Sachliteratur ZC

SACHLITERATUR

Miteinander Bürger gewinnen, MANZ, 2008

AUS WIKIPEDIA:

  • Johannes Czwalina: Wer mutig ist, der kennt die Angst. Zivilcourage statt Opportunismus, Verlag: Brendow, 2008. ISBN 978-3865062123
  • Dieter Deiseroth: Zivilcourage am Arbeitsplatz – Rechtliche Rahmenbedingungen. In: Hermann Reichold, Albert Löhr, Gerhard Blickle (Hrsg.): Wirtschaftsbürger oder Marktopfer? München 2001.
  • Stefan Frohloff: Gesicht zeigen! Handbuch für Zivilcourage. Campus Verlag, Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-593-36807-2
  • Wolfgang Heuer: Couragiertes Handeln. Lüneburg 2002.
  • Max Hollweg: Es ist unmöglich von dem zu schweigen, was ich erlebt habe: Zivilcourage im Dritten Reich. Mit einem Vorwort von Detlef Garbe. Bielefeld: Mindt, 3. Aufl. 2000, ISBN 3-00-002694-0
  • Kai Jonas, Margarete Boos & Veronika Brandstätter (Hrsg.): Zivilcourage trainieren: Theorie und Praxis. Göttingen 2006, ISBN 3-801-71826-3
  • Ulrich Kühne (Hrsg.): Mutige Menschen. Frauen und Männer mit Zivilcourage. Vorwort von Ulrich Wickert. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2006. ISBN 3-938045-13-2
  • Dieter Lünse, Jörg Rohwedder, Volker Baisch: Zivilcourage. 3. überarb. Auflage, Agenda Verlag, Münster 2001, ISBN 3-929440-72-5
  • Gerd Meyer: Lebendige Demokratie. Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungsergebnisse und Praxisperspektiven. Baden-Baden 2004.
  • Gerd Meyer, Ulrich Dovermann, Siegfried Frech, Günther Gugel (Hrsg.): Zivilcourage lernen. Analysen – Modelle – Arbeitshilfen. Bundeszentrale für politische Bildung/ Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg 2004. ISBN 3-89331-537-3
  • Gerald Praschl, Marco Hecht: Ich habe Nein gesagt – Zivilcourage in der DDR, Kai Homilius Verlag Berlin, 2002, ISBN 3-897-06891-5
  • Gedanken über Zivilcourage, herausgegeben 2007 von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
  • Wolfram Wette: Zivilcourage unter extremen Bedingungen. Empörte, Helfer und Retter in der Wehrmacht. Freiburger Rundbrief 1/2004 [1]

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Halide Edip Adıvar, Memoiren einer streitbaren Frau

Sabatina James, Sterben sollst du für dein Glück, Verlag Knaur – http://www.krone.at/welt

John F. Kennedy: Zivilcourage. ECON-Taschenbuchverlag, 1992. ISBN 3-612-26003-0

Zivilcourage (Originaltitel: Profiles in Courage) ist ein 1956 erschienenes Buch des damaligen US-Senators von Massachusetts John F. Kennedy.

Kennedy beschreibt darin am Beispiel von 8 verschiedenen Senatoren aus der US-amerikanischen Geschichte, dass Zivilcourage die wichtigste Eigenschaft eines Politikers sei. Die biografischen Texte behandeln Politiker, die gegen ihre früheren Überzeugungen, gegen die Linie ihrer Partei oder gegen die öffentliche Meinung gehandelt haben. Es stellt folgende Senatoren vor: (…)

(Näheres unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilcourage/Buch)

Why the future doesn’t need us.

Our most powerful 21st-century technologies – robotics, genetic engineering, and nanotech – are threatening to make humans an endangered species.

http://www.wired.com/wired/archive/8.04/joy.html

https://muzikublog.wordpress.com/kunst/kunst-alle-sparten/literatur/textraum/

Wien, 7. März 2012

Die Kunst Widerstand zu leisten – wie mit §278a und im Tierschutzprozess Freiheit untergraben und Kunst zum Verbrechen wurde

Das neue Buch zum Tierschutzprozess von dem Künstler und VGT Mitarbeiter Chris Moser ist erschienen

In den ersten 60 Seiten seines Buches beschreibt er seinen Werdegang und hält dabei nicht hinter den Berg, wie er auch aufgrund seiner Graffiti-Aktionen mit dem Strafgesetz und der Polizei in Konflikt kam. Erfrischend offen und ehrlich schildert er, wie weit er sich mit seiner Kunst und seinem politischen Aktivismus hinausgelehnt hat. Doch nichts davon ließ ihn auch nur im Entferntesten vermuten, was auf ihn als Kampagnenleiter für Tirol des VGT zukommen sollte, im Rahmen der Tierschutzcausa.

