der in New York eingesperrte  Jeremy Hammond kann das nicht,
  • der in Bahrain eingesperrte  Nabeel Rajab kann das nicht,
  • auch Bradley Manning, ein junger Mann, der in dieser Woche 25 Jahre alt wird und seine Würde bewahrt hat, obwohl er schon mehr als 10 Prozent seines bisherigen Lebens in Gefängnissen verbracht hat und teilweise nackt und ohne Brille in einen Käfig eingesperrt war, kann das nicht,

und noch viele andere, die wie ich verfolgt werden, können das ebenfalls nicht.

Ich grüße diese tapferen Männer und Frauen. Und ich grüße all jene Journalisten und Publikationen, die mit ihren Artikeln darüber informieren, was den Verfolgten angetan wird, die trotz Einschüchterung und Strafverfolgung die Wahrheit verbreiten und den Journalismus und die Aufklärungspflicht der Medien ernst nehmen.

  • Von der Verbreitung der Wahrheit hängt alles andere ab.
  • Nur mit festen Steinen können wir hohe Häuser errichten.
  • Und unsere Zivilisation bleibt nur erhalten, wenn die Ideen, auf denen sie ruht, wahr sind.

Wenn korrupte Firmen unsere Häuser bauen, wenn der Zement mit Erde gestreckt und wenn hochwertiger Baustahl durch Alteisen ersetzt wird, können die Gebäude nicht so stabil werden, dass wir sicher darin leben können. Und wenn unsere Medien korrupt bleiben, wenn sich unsere Akademiker auch weiterhin einschüchtern lassen, wenn unsere Geschichte durch immer neue Halbwahrheiten und Lügen verfälscht wird, kann unsere Zivilisation nicht überleben. Dann wird sie untergehen.

Unsere Gesellschaft lebt in intellektuellen Slums. Unsere Ansichten über unsere Welt und unser Miteinander hat uns das gleiche System vermittelt, das uns immer wieder in Kriege gelogen und Millionen Menschen damit umgebracht hat. Man kann keine Wolkenkratzer aus Plastilin bauen. Und eine Zivilisation, in der es gerecht zugehen soll, kann nicht auf Ignoranz und Lügen aufgebaut sein.

Wir müssen einander erziehen. Wir müssen diejenigen feiern, die uns die Wahrheit offenbaren, und diejenigen verurteilen, die unsere Fähigkeit vergiften, die Welt in der wir leben, auch zu begreifen. Die Qualität unsere Gespräche untereinander entscheidet über den Fortbestand unserer Zivilisation. Die heutige Generation kann sich auf ihre eigenen Füße stellen und ihre Weltsicht revolutionieren.

Zum ersten Mal in der Geschichte können die am stärksten von der Geschichte Betroffenen auch deren Macher sein. Nicht nur die Arbeit von Journalisten und Publizisten spricht für sich selbst, das tut auch jede andere Arbeit und jedes Kriegsverbrechen.

Ich grüße alle, die erkannt haben, dass die Presse- und Informationsfreiheit, die in der  Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und vom 1. Zusatzartikel zur US-Verfassung garantiert werden – in Gefahr sind und deshalb verteidigt werden müssen – wie niemals zuvor. WikiLeaks wird ständig von Strafverfolgungsbehörden beobachtet; Ecuador und andere Regierungen in Lateinamerika haben erkannt, dass mein Leben und meine Arbeit deshalb gefährdet sind.

Das Asyl wurde mir nicht aus einer Laune heraus, sondern aus guten Gründen gewährt.

Dass ich von der US-Regierung verfolgt werde, ist durch beeidete Aussagen vor US-Gerichten belegt und wurde vom US-Justizministerium und vom Bezirksstaatsanwalt von Virginia bestätigt. Über seine Vorladungen wird vor Gerichten gestritten. Das Pentagon hat seine Drohungen gegen mich im September wiederholt und behauptet, die bloße Existenz von WikiLeaks sei bereits ein Verbrechen.

Meine Arbeit ist nicht gefährdet. Aber weil dieses unberechtigte Verfahren gegen mich weitergeht und weil die australische Regierung mein journalistisches Anliegen und die Veröffentlichungen von WikiLeaks nicht stützt, muss ich hier bleiben. Die Tür zu mir war und ist jedoch immer offen – für alle, die mit mir sprechen wollen. Wie die meisten von Ihnen bin ich bisher noch nicht wegen eines Verbrechens angeklagt worden. Wenn korrupte Journalisten etwas Anderes behaupten, dann stimmt das nicht. Auf der Website  www.justice4assange.com könnt ihr euch über die Faktenlage informieren. Helft mit, dass die Welt die Wahrheit erfährt.