Erst 2001 kommt Moser mit der Tierrechtsbewegung in Kontakt, indem er am Kunstsymposium „Tier als Subjekt“ im Burgenland teilnimmt, im Übrigen eine im Strafantrag nach §278a inkriminierte Veranstaltung. In guter alter österreichischer Tradition (die 1968er Bewegung in Österreich wurde wesentlich von KünstlerInnen und Kunstaktionismus getragen) ist und bleibt Moser hauptsächlich im Rahmen seiner Kunstprojekte, Malereien und vor allem Skulpturen politisch aktiv. Zusätzlich geht er auf Demonstrationen gegen Rassismus, gegen die Globalisierung und gegen die Jagd. Proteste gegen Pelz organisiert er selbst. Zu der Tierrechtsszene außerhalb Tirols hat er nur losen Kontakt, Wien erschreckt ihn, der mit seiner Familie in einem uralten Tiroler Bergbauernhaus wohnt, als Großstadt zutiefst. Diese Aspekte seiner Erzählung berühren und amüsieren.

Doch dann kommt alles ganz anders

Am 21. Mai 2008 wird er, wie gut 40 andere TierrechtlerInnen zeitgleich in ganz Österreich, von der Polizei zu Hause überfallen und in ein Gefängnis überstellt. Moser schildert diese für ihn besonders dramatische Aktion – es waren auch seine kleinen Kinder anwesend! – und seine anschließende 3-monatige U-Haft in großem Detail. Von jedem Tag kann man nachlesen was er tat, wie es ihm ging und wie mit ihm umgegangen wurde. Nichts scheint Moser auszulassen, auch für Außenstehende wird es so anschaulich möglich, die gesamte Haftzeit sozusagen live mitzuerleben. Dieser zentrale Teil des Buches zeigt den Autor in seiner persönlichen Verzweiflung, von seiner Familie, seinen 3 Kindern und seiner Frau, mit Gewalt getrennt, nicht nur durch Gefängnismauern sondern auch durch 500 km Distanz. Das vorher noch politische Buch wird hier sehr privat.

Nach seiner für viele überraschenden Entlassung kann er nach Tirol zu seiner Familie zurückkehren. Gleich bereitet er einen Gefängniskoffer vor, den er im Vorraum platziert, damit er, sollte er wieder eingesperrt werden, alle notwendigen Dinge sofort griffbereit hat. Doch nichts dergleichen geschieht. Allerdings erhält er im Verlauf der nächsten Jahre polizeiliche Abschlussberichte und einen Strafantrag. Moser zitiert in seinem Buch die wesentlichen Stellen dieser Dokumente vollständig. Das ist möglich, weil die Vorwürfe gegen ihn überschaubar bleiben. So kann er aber deren völlige Absurdität entlarven. Tatsächlich gab es ja eine Selbstanzeige einer Aktivistin aus Linz, die Wort für Wort die Anklage gegen ihn für sich übertrug und bestätigte, alle ihm vorgeworfenen „Tathandlungen“ ebenfalls begangen zu haben.

Die Ermittlungen gegen sie wurden aber eingestellt. Moser dagegen musste ab März 2010 für 14 Monate auf die Anklagebank

Anschaulich schildert er in seinem Buch, wie seine Familie diese Zeit über nur durch Spenden ernährt werden kann. Er selbst sitzt Woche für Woche 30 Stunden im Zug, um zu den Prozesstagen von Tirol nach Wr. Neustadt und zurück zu pilgern. Auch die Verhandlung wird von ihm sehr detailgetreu geschildert, man erkennt rasch, dass praktisch kein einziges der dort behandelten Themen irgendetwas mit ihm zu tun hat. Die Absurdität der Tierschutzcausa wird an Mosers Fall besonders deutlich.

Das mit vielen vom Autor während seiner Haft und während des Prozesses gemalten Bildern garnierte Buch ist ein wichtiges Dokument über den Zustand des Rechtsstaates in Österreich und über die politische Verfolgung einer politisch engagierten Kunst.

Das Buch ist im Kyrene-Verlag erschienen, hat 400 Seiten und kostet € 15,90

Gerne können Sie dieses Buch auch beim VGT bestellen: Email: office@vgt.at, Tel.: 01-9291498

Weitere Informationen: http://www.martinkolozs.at/kyrene-lv/aktuell.php

Hörbuch

Der unerkannte Kern der Krise – Die Moderne als Er-Schöpfung der Welt / Prof. Dr. Claudia von Werlhof

http://www.ciao.de/Der_unerkannte_Kern_der_Krise_Die_Moderne_als_Er_Schopfung_der_Welt_Prof_Dr_Claudia_von_Werlhof__Test_8870774#fullreview


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