Trotz aller Einschränkungen, trotz der gerichtlich verfügten Sperrung der WikiLeaks- Konten, die so illegal ist wie das Embargo gegen Kuba, trotz einer beispiellosen Kampagne der Strafverfolgungsbehörden, die WikiLeaks zerstören wollen, war 2012 ein sehr erfolgreiches Jahr für uns.

  • Wir haben fast eine Million Dokumente veröffentlicht, mit wichtigen Enthüllungen zu den Ereignissen in Syrien.
  • Wir haben massenhafte staatliche Überwachungsmaßnahmen entlarvt und Hunderttausende von Dokumenten privater Nachrichtendienste veröffentlicht.
  • Wir haben Informationen über die Behandlung von Häftlingen in der Guantánamo Bay und anderswo verbreitet.
  • Wir haben uns vor Gerichten und vor dem Europa-Parlament erfolgreich gegen die  Blockadepolitik zur Wehr gesetzt.

Nach einem zweijährigen Kampf konnten wir erreichen, dass Zuwendungen an WikiLeaks, die bisher nirgendwo steuerabzugsfähig waren, das jetzt in der gesamten Europäischen Union und in den USA sind. Erst letzte Woche konnte WikiLeaks äußerst wichtige Informationen darüber veröffentlichen, was wirklich mit El Masri, einem unschuldigen Europäer passiert ist, den die CIA kidnappen und foltern ließ. (s. hier und hier).

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder viel zu tun haben. WikiLeaks liegen bereits mehr als eine Million Dokumente zur Veröffentlichung vor, Dokumente, die jeden Staat der Welt – dieser Welt – betreffen. Und in Australien wird ein nicht gewählter Senator durch denjenigen ersetzt werden, der wirklich gewählt wurde.

Auch 2013 werden wir uns gegen unsere Verfolger wehren. Die ecuadorianische Regierung und andere Regierungen Lateinamerikas haben gezeigt, wie man sich durch die Verteidigung gemeinsamer Werte auch gegen Unterdrücker zur Wehr und durchsetzen kann. Diese Regierungen bedrohen niemanden, greifen keine anderen Länder an und setzen auch keine Drohnen ein. Aber gemeinsam sind sie stark und unabhängig.

Die aus Hilflosigkeit erwachsenen Aufrufe Washingtons, Wirtschaftssanktionen gegen Ecuador zu verhängen, weil dieses Land sich für meine Rechte einsetzt, sind unangebracht und töricht. Präsident Correa hat richtig darauf geantwortet “Die Prinzipien Ecuadors stehen nicht zum Verkauf.” Gemeinsam müssen wir das mutige Volk von Ecuador vor Einmischung in seine Wirtschaft und vor Einmischung in seine im nächsten Jahr stattfindenden Wahlen schützen.

Die Macht von Menschen, die widersprechen und sich gemeinsam widersetzen, erschreckt alle korrupten undemokratischen Machthaber. Auch die Regierungen westlicher Staaten betrachten ihre Bürger inzwischen als Feinde, die überwacht, kontrolliert und in die Armut getrieben werden müssen.

Wahre Demokratie ist weder im Weißen Haus noch (in der australischen Hauptstadt) Canberra zu finden. Wahre Demokratie entsteht durch den Widerstand von Menschen, die sich vom Tahrir-Platz (in Kairo) bis nach London mit der Wahrheit gegen die vielen Lügen zur Wehr setzen. Jeden Tag lehren uns einfache Menschen, dass Demokratie durch Rede- und Meinungsfreiheit entsteht.

Wenn wir, das Volk, aufhören zu widersprechen und uns zu widersetzen, sind wir leicht zu spalten und ruhigzustellen, und sobald wir uns von einander abwenden, sind wir nicht mehr frei. Denn wahre Demokratie entsteht nur aus unserem gemeinsamen Widerstand.

 

Wenn ihr euch nicht wehrt, gebt ihr auf, was euch zu Menschen macht – eure Entscheidungsfreiheit, eure Unabhängigkeit und sogar euer Gefühl für das, was richtig und was falsch ist. Mit anderen Worten, ohne es zu wollen, werdet ihr passiv, unterwürfig und unfähig, euch und alle, die ihr liebt, zu verteidigen.

Oft werde ich gefragt: “Was kann ich tun?” Die Antwort ist nicht besonders schwierig.

Lernt, wie die Welt funktioniert! Hinterfragt Behauptungen, Handlungen und Absichten derjenigen, die euch hinter der Maske der Demokratie oder Monarchie zu kontrollieren versuchen! Schließt euch zusammen, um gemeinsam eure Zukunft zu entwerfen, zu planen, aufzubauen, finanziell abzusichern und zu verteidigen!

Lernt aus Erfahrung, steht auf und handelt! Jetzt!

Übersetzung:  Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

 

Steirer wehren sich gegen Glashausfabrik, Aufruf P.E.N.-Club

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2013! Die MuZiKu-Redaktion

TERMINE: Am 26.12. um 14.00 Uhr, ausnahmsweise am

BALLHAUSPLATZ, gibt es die nächste Kundgebung für ein freies Österreich:

Raus aus ESM, Euro, Euratom und EU.
http://www.eu-demo.blogspot.com

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die IG Autorinnen Autoren unterstützt den beiliegenden Aufruf des internationalen und des österreichischen P.E.N. Zusendungen bitte bis Ende Februar 2013 an: info@penclub.at oder Österreichischer P.E.N.-Club, 1010 Wien, Bankgasse 8.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Ruiss
Time to Say: NO!

Im Oktober 2012 wurde in Pakistan die vierzehnjährige Bloggerin Malala Yousafzai auf der Heimfahrt von der Schule in einem Bus von Terroristen der Taliban lebensgefährlich verletzt. Sie hatte in einem Blog über die Lage in dem von den Taliban seit 2007 beherrschten Swat-Tal berichtet, in dem Mädchen systematisch von der Schulbildung ausgeschlossen werden.

Dazu können wir nicht schweigen.

Vielleicht werden Sie sich fragen: Was geht das den PEN-Club an? Abgesehen von der Tatsache, dass wir jegliches Gewaltverbrechen verurteilen, sehen wir diese feige Attacke auch als einen Angriff auf die Freiheit des Wortes an. Ohne Schreiben und Lesen gäbe es keine Buchliteratur, also auch keine „poets, essayists, novelists“, die der PEN in seinem Namen trägt. Es gäbe auch keine Freiheit des Wortes mehr, weil es nicht mehr aufgeschrieben und gelesen werden könnte.

Das Recht auf Bildung ist ein universelles Menschenrecht und ist daher auch Grundlage und Garant für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Beides gilt unabhängig und uneingeschränkt vom jeweiligen natürlichen Geschlecht.

Wir müssen Stellung beziehen. Wir wollen all denen N E I N sagen, die das Recht auf Bildung in Frage stellen, teilweise einschränken oder gar abschaffen wollen.

Schreiben Sie uns Ihre Gedanken in Form von Kurzprosa oder Gedichten und schicken Sie uns diese in der Sprache, in der Sie sich literarisch ausdrücken. Und wenn Sie sich einer außereuropäischen Sprache bedienen wollen, dann verwenden Sie diese. Tragen Sie dazu bei, ein vielstimmiges, vielsprachiges N E I N auszusprechen. Am 8. März 2013, dem Weltfrauentag, werden wir über das Ergebnis unserer weltweiten Kampagne berichten.

Philo Ikonya, Board member of PEN International
Helmuth A. Niederle, Präsident PEN Austria

Die Autorinnen und Autoren stimmen ausdrücklich zu, dass die von ihnen eingesendeten Texte teilweise oder vollständig vom Österreichischen PEN-Club im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht werden dürfen!

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121004_OTS0204/steirer-wehren-sich-gegen-glashausfabrik-in-tourismusregion

Steirer wehren sich gegen Glashausfabrik in Tourismusregion

Bürger, Gemeindepolitiker, Tourismusverband und örtliche Unternehmen wollen kein „Megaprojekt der Gigantomanie und der Hässlichkeit“

Bad Blumau (TP/OTS) – Bürger, Gemeindepolitiker, Tourismusverband,
örtliche Unternehmer und private Aktivisten wehren sich gegen ein
agroindustrielles Großprojekt, mit dem der Landwirtschaftskonzerns
„Frutura“ in der Oststeiermark in großflächigen Glashausanlagen
Tomaten anbauen will.

Agroindustrie passt nicht zu sanftem Tourismus

„Die Region setzt gemäß ihres Leitkonzeptes seit vielen Jahren
erfolgreich auf sanften Tourismus. Agroindustrie ist damit nicht
vereinbar. Der Tourismus würde durch die Industrieanlagen und den
damit verbundenen Schwerverkehr leiden. Die Lebensqualität und die
Grundstückspreise würden sinken. Die Bad Blumauer Heilwasserquelle,
Kern des touristischen Erfolges der Region, ist durch die geplante
industrielle Ausbeutung des Heißwasservorkommens zur Energiegewinnung
gefährdet“, so der Tenor.

Touristikveranstalter warnen

Maria Perl, Leiterin des Tourismusverbandes Bad Blumau, wies
heute, Donnerstag, in einer Aussendung darauf hin, dass die
Ausrichtung auf sanften Tourismus die betroffene Gemeinde Bad Blumau
von der ärmsten Gemeinde Österreichs zu einem wohlhabenden Kurort
gemacht habe. „In Folge der Medienberichterstattung über das geplante
Agroindustrieprojekt liegen uns nun bereits Warnungen von
Touristikveranstaltern vor, dass wir sie unter diesen Bedingungen als
Kunden verlieren würden.“

Heilwasserquelle gefährdet

Robert Rogner, Chef des touristischen Leitbetriebes Rogner Bad
Blumau, erklärte, dass er das Projekt detailliert geprüft und nach
Einsicht aller vorhanden Unterlagen und Konsultierung von Experten
klar abgelehnt habe. „Das Projekt entspricht in der geplanten Form
nicht unseren Grundsätzen der ökologischen und sozialen
Nachhaltigkeit“, sagte Rogner. „Zudem ergab die Begutachtung durch
Experten, dass bei einer Nutzung des unterirdischen Heißwassers im
großen Stil unsere Thermalquelle gefährdet ist. Als Leitbetrieb, der
für 320 Mitarbeiter und ihre Familien verantwortlich ist, haben wir
die Pflicht, darauf hinzuweisen.“ Dass er bereit gewesen sei, das
Projekt zu prüfen, bedeute nicht, dass er je in der jetzt geplanten
Form damit einverstanden gewesen sei, betonte Rogner.

Karl Semmler, Gemeinderat in Bad Blumau, wies darauf hin, dass das
Projekt intransparent sei und dem Gemeinderat niemals in
nachvollziehbarer schriftlicher Form vorgelegt worden sei. „Es gab
lediglich mündliche Informationen und den Besuch eines
Vorzeige-Referenzbetriebes, bei dem Fotos einer rein
agrarindustriellen Produktion aufgenommen wurden. Diese Fotos zeigen
klar, wie Tomaten auf Flies mit Flüssignährdünger zu schnellem
Wachstum gepusht werden. Bis zu 13 Meter lange Stängel der Tomaten
sagen alles.“ Mit „süß, saftig, steirisch“ und bäuerlicher Produktion
habe das jedenfalls nichts mehr zu tun.

„Skandalöse Behandlung von Bürgern“

Auch der in Bierbaum lebende bekannte Internist Herbert Riegler
wehrt sich mit einem „Aufruf zur Verhinderung“ gegen das Projekt.
„Eine 26,8 Hektar große Glashausfabrik bedeutet vierzig Hektar
Gesamtfläche und Belastungen durch Schwerverkehr in der
Tourismusregion. Außerdem ist durch die künstliche Beleuchtung eine
Lichtbelastung in der Nacht zu erwarten.“ Die intransparente
Vorgehensweise bei der Umwandlung eines beschaulichen Ortes in einen
Industriestandort sei Projektbetreibern wie „Frutura“ und „Spar“
unwürdig. Alle Informationen würden nur auf Hörensagen beruhen. Klar
sei bisher nur, dass es sich um ein „Megaprojekt der Gigantomanie und
der Hässlichkeit“ handle. „Wie hier mit Bürgerinnen und Bürgern
umgegangen wird, ist skandalös“, sagte Riegler.

ZiB-Redaktion – das Protest-Video

Die Redakteurinnen und Redakteure des Aktuellen Dienstes in der ORF-Fernsehinformation protestieren für die Unabhängigkeit und für das Ende von partei-politisch motivierten Postenbesetzungen. 55 Mitarbeiter erheben ihre Stimme und fordern die Einhaltung des in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Rechtes auf Unabhängigkeit des ORF.

Für die Produktion dieses Videos wurde kein ORF-Equipment verwendet, sondern ausschließlich private Film-&Schnittausrüstung.

Frohe Ostern!

MUZIKU wünscht allen seinen Userinnen FROHE OSTERN!

http://orf.at/stories/2054216/

Henri-Nannen-Preis an „Le Canard enchaine“
Die französische Wochenzeitung „Le Canard enchaine“ erhält für ihren Einsatz für die Pressefreiheit den Henri-Nannen-Preis 2011 des Verlags Gruner + Jahr. Das investigative und satirische Blatt, deren Name „Die angekettete Ente“ bedeutet, habe zahlreiche Missstände in Frankreich publik gemacht, teilte der Verlag heute mit.
Die 1915 gegründete Zeitung sei von Beginn an vollkommen unabhängig, verzichte auf Einnahmen durch Werbung und habe allen Angeboten aus Wirtschaft und Politik stets widerstanden.
Das Motto des „Canard“ lautet übersetzt: „Die Pressefreiheit verschleißt nur, wenn man sie nicht nutzt.“ Diesem Leitsatz fühlt sich die Redaktion verpflichtet und deckt schonungslos politische Skandale und Korruption auf in einem Land, in dem laut Verfassung Pressefreiheit herrscht, die Wahrheit aber manchmal anders aussieht. Dafür gebühre den Kollegen Anerkennung und Respekt“, sagte „stern“-Chefredakteur Andreas Petzold zur Entscheidung der Jury.